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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Jun 26, 2014 10:13:41 
Titel: MH 370 Update
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der australischen Behörden

http://www.atsb.gov.au/media/4911984/ae-2014-054_mh370-report.pdf
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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1825
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Fr Jun 27, 2014 09:51:19 
Titel:
Antworten mit Zitat

Passt meiner Meinung auch hier rein: How to avoid a Crash.
Well done!!!
http://www.liveleak.com/view?i=060_1403811292

Was es nicht alles gibt!
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"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mo Jun 30, 2014 09:41:14 
Titel: Supersache...
Antworten mit Zitat

Zitat:
..Passt meiner Meinung auch hier rein: How to avoid a Crash.
Well done!!! ...


sieht man auch wie genau die Anflughilfen ( ich nehm an primär die Visuellen) da sind auf so einem VTOL Carrier...
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Sa Jul 26, 2014 10:54:02 
Titel: Air Algerie AH 5017
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Swiftair MD-83…

Mali…

Die Wettersituation zum Zeitpunkt des Unglücks dürfte extrem anspruchsvoll und schwierig gewesen sein..

eine saisonale "Supercell", bestehend aus verschiedenen CB Clustern, die zusammengewachsen sind, in der zu dieser Jahreszeit etwas weiter nördlich gelegenen ITZ ( Intertropical Convergence Zone) war zum Unfallzeitpunkt grossräumig wetterbestimmend

man kann annehmen, dass die Ursachenforschung für den Unfall zusammen mit den FDR und CVR Auswertungen, so diese erfolgreich sein sollten, sich anfangs auf diese spezielle Wettersituation konzentrieren werden…

http://actualite.lachainemeteo.com/actualite-meteo/2014-07-24-11h17/avion-perdu-en-afrique---gros-orages-sur-le-burkina-faso-25754.php

https://twitter.com/WxNick/status/492249004198330369/photo/1

wobei halt in so einer speziellen Situation immer die Frage besteht, welche Meteoinformationen der Crew vor dem Abflug in Burkina Faso überhaupt zur Verfügung gestanden sind…

jetzt spricht es sich leicht, wie ist die Infrastruktur mit Internet und Satbildern dort für die Flugvorbereitung?….kann leicht sein, dass man hier von Österreich aus einen besseren Überblick hat als eine Crew vor Ort…besonders im Nachinein...

wie gut ist das Met Briefing dort…? falls die Crew aufgrund von Kommunikationsproblemen, Internet etc etc, keine ausreichenden Infos von ihrer Homebase, ihrem Dispatch in Europa oder dem Flight Planning Provider bekommen kann...

scheppern tut es ja dort jetzt zur Regenzeit jeden Tag und jede Nacht…halt mit Unterbrechnungen und mal mehr und mal weniger…

Ich bezweifle, dass eine Crew einen Abflug macht in so einer Situation, wenn sie sich bewusst ist, dass bereits im Climbout zur Reiseflughöhe so ein Böller, der sich über zig Meilen, respektive hunderte Meilen erstreckt, den Weg verstellt…wo Du, wenn Du nicht hunderte Meilen ausweichen willst, und das ist in Afrika gar nicht so leicht, wegen Überflugsgenehmigungen etc etc, 100% hineinfliegst in so ein Ungetüm von CB…und vertikal können die Dinger dort bis FL 550 wachsen, sogar höher…so eine Supercell steht im Weg wie eine Betonmauer…fällt aber oft genauso schnell in sich zusammen und regnet aus, wie sie gewachsen ist….

