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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2014 15:55:47 
Titel: Austrian Airlines...
Antworten mit Zitat

naja, das wird es wohl jetzt gewesen sein…

Zitat:
...Austrian’s supervisory board is prepared to shut the carrier down and start a new airline in its place if negotiations with its pilots do not lead to a satisfactory agreement, sources with knowledge of the situation tell Aviation Week…...


http://aviationweek.com/commercial-aviation/lufthansa-may-launch-plan-abandon-austrian
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
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Wohnort: Groß-Enzersdorf

BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2014 16:24:07 
Titel: Das würde die Marke zu sehr beschädigen, und zwar ...
Antworten mit Zitat

sowohl die der Lufthansa als auch die Marke "Austrian". Da hätte auch die Politik was dagegen. Die darf zwar offiziell nicht mehr mitreden, aber tut es sicher inoffiziell.
Da sind schon noch Tauschhändel á la Bestand AUA gegen Ticketsteuer drinnen, könnte ich mir vorstellen.
Andererseits ist es wahnsinnig gut und wichtig, dass der EUGh so geurteilt hat, denn alles andere wäre das Ende jeglicher Verträge gewesen.
Und mMn ist es dabei auch genau DARUM gegangen; die AUA und ihre Crews sind den Richtern völlig schnurz, aber das Verträge einzuhalten sind, ist nicht schnurz. Denn sonst führt sich auch der Rechtsstaat per se früher oder später ad absurdum.
Und was soll´s: die LH kommt mit ihren eigenen renitenten Piloten nicht klar; also wieso sollte sie das bei der AUA können? wink
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Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2014 18:44:08 
Titel: nein, seh ich nicht so...
Antworten mit Zitat

CHH hat geschrieben:

Zitat:
..Das würde die Marke zu sehr beschädigen, und zwar ...
sowohl die der Lufthansa als auch die Marke "Austrian"….


Die SWISS hat heute einen ausgezeichneten Ruf, gerade bei den wichtigen voll eco oder Biz zahlenden Geschäftsreisekunden..

Der Name SWISSAIR ist Geschichte, denkt keiner mehr dran…

OK die Pleite der SWISSAIR, wenn sie auch aus anderen Gründen als bei der Austrian zustande gekommen ist, hat den Schweizer Steuerzahler und die Schweizer Banken auch viel Geld gekostet…nur die Schweizer haben's nicht so gespürt, weil sie einfach mehr haben davon..

Der Ruf der Lufthansa, nein, auch kein Problem, ist einem Lufthansakunden vollkommen schnurz ob die Lufthansa eine Beteiligung hops gehen lässt…



Zitat:
...Da hätte auch die Politik was dagegen. Die darf zwar offiziell nicht mehr mitreden, aber tut es sicher inoffiziell. ...


Dass die Politik in Österreich solange soviel bei der Austrian mitgeredet hat, ist der Hauptgrund warum der Laden in der derzeitigen Form unsanierbar ist..man erinnere sich, DIE Politik hat der Austrian eine konkursreife Lauda Air damals umgehängt ( Streicher, SPÖ), danach, weil den Schuldenalbatross um den Hals hätte die beste geführte Airline nicht verkraftet..danach heben diverse Bolliddigger von Schüssel bis Faymann durch katastrophale Postenbesetzungen jede Sanierung unmöglich gemacht..die von der Politik bestimmten Aufsichtsräte der Austrian konnten nicht mal Bilanz lesen, geschweige denn hatten sie eine auch nur entfernte Ahnung vom Airlinegeschäft..

der Steuerzahler ist mit massiven Kapitalspritzen eingesprungen..danach hat man den Laden an die Lufthansa verschenkt und der Steuerzahler musste nochmals dafür eine halbe Milliarde EUR Mitgift zuschiessen

also vergiss die Politik, je weniger die sich einmischt, desto besser..



Zitat:
...Andererseits ist es wahnsinnig gut und wichtig, dass der EUGh so geurteilt hat, denn alles andere wäre das Ende jeglicher Verträge gewesen. ...


mag formalrechtlich richtig sein, nur was haben die Mitarbeiter davon, wenn jetzt die Bude geschlossen wird..??

Nein, das Problem ist, es gibt einen Riesenunterschied in der Wahrnehmung unserer Arbeitswelt zwischen Angestellten des in Österreich "geschützten Sektors", sprich Beamte, Bauern etc etc

und dem produktiven Teil der Bevölkerung der seit jeher in der freien Wildbahn lebt..

Was die Austrian Crew seit längerer Zeit, nämlich seit der Übernahme durch die LH ncht geschnallt hatten ist, dass sie nicht mehr Teil des geschützten Sektors sind..

so einfach ist es..

Ja, der Bericht im Aviation Week ist ernst zu nehmen, die LH wird das so machen, erstens, weil, wie Du richtig bemerkst, die LH selbst genug Hausaufgaben zu tun hat..und weil die Austrian in der Form endlich in die Konkurs zu schicken und was Neues zu machen der einzige Ausweg aus der Malaise zu sein scheint..

es passiert jetzt nur zeitverzögert, was vor vielen Jahren schon hätte geschehen sollen..