Oft hilft eine Startverschiebung von nur einer Stunde und der CB hat ausgeregnet und ist zusammengefallen und man hat clear sailing…auf der Strecke…

Natürlich ist aber auch denkbar, dass zum Zeitpunkt des Take-Offs 50 Minuten davor, die Sache halb so wild ausgeschaut hat…und der Flieger das Pech gehabt hat am Anfang noch relativ safe weit über einem wachsenden Towering Cumulus auf die Reisehöhe gestiegen ist, nur um dann von unten sozusagen innerhalb von Minuten von einem ganz schnell wachsenden CB eingefangen zu werden…die wachsen dort oft mit der Virulenz eines Atompilzes…sowas sollte man aber auch im Nachhinein mit früheren Satbildern eventuell abklären können bei der Unfalluntersuchung…

http://avherald.com/h?article=477c75de&opt=0
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Aug 08, 2014 09:42:22 
Titel: Air Algerie / Swiftair über Mali
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grausliche G'schicht..

http://www.flightglobal.com/news/articles/swiftair-md-83-lost-speed-before-rapid-spiral-descent-402475/
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mo Aug 11, 2014 08:39:16 
Titel: das mag jetzt...
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eventuell hart klingen, aber weiss nicht wie ich es besser ausdrücken sollte..

nehme an man wird doch auswerten können, was der wahrscheinlich letztgültige Anlass für den Swiftair MD 83 Absturz gewesen sein könnte…

http://www.flightglobal.com/news/articles/swiftair-speed-decay-echoes-previous-md-80-episodes-402532/

nur, und das mag jetzt komisch klingen, in so einem Fall ist es nicht einmal mehr unbedingt auch nur von akademischem Interesse, ob jetzt Engines in schwerem Hagel versagt haben, strukturell was in der Gewitterwolke schiefgegangen ist…was immer halt dazu geführt hat, dass der Flieger unkontrolliert aus dem CB gefallen ist…

Das Hauptaugenmerk kann nur darauf gerichtet werden, warum "avoidance" nicht funktioniert hat..

was hat die Crew an Infos vor dem Abflug gehabt, und warum ist sie im Steigflug, als das Wetterradar flächendeckend in allen möglichen Richtungen "rot" angezeigt haben muss nicht umgekehrt und hat ein relanding gemacht um auf eine Wetterbesserung zu warten?

Respektive ist gar nicht gesagt, ob das onbord Wetterradar beim Durchstieg durch diese Monsterzelle, auch wenn die Crew gemeint hat einen Weg herum gefunden zu haben, überhaupt noch sinnvoll interpretierbare Daten gezeigt hat…die Attenuation kann so gross gewesen sein, dass das Radarbild im Cockpit bei bester Einstellung eventuell zu falschen Schlüssen verleitet hat…diese Limitations sind designinherent und auch bei den neuesten und modernsten Wetterradars kaum gelöst…respektive ist das WX das in der MD-83 normalerweise noch eingebaut ist ein sehr gutes…also neuere WX Modelle können's auch nicht besser...

Details wie in dem Bericht in Flight Intl. mögen zwar in die richtige Richtung weisen..

nur am Ende des Tages ist es vollkommen egal welcher Flugzeugtyp, welche eventuellen Eigenheiten..

Die Chance durch so einen CB lebend durchzukommen ist in allen Flugzeugen gleich gering…..ob C-172 oder B747...
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
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BeitragVerfasst am: Di Aug 19, 2014 16:49:43 
Titel: "Equal opportunities" gut und schön, aber ob DAS..
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SAFE ist?
Avweb hat folgendes geschrieben:
Pilot Loses Grip During Flare

It was an incident, not an accident, and it has wrongly been reported as a pilot's prosthetic arm falling off. The reality? The pilot of a Flybe airline DeHaviland Dash 8 was flaring to land at Belfast City Airport, Ireland, when the device he used to clip his prosthetic lower left arm to the control yoke came unclamped. According to a report released this week by Britain's Air Accident Investigation Branch, the pilot then took his right hand off of the power levers—power was being carried due to the gusty conditions—and continued the flare with his right hand. However, due to either the interruption or a gust, the aircraft experienced a heavy landing. There were no injuries, but the heavy landing triggered an investigation.