Und die Zeitverzögerung hat der Steuerzahler mit dem 500 Mio EUR Geschenk plus Airline an die LH gezahlt..

war rausgeworfenes Geld…wäre in einer Neugründung besser angelegt gewesen...
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 1553
Wohnort: Groß-Enzersdorf

BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2014 20:58:40 
Titel: Das könnte aber mit den Verkehrsrechten...
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außerhalb der EU schwierig werden. LH wird niemand weiss machen können, dass eine Neugründung unter österreichischer Kontrolle wäre. Und Indien, China u. ä. können da ganz schön mühsam sein.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2014 21:25:53 
Titel: die LH
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bräuchte man eh nicht…

das war eh ein Fehler…

schon der Staralliancebeitritt war ein Fehler, da der Austrian dadurch viel Wasser im Osteuropageschäft abgegraben wurde…UND zusammen mit dem desolaten Wiener Flughafen, eben weil der gebührenmässig so am Sand ist, hat die Austrian viel Geschäft nach MUC und FRA verloren..wär damals viel zukunftsträchtiger gewesen für die Austrian bei der Alliance bei der Delta zu bleiben und mit Air France zu kooperieren..aber der Streicher war auf der Payroll vom Lauda und hat die LH Lösung durchgeboxt…die Lufthansa hatte selbst ein Osteuropastreckenetz und hat die Austrian da stark konkurrenziert…


Für die Air France und Delta wäre aber Austrian als Top Osteuropaspezialst ein begehrter Partner gewesen…und die hätten sich gut ergänzt…die United aber zusammen mit der LH haben gerade in der Anfangszeit der Austrian auch Langstreckkenpaxe weggenommen…die haben ihr Buchungssystem so programmiert gehabt…und die Austrian hat's jahrelang nicht geschnallt…soviel zur intellktuellen Qualität in "geschützten Werkstätten.."

gut, was willst, wenn so korrupte Politaffen mitreden zusammen mit dem ersten Luftfahrtkapitalvernichter der Republik, dem Herrn Lauda, was sollte denn da auch anderes rauskommen…

wird doch in Österreich selbst noch genug privates Kapital dasein, dass man hier eine korrekte Superqualitätsairline aufbaut..

nix auf billig…Topqualität für gehobenes Publikum…Qualität geht immer..

die Straches und sonstigen Hausmeister die nach Ibiza saufen und Radau machen fliegen sollen die Ryanair nehmen…..und die Sextouristen die meinen sich in Fernost alle möglichen Krankheiten holen zu müssen, die sollen mit irgendwelche grindigen Gulfcarrier fliegen….ich möcht als Pax eh nicht in einem Flieger sitzen, wo mir schon davor graust überhaupt die WC Tür aufzumachen...

Österreich braucht ein korrektes Regionalqualitätsnetz, Top Direktverbindungen in alle europäischen Städte, und Topdirektverbindungen nach Nordamerika und in ein paar ausgewählte asiatische Destinationen..

Schwerpunkt Qualität…


Gute modernste Turboprops für den Regionalflugbetrieb, das ist von den Ops- und Spritkosten im Bereich bis 300 NM das Beste, einheitlich A320 für Kurz und Mittelstrecke, neueste Generation halt, und ja wenn man da schon Airbus dann macht, eine Topflotte von neuesten A350 für exzellente Langstreckenverbindungen…hast maximal drei Flugzeugtypen in der Flotte..

viel eigene Wartung…eventuell falls es sich noch machen lässt wieder Aufbau einer Top Austrian Wartung, die sich auf diese Typen spezialisiert und ihre Services and Drittcarrier profitable verkauft..(Think: SRTechnics & Lufthansa Technik..) das hat die Austrian früher schon mal können, bevor ein paar Polittrotteln im Aufsichtsrat Ende der 90'er die Austrian Werft zugedreht haben..


"Austrian" muss heissen für den Fluggast perfekte Sicherheit & Qualität, Toppersonal, neueste Flugzeuge, Topservice, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit..mit ein bissel Charme serviert…dafür zahlen gute Kunden auch heute noch und bis in ferne Zukunft einen guten Preis..

alles was es halt derzeit nicht ist...

muss nicht so gross sein der Laden…aber gut….

und die Sache läuft…

Der Gemischtwarenladen, der die Austrian derzeit noch ist…das kann nicht funktionieren..abgesehen von den finanziellen Problemen..
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StefanT
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Anmeldungsdatum: 08.08.2004
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 12, 2014 14:21:21 
Titel: klingt theoretisch sehr gut Viper, aber
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dafür müsste man enorm viel Geld in die Hand nehmen. Ich bezweifle, dass sich genügend Investoren finden werden die sich aufgrund der jetzigen Situation bereit erklären, Kapital zur Verfügung zu stellen.

Das mit dem Personal ist so eine Sache: ich verstehe einerseits das fliegende OS-Personal, das im Europavergleich mit anderen vergleichbaren Carriern nicht so gute Dienstverträge hat noch weitere Einsparungen erdulden muss. Gerade wenn ich mich als Qualitätsairline präsentieren will, dann ist gutes und motiviertes Personal ein wichtiger Bestandteil. Mit überlangen Arbeitszeiten und schlechter Bezahlungen zB erreiche ich eher das Gegenteil und eine hohe Personalfluktuation ist teuer.

Wie das ganze ausgehen wird traue ich mich jetzt schon vorherzusagen. Typisch österreichisch: es wird (zu) lange herumdiskutiert, es wird sich wieder die Politik einmischen und herauskommt ein Gemurks, mit dem keiner zufrieden ist.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Sep 12, 2014 19:19:35 
Titel: ja....
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Zitat:
dafür müsste man enorm viel Geld in die Hand nehmen. Ich bezweifle, dass sich genügend Investoren finden werden die sich aufgrund der jetzigen Situation bereit erklären, Kapital zur Verfügung zu stellen.


so enorm viel ist es nicht…und Banken die bei einem guten Businessplan neue Flugzeuge zu korrekten Konditionen finanzieren, die findet man sicher jetzt..

Die Hangars und Bürogebaüde gibt es ja…die mietet man halt neu..