According to the report, once the clamp released, the captain "made a rapid assessment of the situation and considered alerting the co-pilot and instructing him to take control." However, it continued, "Because the co-pilot would not have time to take stock of what was happening, he decided the best option was to continue one-handed." Flybe, a UK-based low cost airline, said it had carried out its own investigation and had put into place additional safety measures. "Flybe is proud to be an equal opportunities employer," it said in a statement. "This, in common with most airlines, means we do employ staff with reduced physical abilities. Where appropriate, and in accordance with UK Civil Aviation Authority requirements, this does include pilots." It said the pilot was a senior captain and one of its "most experienced and trusted" pilots. Pilots have been safely flying with prosthetic limbs for more than 80 years—the most famous of whom was Douglas Bader, a Royal Air Force World War II fighter pilot who had lost both legs before the war, had prosthetic legs fitted and became an ace in combat against the Luftwaffe.

Ob ich da guten Gewissens drinnen sitzen würde, wenn ich weiß, dass da ein Prothesenträger vorn am linken Sitz sitzt?
Und was hat den Dillo an einem Go-around gehindert? Sein sicher schon angekratztes Ego?
Gut für ihn, dass sich die Company nicht an ihm abputzt, sondern sich vor ihn stellt. Dennoch hat das sicher im Hintergrund einen Satz heißer Ohren gegeben.
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Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)
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Anmeldungsdatum: 30.07.2004
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BeitragVerfasst am: Di Aug 19, 2014 23:42:09 
Titel: Zwei Tornados kollidieren in Italien
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http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Zwei-Kampfjets-kollidieren-in-Italien-/story/16061665

Ein Übungsflug zweier Tornado-Kampfjets endet im Osten Italiens mit einer Kollision. An der Absturzstelle entwickelte sich ein Feuer, das weitherum sichtbar ist.....
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 1553
Wohnort: Groß-Enzersdorf

BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2014 08:46:58 
Titel: Profis im Cockpit - Lion Air style
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Wenn Euch Euer Leben lieb ist, dann nie mit einem LCC in Asien fliegen.

Unfallbericht Lion Air Absturz
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Okt 10, 2014 09:14:03 
Titel: MH 370….
Antworten mit Zitat

Tim Clark von den "Emirates" zum Thema..

gut spekulieren kann jeder…

Ich geb ihm bei zwei Sachen Recht…der Rest den er so sagt, naja, erwarte ich mir von so einem erfahrenen Airlinemanager eher professionellere Statements

fair enough… das hier…:

Zitat:
...Nichts. Nur die sogenannten Satelliten-Handshakes. Auch die stelle ich im Übrigen in Frage…..


und hier…gute Frage, auf die es aber bereits eine Antwort gibt...

Zitat:
...Wir müssen wissen, wer wirklich in diesem Flugzeug war, und wir müssen wissen, was es geladen hatte….


wie wär's mit einer Frachtladung von Li Ions…?

das ist amtlich…so eine Fracht war drauf…

http://www.spiegel.de/panorama/mh370-emirates-chef-tim-clark-zweifelt-an-ermittlungen-a-996056.html#ref=plista
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Okt 21, 2014 12:13:32 
Titel: VNUKOVO Crash…Frage an CHH...
Antworten mit Zitat

http://www.flightglobal.com/news/articles/vnukovo-runway-incursion-kills-total-oil-chief-and-three-falcon-50-404999/

wie ist es eigentlich auf den Airports in Europa?

Müssen Fahrzeuge die sich auf Taxiways und Runways aufhalten können, kleine GPS Transponder haben, mit denen die Ground Crew am Tower die Dinger lokalisieren kann und gegebenenfalls eine Warnung bekommen, falls ein Fahrzeug nicht dort is wo es sein sollte?