Und die guten Leut von der alten Austrian, die ja ein Superknowhow haben bekommen bei der neuen neue korrekte Arbeitsverträge…und neue Firmenphilosphie halt…ein Topprodukt…von wirklichen Profis, die mit viel Herz und Verstand bei der Sache sind, gemanaged..nicht so aalglatte Yuppietypen wie von der LH, aber auch nicht so lahmarschige und fachunkundige Politgünstlinge wie hier von der Politik früher immer forciert..

richtige g'standene Airliner halt…mit Herz und Hirn und Leidenschaft..

Du musst das Produkt komplett neu aufstellen, die Mitarbeiter dafür begeistern können und und und…


dann könnte sowas sehr erfolgreich anlaufen..

In die jetzige Austrian, klar werden potentielle Investoren dünn gesät sein, aber eine "Austrian neu" sozusagen, da darf es die alte nicht mehr geben, wegen der Altlasten, das glaub ich schon dass man da was machen könnte..


Machen MUSS, meiner Meinung nach, weil eine qualitativ hochwertige Fluglinieninfrastruktur ist eine absolute Notwendigkeit für die gesamte österreichische Volkswirschaft..

das ist von essentieller Bedeutung für Österreich's Zukunft

ginge aber nur in der Version "Austrian neu"…

Zitat:
Das mit dem Personal ist so eine Sache: ich verstehe einerseits das fliegende OS-Personal, das im Europavergleich mit anderen vergleichbaren Carriern nicht so gute Dienstverträge hat noch weitere Einsparungen erdulden muss. Gerade wenn ich mich als Qualitätsairline präsentieren will, dann ist gutes und motiviertes Personal ein wichtiger Bestandteil. Mit überlangen Arbeitszeiten und schlechter Bezahlungen zB erreiche ich eher das Gegenteil und eine hohe Personalfluktuation ist teuer.


Keine Frage, das ist ein komplexes Problem..

Da müssen die Leute gute Dienstverträge mit einem ordentlichen Salär haben..

Das Problem bei der Austrian ist nicht so sehr das derzeit produktive Personal, was die Kosten betrifft…

das sind einfach die wirklichen Altlasten, insofern, als die Austrian noch ein Monopolist war und im Staatsbesitz, vor längerer Zeit, haben sich da einfach Betriebspensionen eingeschliffen die bis heute wirken…und das kann aber der produktive Teil der jetzt arbeitet bei der Airline nicht verdienen…da laufen sehr viele ehemalige MitarbeiterInnen herum deren AUA Pension neben der ASVG Pension das Vielfache eines normalen österreichischen ( auch AUA Gehalts) Gehalts ausmacht.. Da bekommen so manche AUA Pensionisten mehr als heut ein aktiver Kapitän, DAS gab und gibt es bei wenigen Airlines..( das sind fast OENB Luxuspensionen ähnliche Zustände gewesen, die aber die Austrian aus dem laufenden Geschäft, so versteht ich's, bedienen muss..das kann sich nicht ausgehen)

Dass sowohl vom derzeitigen Management als auch vom Betriebsrat geschludert wurde da bei den Verhandlungen damals, und zwar offenbar fahrlässigst kommt da jetzt dazu..

vor dem Hintergrund kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die LH, die eben auch genug eigene Probleme hat, da noch lang zuschaut..

Bevor die LH die AUA übernommen hatte, muss man heute sagen, da ist de facto eine jahrelange Konkursverschleppung, durch die Politik vorausgegangen..

Die LH hat dann offenbar gemeint, mit der Mitgift vom Steuerzahler, naja, probieren wir's halt mal halbschwanger…und da haben's dann die Idee mit dem Switch von AUA zur Tyrolean gehabt…

Sie haben also das SWISS Modell, nur unvollständig, umgesetzt..

Die neue SWISS hat ja auf den Crossair Bedingungen und Arbeitsverträgen aufgebaut..

Aber konnte man erst machen. nachdem die alte SWISSAIR in Konkurs war..
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StefanT
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Anmeldungsdatum: 08.08.2004
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: Sa Sep 13, 2014 14:31:11 
Titel: eine weitere OS-Kompetenz im LH-Konzern
Antworten mit Zitat

wäre meiner Meinung nach der "Turboprop-Bereich". Nach dem Wegfall von Augsburg Airways und der Außerdienststellung sämtlicher ATR´s bei Air Dolomiti ist OS das einzige Unternehmen, dass noch Turboprops betreibt. Wie Viper schon bemerkt hat, sind diese bei kurzen Strecken unschlagbar in der Wirtschaftlichkeit, auch wenn sie bei den Passagieren nicht so beliebt sind. Erst vor kurzem wurden 4 weitere Q400 in Dienst gestellt, die für Swiss eingesetzt werden.

@Viper: bei den o.a. Zeilen muss ich wieder an die Finanzierbarkeit einer neuen Flotte zweifeln. Von den "neuen" Q400 sind z.B. drei zwischen 13 und 16 Jahre alt. Auch aus der restlichen Flotte könntest ausser ein paar A319/A320 nicht viel übernehmen; bei einer überschlagsmässigen und sehr spekulativen Schätzung von 20 Turboprops, 30 Airbus A32X-NEO und 10 Langstreckenfliegern wäre das ein Rieseninvestitionsbedarf.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: So Sep 14, 2014 01:09:49 
Titel: naja.....
Antworten mit Zitat

ich stelle jetzt meinen Überlegungen voran, dass ich bereits den Wechsel der Austrian vor langer Zeit zur Staralliance als schweren strategischen Fehler gesehen hab..

weiters, ich hab nix gegen die LH, ich flieg oft mit der LH..

NUR, das war kein guter Käufer für die Austrian, da gibt es im Streckennetz zu viele Doppelgleisigkeiten..das bringt nix…

Aber nehmen wir jetzt mal an die Austrian geht hops, und nehmen wir an der LH ist die weitere Lust an einer wie immer gearteten neuen Austrian vergangen..

Was wäre jetzt eine Möglichkeit…?

nehmen wir mal an, die 20 - 30 besten und erfolgreichsten und profitablsten Industrieunternehmen Österreichs setzen sich an einen Tisch, sagen, wir brauchen eine gute Airline…einfach als strategisch höchst wichtige Zukunftsinvestition..

jeder von denen nimmt 20 - 50 Mio EUR in die Hand..machen eine Partnerschaft als Investoren..

es gibt einen guten Businessplan..

die Bude startet mit 2 MRD EUR als Grundkapital…

laufen Dir die besten und seriösesten Finanzinstitute nach um Dir eine tip-top modernste nagelneue Flotte zu korrekten Konditionen finanzieren zu dürfen..

nur so ein Gedanke...
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BeitragVerfasst am: So Sep 14, 2014 13:46:28 
Titel: Der Andreas Unterberger
Antworten mit Zitat

hier abgebildet im Blog vom Christian Ortner betreibt hier schon eine sehr qualifizierte Ursachenforschung für das Austrian Dilemma…

Zitat:


14. September 2014

Eine Pferdeeisenbahn namens AUA

(A. UNTERBERGER) Juristisch war das vernichtende Urteil gegen die AUA erwartbar gewesen und es ist auch in sich logisch. Wen kümmert es schon bei einem europäischen oder österreichischen Gerichtshof, dass als Folge dieses Urteils – und vieler anderer Fehlentscheidungen – die einst stolze österreichische Fluglinie künftig in der Geschichtsschreibung nur noch in einem Atemzug mit den einstigen Steyr-Baby-Pkw und der Pferde-Eisenbahn genannt werden wird?

Aber jetzt schon sollte man die Verantwortlichen für all das nennen, was geschehen ist und vor allem was jetzt weiter geschehen wird:

Die AUA-Betriebsräte (insbesondere der Piloten), die so wie etwa ihre Lufthansa-Kollegen auch nicht begreifen, dass die brutale Konkurrenz der arabischen Gesellschaften und der globalen Billig-Fluglinien keinen Platz mehr für ihre teuren Privilegien lässt;
Die utopistischen Arbeitsrechts- und Sozial-Gesetzgeber, die sich gut vorkommen, obwohl durch ihre exzedierenden Sozialgesetze schon unzählige Unternehmen umgebracht worden sind und der Standort Österreich immer schlechter gemacht worden ist;
Die sich jetzt wieder als Oberregierung aufspielenden Sozialpartner Wirtschaftskammer (wo sich einst bei der Aua ein gewisser Herr Leitl besonders schädlich hervorgetan hat) und ÖGB, die sich einst gegen Sparpläne des damaligen noch österreichischen Managements quergelegt haben;
Die Bundesregierung, die als einstiger Eigentümervertreter immer wieder fatalerweise politische Intentionen in unternehmerische Entscheidungen einfließen hat lassen;
Die schwachsinnige und teure Fusion, die die AUA mit einer einstigen Lauda-Linie eingehen musste, hinter der mächtige Fürsprecher aus Verkehrsministerium und Logen gestanden sind.
Wer sich nicht reformiert, sondern Utopien, Ideologien und Freunderlwirtschaft nachhängt, geht unter. Dagegen können weder Paragraphen noch Urteile schützen.

Ach ja, jetzt wird sicher wieder beteuert werden: Eh alles nicht so schlimm. Aber reden wir in ein paar Jahren weiter und sehen die wirklichen Folgen! Niemand wird nämlich dem schlechten Geld noch gutes nachwerfen, etwa um den Ankauf neuer Flugzeuge zu finanzieren. (TB)



http://www.ortneronline.at/?p=31048

wie gesagt diese aus allen diesen genannten Gründen zustandegekommene Catch-22 ist nur durch eine qualifizierte Neugründung zu durchbrechen..bin ich der festen Überzeugung...
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Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Sep 16, 2014 13:51:15 
Titel: derzeit ist das Alles
Antworten mit Zitat

eine sehr verfahrene und schwierige Situation..

http://www.austrianwings.info/2014/09/im-interview-aua-bordbetriebsrat-karl-minhard/

mit viel zu vielen Variablen…

Eine Neugründung unter Patronanz der österreichischen Industrie ist sicher der zukunftsträchtigste Weg aus der Misere heraus…

alles andere wär ein Weitergewurschtel…da lässt sich keine Trademark aufbauen und am Ende des Tages ist so eine Austrian, wie sie derzeit dahindarbt von Strategien der LH in Frankfurt abhängig…

und denen ist das Hemd näher als der Rock, was für die österreichische Volkswirtschaft, wenn man bedenkt was für eine wichtige Infrastrukturleistung eine Airline heutzutag ist ( immer war), eher suboptimal sein könnte...
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 04, 2014 12:47:57 
Titel: sehr hörenswert
Antworten mit Zitat

zum Thema..

http://oe1.orf.at/programm/384510
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 06, 2014 10:19:00 
Titel: zwei sehr wichtige Punkte
Antworten mit Zitat

werden in dem Beitrag angesprochen…

der ursprüngliche Wahnsinn, als die Politik die Austrian damals gezwungen hatte die marode Lauda Air zu übernehmen ist eh bekannt…

aber zwei sehr wichtige Punkte…

der eine ex Austrian Manager erzählt eine Anektote, als er für Air Berlin arbeitete hatten die ein "low cost" Konzept für den Flughafen Zürich..

war alles bereits fertig, aber einen Tag vor Ankündigung stoppte der Flughafen Zürich das Projekt, richtigerweise, und sagte, sorry das können wir nicht machen, weil damit hätte eine neu aufzubauende SWISS, also ein Qualitätsnetzcarrier keine Chance mehr..und es wären grosse volkswirtschaftliche Nachteile für die Schweiz zu befürchten

Nun mögen manche einwerfen, gut, ist halt so…und etliche Journlaisten haben ja vor Jahren auch bei uns gemeint, das wär kein Problem…

die wissen aber historsch nicht Bescheid was in der Vergangenheit sich abgespielt hat…

Nehmen wir die Airlinederegulierung in den USA unter Reagan in den 80'ern…das Gleiche ist ja dann EU weit in der zweiten Hälfte der 90'er Jahre in Europa passiert..

Gut, man hat den Luftverkehr liberalisiert..

ABER man konnte nie die Hubs deregulieren…und das aus gutem Grund…Jeder Carrier hat seinen Heimmarkt, auch in den USA…eine völlige Deregulierung der Hubs ist nicht möglich

( und dass Southwest mit ihrem Konzept drüben reüssieren konnten, war nur die Ausnahme von der Regel, und war auch nur möglich, weil es eine viel grössere ( historisch bedingte) Airportinfrastruktur gibt in den USA, die Southwest hat heute "Nebenhubs"…wie haben aber in Europa weder den Platz noch diese Airportinfrastruktur..und die Southwest nebenbei bemerkt ist KEIN Billigcarrier, sie haben sich halt rein aufs Fliegen konzentriert und sind halt preiswert, ist aber ein Qualitätscarrier, und hat mittlerweile auch ein Netzwerk..)

Genauso bei uns in Europa…jedes Land hat seine eigenen Wirtschafts- und Tourismusströme und braucht nach wie vor einen qualitativ hochwertigen Netzwerkcarrier um die Wirtschaft des Landes in Nah und fern korrekt anbinden zu können per Airline…

Was hat der Flughafen Wien gemacht? Er hat einen gut vernetzten Selfmarketingmann, den Lauda gefördert, und mit Fly Niki den eigenen und für die Infrastruktur unseres Landes sehr wichtigen Carrier konkurrenziert…

Dass der Flughafen Wien bereits jahrlang im internationalen Vergleich sehr hohe Gebühren hatte, was der Austrian einen eindeutigen Wettbewebsnachteil verschaffte, und auch dazu führte, dass wichtige frühere Partner der Austrian Wien nicht mehr long range anflogen, sondern nach Prag und Warschau auswichen…das hat Wien sehr geschadet wirtschaftlich..auch was die Ansiedlung wichtiger Grosskonzerne betraf…die gehen dorthin wo sie per Airline eine gute Anbindung haben..

das hat aber früher gut funktioniert, wenn wir uns erinnern als eine Austrian damals mit einer Delta z.B in einer Allianz war..war für beide Carrier eine win-win Situation, und damit letztendlich für die Kunden und die Wirtschaft auch..

und zweitens, die Konkurrenz rein staatlich gefördeter Airlines aus dem arabischen Golf..

damit können europäische Carrier nicht zurechtkommen, weil das eine unfaire Konkurrenz ist…ist kein level playing field…

dazu noch Ticketsteuer CO2 Abgaben etc etc etc..

also die Politik hat sehr mitgeholfen einen für die österreichische Volkswirtschaft ganz wichtigen Carrier wie die Austrian runterzuwirtschaften..
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 06, 2014 10:51:58 
Titel: und was die staatliche Konkurrenz vom Golf
Antworten mit Zitat

betrifft, macht sich nun auch in den USA grosser Unmut breit..

Zitat:


US legacy airlines to push govt to re-look open skies

By: GHIM-LAY YEO WASHINGTON DC Source: 20:39 3 Oct 2014
Delta Air Lines, American Airlines and United Airlines are planning to urge the US government to re-evaluate its approach towards open skies agreements with other countries, amidst increased worry over competition from Middle Eastern carriers.

Sources tell Flightglobal that chief executives from the three airlines had initially scheduled a meeting with senior White House officials, including Transportation Secretary Anthony Foxx, during the week of 6 October, but postponed the meeting earlier this week.

The US Department of Transportation (DOT) confirms to Flightglobal that the meeting was postponed.

It is not immediately clear why the meeting was put off, but sources tell Flightglobal that the airlines' decision was linked to ongoing US-led airstrikes against extremist group Islamic State (ISIS). The USA is being aided in its military operations by several Middle Eastern nations, including the United Arab Emirates and Qatar, which own the fast-growing Gulf carriers that the three US airlines have voiced concerns about.

Delta, American and United all decline to comment on the meeting when contacted by Flightglobal. A DOT spokesperson refers follow-up questions to Delta, identifying the Atlanta-based carrier as the airline which set up the meeting.

The Gulf carriers - specifically Emirates, Qatar Airways and Etihad - have drawn the increased ire of the US and European airline industry in recent years, as they have rapidly expanded their networks and ordered hundreds of new widebody aircraft. Delta's chief executive Richard Anderson, in particular, has been especially vocal.

"A number of those [Middle Eastern] carriers are not airlines, they're governments," he said at the Global Business Travel Association (GBTA) convention in Los Angeles in July, adding that the Middle Eastern carriers have "huge subsidies and huge structural advantages".

"Broadly, we're in favour of open skies agreements but we're also in favour of fair skies agreements," Anderson said then. "While we certainly respect their right to operate, at least it needs to be on [a] fair and level basis."

Anderson's counterparts at American and United have also raised concerns about competition from Gulf carriers. American chief executive Doug Parker tells reporters at an event in Washington DC today: "You have to watch them closely and understand that they're a force to be reckoned with in the future if they keep expanding at those kind of rates."

United chief executive Jeff Smisek said at the GBTA convention in July that Middle Eastern carriers have a "huge advantage" compared to US airlines. "They're state subsidised, they're state controlled and they're viewed as an arm of the state itself for tourism, travel and trade.... Our government, and you've heard me say before, views us as an ATM machine or a piggy bank."

The Gulf carriers have repeatedly fired back at criticism from their US and European rivals, accusing them of being protectionist.

The bid by the three US carriers to seek a meeting with White House officials comes as US airlines appear to grow increasingly frustrated with the US government's polices in the aviation sector. US carriers have long called for a national airline policy that will benefit the country's airline industry, which they believe is overtaxed and over-regulated. DOT airline consumer protection regulations that have been rolled out in recent years have only contributed to the airlines' ire.

It is not immediately clear when the three US carriers will meet with senior White House officials in the near future, but sources tell Flightglobal it is only a matter of time before the airlines seek to make their views heard.

The carriers are likely to find some support in the Air Line Pilots Association (ALPA), which has called on the US government to account for "unfair state-created competitive advantages" in air services agreements with other countries.

ALPA president Lee Moak says in a statement issued to Flightglobal: "Let's ensure that for our existing and future air transport agreements, when foreign governments fuel their airlines with billions of dollars in subsidies and other unfair government support, we have a process in our agreements that allows our carriers and their workers to challenge these subsidies."

Airline trade association Airlines for America (A4A) declines to comment on the postponed meeting when contacted by Flightglobal. An A4A spokesperson says it will not be appropriate for the association to comment on a meeting it was not part of. Delta, American and United are A4A members.

Any effort by US carriers to lobby authorities to re-look at the country's open skies agreements will likely draw opposition from several industry groups. Observers have pointed out that US carriers could likely face retaliatory measures in serving other countries if the US government was to curtail open skies.

The chairman of advocacy group Business Travel Coalition Kevin Mitchell says: "To persuade the White House and DOT to change the rules now after the open skies agreements have been negotiated - it's an outrageous ploy."


http://www.flightglobal.com/news/articles/us-legacy-airlines-to-push-govt-to-re-look-open-skies-404458/
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 08, 2014 13:19:44 
Titel: ob das Überleben der Austrian
Antworten mit Zitat

durch die jetzt erfolgte Einigung bereits gesichert ist?

Füe mich steht ausser Zweifel, dass die jetzt eher schnell erfolgte Einigung unter massivem Druck der Konzernmutter LH zustande gekommen ist..

Die Lufthansa hat wahrscheinlich sehr vernehmbar mit Zusperren gedroht, sollte da jetzt nicht Bewegung reinkommen..

Aber es braucht noch deutlich mehr Anstrengungen um zu überleben..

Die Austrian muss wieder eine starke und unverkennbare "Trademark" im Qualitätssegment werden…durchaus ähnlich wie die SWISS..

Mit Billigkonkurrenz darf sich ein zukünftige Austrian nicht messen ..

Das kann man ruhig anderen überlassen..

Heisst Topqualität, das verkauft sich immer..

Und ein paar starke Verhandlungsrunden mit dem Flughafen Wien wird es auch brauchen..

Der Flughafen Wien muss einmal endlich begreifen, dass er ohne einen starken Heim ( Hub), Qualitäts- und Netzwerkcarrier wie der Austrian zu einem entbehrlichen Provinzflugplatz verkommen würde…

man wird sehen...



http://diepresse.com/home/wirtschaft/3882978/Neuer-PilotenKV-sichert-AUA-das-Ueberleben?_vl_backlink=/home/index.do
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 08, 2014 14:18:53 
Titel: Jetzt müssen´s halt das ...
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"Geplant" fliegen, was sie früher auf Überstundenbasis flogen. Auf etwas anderes wird´s nicht hinauslaufen, da es dazu zu viele Regularien bezüglich Blockstunden, etc. gibt.
Das hilft der Airline jetzt nicht über Nacht zusätzliches Personal zu brauchen und reduziert die Kosten massiv. Außerdem fällt damit die Explosion der Mehrstunden gegen Jahresende weg, wenn schon alle Crews an ihrem Jahresmaximum angelangt sind (deshalb mit Dezember wie ich vermute).
Ich trau mich wetten, sobald der KV unterschrieben ist, gibt´s dann auch die endgültige Info bezüglich Fokker-Ersatz und Langstrecken-Perspektive.
Dazu mein Tipp (ich weiß aber auch nicht mehr als Ihr):
Fokker alle raus udn die A-319 (gut am Markt absetzbar) dazu; Ersatz ziemlich 1:1 durch CS100 und 300, vielleicht ein paar weniger als die bisherige Summe.
Zuerst werden nach Abschreibung des neuen Interieurs (also in 5-6 Jahren) die 767er den Abgang in die Schrottpresse machen, und wenn der Nachfolger da ist, die 777 gleich hinterher.
Was ich so gehört habe (kann natürlich auch falsch sein), kommen A350-900, bzw. vielleicht für die Rennstrecken der eine oder andere 1000er.
Das wird bis 2020 mittendrin sein, und dann wird´s höchste Eisenbahn für den Ersatz der A321 und A320, die möglicherweise 1 by 1 durch A320/A321 Neos ersetzt werden.
Dann gibt´s nur mehr VIER Typen in der Flotte.
Verglichen mit Anfang der 2000er Jahre ACHT Clustern:
Dash 8-300/400
CRJ-200
Fokker 70/100
Boeing 737-600/700/800
Airbus A319/320/321
Boeing 767
Airbus A330/A340
Boeing 777
Pfft, das musste ja schief gehen...
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Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Okt 09, 2014 09:58:49 
Titel: keine Frage, ja...
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eine neue Flottenplanung ist sehr wichtig…

Das Wichtigste aber wird sein, dass die Belegschaft jetzt nicht in eine Depression verfällt, sondern die Ärmel aufkrempelt, und ein neuer Spirit in die Bude Einzug hält..

dann wird das was..

und zu weiter oben, man wird sich in Europa auch überlegen müssen, wie man die europäischen Airlines vor einem unfairen Wettbewerb der staatlichen Airlines vom Golf besser schützen kann, und die Verkehrsrechte neu aufstellen müssen..

und last but not least, mit so Unsinnigkeiten wie Ticketsteuer und CO2 Abgaben, die die europäischen Carrier massiv benachteiligen schnellstens aufräumen und diese Schrottsteuern abschaffen…

wenn man von einer Airbusflotte spricht, mein ich, je simpler desto besser…nur neue A320 und A350-900…mit Topcomfort, auf der Langstrecke neben einer Superbizclass mit First Service gleich nur Eco Plus mit Topqualität, und gutem Legroom…die Rucksacktouristen überlässt man Billigairlines oder Charterairlines auf der Langstrecke..damit sollen andere Verluste machen…


Nicht auf Umsatz, sondern auf Gewinn ausrichten…

Ende..

Und was den Regionalbereich betrifft..modernstes sparsames und komfortables Gerät..

also das wären dann maximal drei verschiedene, auf die Strecken angepasste, Flugzeugtypen..

Soviel wie möglich qualitativ höchstwertige Wartung im eigenen Haus, und dann eben auch diese Wartungsarbeiten Drittcarriern anbieten..Was eine Lufthansa Technik und eine SR Technik schafft, wird ja bei uns auch noch möglich sein…wär doch gelacht, wenn das nicht ginge..

Höchstkompetenz schaffen in der eigenen Airline..

so ein Produkt kann man dann auch zu korrekten Preisen verkaufen..und bringt hochqualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich..

bin der festen Überzeugung, dass es eine Renaissance in der Airlineindustrie geben wird, was Qualität betrifft…und da sollte eine neue Austrian ganz vorn dabei mitspielen..man muss, ja man soll gar nicht die grösste Airlines sein, aber die Beste..( zu gross wird unübersichtlich…)

wenn man fokussiert darauf hinarbeitet, wird das auch gelingen...
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StefanT
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Anmeldungsdatum: 08.08.2004
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: So Nov 09, 2014 10:54:17 
Titel: Entweder - oder
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Der weite Spagat zwischen Billig- und Qualitätsairline wird meiner Meinung nach schwer zu schaffen sein. Um beides mit einer Mehrmarkenstrategie anzubieten ist OS einfach zu klein.

http://wien.orf.at/news/stories/2677956/

Ich finde Passagiere, die um EUR 49,-- von A nach B wollen sollen sich nach einem anderen Transportmöglichkeit umsehen. Qualität und Sicherheit hat nun mal seinen Preis.
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: So Nov 09, 2014 11:59:38 
Titel:
Antworten mit Zitat

Die AUA-Führung muss endlich geistig ins 21. Jahrhundert wechseln.
Früher war fliegen ein Erlebnis, für das Passagiere hohe Summen löhnten.
Das Klientel gibt es heute auch noch, aber nicht mehr in diesem Ausmaß. Für die große Mehrheit ist fliegen heute aber wie Bus oder U-Bahn fahren.
Personenbeförderung, nothing else.
Und man will möglichst wenig Lebenszeit dafür verschwenden.
Wenn die AUA-Nadelstreifträger das nicht bald kapieren wirds weiterhin bergab gehen.

Ich fliege im Schnitt etwa 10 Mal im Jahr beruflich und 1 Mal in Urlaub.
Übrigens nicht mit der AUA, hab ja keinen an der Waffel.

Ich bin einer jener, die von A nach B wollen. Ich brauch kein Futter, ich brauch innerhalb Europas auch kein Getränk.
Ich bin ein erwachsener Mensch und muss nicht wie von Mutti umsorgt werden.
Die Airline soll mich befördern und das möglichst rasch, dafür zahle ich ja auch.
Und ich muss sagen, dafür sind FlyNiki & Co ideal.

Letztens verglich ein Fluggast neben mir AUA und FlyNiki mit ÖBB und Westbahn.
Westbahn ist günstiger und genau so schnell. Wozu soll ich dann Deppensteuer bei der ÖBB löhnen?
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: So Nov 09, 2014 12:45:25 
Titel: ja....
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StefanT hat geschrieben:

Zitat:
...Der weite Spagat zwischen Billig- und Qualitätsairline wird meiner Meinung nach schwer zu schaffen sein…..


Ja, so sehr es jetzt zu begrüssen ist, dass die Austrian mit ihrer Belegschaft nun die Lohnverhandlungen erfolgreich abschliessen konnte, so sehr sieht man bei diversen öffentlichen Aussagen des Austrian Managements, dass man was die Strategie betrifft, wie das Unternehmen sich langfristig auf dem Markt platzieren soll noch nicht sehr fokussiert ist…

das mag auch mit Unsicherheiten zusammen, bei der Frage, wie sich die Lufthansa als Eigentümer der Austrian selbst in Zukunft darstellen will..

da kommen ja auch täglich sehr verschiedene Signale aus Frankfurt…


Winston hat geschrieben:

Zitat:
...Die Airline soll mich befördern und das möglichst rasch, dafür zahle ich ja auch.
Und ich muss sagen, dafür sind FlyNiki & Co ideal.

Letztens verglich ein Fluggast neben mir AUA und FlyNiki mit ÖBB und Westbahn.
Westbahn ist günstiger und genau so schnell. Wozu soll ich dann Deppensteuer bei der ÖBB löhnen?...


OK, fair enough…Man kann den Vergleich mit Westbahn und ÖBB auch für durchaus schlüssig halten…allerdings nur bedingt..

und das betrifft wiederum die Infrastruktur…

Was bei der Bahn die Schienen sind, ist im Airlinebereich die Flughafeninfrastruktur..

Und da kann es durchaus passieren, wenn wir als Extrembeispiel die Ryanair und den Flughafen Klagenfurt hernehmen, dass sehr wohl alle Steuerzahler dann "Deppensteuer" zahlen, weil die Ryanair ohne Zuwendungen der öffentlichen Hand gar nicht nach Klagenfurt damals gekommen wäre..

und als die Zuwendungen weg waren, war die Ryanair auch nicht mehr daran interessiert Klagenfurt zu bedienen..

der frühere Austrian Manager Malanik drückt das sehr plausibel aus hier…

Zitat:
…..Ex-AUA-Chef: "Ryanair ist eine Todesdroge"…..

…...Er weiß aus seiner langjährigen Erfahrung bei der AUA um die Nöte des Airports, der im Vorjahr 258.000 Passagiere zählte: die verfehlte Geschäftspolitik in den vergangenen Jahren, als man den Billigflieger Ryanair köderte. "Ryanair ist eine Todesdroge, die bringt zunächst viele Passagiere, gleichzeitig saugt sie wegen der finanziellen Zuwendungen in Form von Marketingunterstützungen den Flughafen auch aus. Wenn die Zuwendungen ausbleiben, ist Ryanair auch ganz schnell wieder weg", schildert Malanik. Und so geschah es dann auch im Vorjahr, als die neue Geschäftsführung unter Max Schintlmeister die Förderungen einstellte. Fazit: "Der Flughafen hat auf jeden Ryanair-Passagier etwas draufgelegt, und je mehr Passagiere kamen, desto schlimmer wurde die Katastrophe", so Malanik……..


http://derstandard.at/2000007763058/Flughafen-Klagenfurt-Ryanair-ist-eine-Todesdroge
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Mo Nov 10, 2014 00:01:35 
Titel:
Antworten mit Zitat

Viper, das ist doch nicht die Schuld von Ryanair. Sollten sie das gebotene Geld liegen lassen?
Warst schon mal am Klagenfurter "Airport"?
"Provinzflughafen" ist ein überdimensionierter Begriff für diese Liegenschaft.
Klagenfurt ist einfach zu klein für einen eigenen Flughafen.
Zudem ist man mit dem Auto relativ flott in Graz, von wo man eine ganz nette Auswahl an europ. Destinationen findet.

Jörgl wollte halt sein kleines Bundesland zu einer europ. Metropole machen. Zu einem hohen Schuldenberg hat er es ja immerhin gebracht.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 15, 2014 14:33:15 
Titel: das würde jetzt hier zum Thema
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passen, hier doch ein sehr gut geführtes und , meiner Meinung nach sehr aussagekräftiges Interview mit dem O'Leary von Ryanair, als Gegenmeinung zu dem was der Malanik da gemeint hat..

Ein Punkt, bei dem der O'Leary sicher Recht hat, und das würde die Argumentation von StefanT und mir stärken, ist, dass, wenn die grossen Networkcarrier wie LH etc meinen, dass sie mit "low cost" Nebenschienen gut fahren, das eher zu bezweifeln ist..weil sie sich dadurch erstens selbst konkurrenzieren, und dann erst wieder auch noch neben der Mainline kleinere Nebeneinheiten betreiben müssen, die eventuell dann wirklich keinen Betriebskostenvorteil bieten..und die Gesamtergebnisse eines Konzerns eher belasten…egal wie man es rechnet...

also nicht Fisch und nicht Fleisch..

you cant be everything for every customer...

http://www.austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2014/11/14/ryanair-chef-michael-oleary-im-interview.html
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2015 09:58:32 
Titel: neuer Austrian Chef...
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das klingt einmal nicht uninteressant..und könnte Potential haben…

ein "g'standener" Airliner…Techniker & Pilot und Erfahrung im Management von grossen Einheiten…

jetzt stellt sich nur die Frage in welche Richtung die Austrian gehen wird…Top Qualitätscarrier….oder halt eine von vielen Airlines die unter "ferner liefen" laufen…?

Zitat:
...Kay Kratky (57) ist seit 2011 Mitglied des Passagevorstandes der Deutschen Lufthansa AG. Dort trägt er als Chief Operating Officer (COO) die Verantwortung für das Ressort Operations und den Hub Frankfurt mit rund 20.000 Mitarbeitern.

Der in Frankfurt geborene Kratky begann nach Abschluss des Studiums des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule in Darmstadt seine Laufbahn bei Lufthansa 1979 mit der Ausbildung zum Flugzeugführer. Er wurde Trainingskapitän und Flottenchef auf der Boeing 747 und übernahm 2001 die Leitung des Bereichs Operations Control (Flugleitzentrale) bei Lufthansa Cargo AG. Nach Stationen als Leiter Transportmanagement und Kapitän auf MD11 wurde er 2008 Geschäftsführer der Jade Cargo International, Shenzen (China). Seit 2011 ist Kratky als COO Mitglied des Passagevorstandes der Deutschen Lufthansa AG. ….


http://www.austrianairlines.ag/Press/PressReleases/Press/2015/05/038.aspx?sc_lang=de&mode=%7B30999B4B-42D0-45A6-B671-FE5E3CB68ED8%7D

http://derstandard.at/2000015713967/Neuer-AUA-Chef-als-Ruhepol
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
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BeitragVerfasst am: So Mai 31, 2015 08:13:07 
Titel: ja….
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was der Spohr da sagt, beantwortet meine Frage…

gutes Interview…und gute Aussagen…

langsam bekommt das Ganze für mich eine recht klare Kontur…

schau ma mal…aber das könnte gut kommen…



http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4743288/LufthansaChef-Spohr_AUA-bleibt-Premiummarke?_vl_backlink=/home/index.do
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