Ich mein mit heutiger Technologie, das kann pro Rampfahrzeug maximal 100 EUR kosten plus ein paar tausend für eine Überwachungsinstallation im Tower..

wird das schon gemacht?

diverse Guidelines der Behörden für Airports sind ja überraschenderweise relativ neu..obwohl es das Equipment dazu ja schon sehr lang gibt ( geben müsste..)


http://www.faa.gov/regulations_policies/advisory_circulars/index.cfm/go/document.information/documentID/1020346

http://easa.europa.eu/essi/ecast/main-page-2/runway-incursion-prevention/
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 1553
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BeitragVerfasst am: Di Okt 21, 2014 14:43:42 
Titel: Na, was soll das beste "Runway Incursion ...
Antworten mit Zitat

Sytem" der Welt nutzen, wenn ein blunzenfetter Typ mit dem Schneepflug ohne Freigabe auf die Piste brettert?
Also in Wien ist es so, dass ALLE Fahrzeuge, die routinemäßig auf den Bewegungsflächen (also Rollwege und Pisten) unterwegs sind, mit Transpondern mit einem fixen Code ausgestattet sind. Auch diese dürfen die Bewegungsflächen nur nach Freigabe über Funk durch den Tower befahren. Durch diesen fixen Code werden sie am Bodenradar (SMR) als "FBL4", "Flusi 2", "FIRE7" usw. dargestellt.
Ein "Runway Incursion Alert" wird ausgelöst, wenn ein Fahrzeug/Flugzeug den Rollhalt überrollt, ohne dass die Leuchtbaken vom Lotsen ausgeschaltet wurden (Magnetschleifen im Boden). Also auch bei Nullsicht durchaus sicher; gegen besoffene Flughafenarbeiter mit Zündschlüsseln ist freilich kein Kraut gewachsen. Wenn ich mir auf Google Earth Vnukovo ansehe, kann ich mir denken, WO das passiert ist, und das der Schneepflugfahrer von der Betriebsstraße auf die active runway eingebogen ist, und zwar zeitlich so knapp, dass es keine Reaktionsmöglichkeit gab. Und wenn der eine der wenigen Betriebsstraßenzufahrten zur Piste genommen hat, die nämlich gar keine Leuchtbaken HABEN (die gibt´s nämlich nur an den Rollwegmündungen zur Piste primär für die Flugzeuge), dann darf die Frage gestellt werden, wieso es so etwas überhaupt noch gibt.
Andererseits weltweit fahren zehntausende Flughafenbedienstete täglich hunderttausende Kilometer auf den Flughäfen dieser Welt herum, ohne das soetwas passiert. Also offenbar funktioniert das bisherige System.
Und gegen Besoffene und Kinder ist eben kein Kraut gewachsen...
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Okt 21, 2014 15:16:17 
Titel: Danke...
Antworten mit Zitat

es scheint ja auf jedem Flughafen ein bissel anders zu sein…

gut, was das betrifft:

Zitat:
...wenn ein blunzenfetter Typ mit dem Schneepflug ohne Freigabe auf die Piste brettert? ...


meine, da muss man noch sehr vorsichtig sein, was diese Meldungen betrifft…kann so gewesen sein, muss aber nicht..

in jedem Fall, wenn in Vnukovo sowas passiert, kann man davon ausgehen, dass das restlos geklärt werden wird…weil wenn dort was passiert wird Putin & Co im Kreml sehr unwohl, weil den Flughafen benutzen sie selbst jeden Tag, entweder offiziell mit den russischen Regierungsmaschinen, oder mit ihren persönlichen kuscheligen Privatjets..

also da wird man sehr bald wissen, was wirklich Sache war..

Fakten dürften sein, dass die französische Falcon im Take-Off Run auf ein Hindernis auf der Piste getroffen ist, den besagten Schneepflug, der dort zu dem Zeitpunkt sicher nicht sein hätte dürfen…aber aus irgendeinem Grund doch dort war…und bei 350 Meter Sicht, das scheint das Wetter zum Zeitpunkt des Unglücks gewesen zu sein, hatte der Flieger keine Chance das Hindernis rechtzeitig zu sehen…

tragisch…

http://www.themoscowtimes.com/news/article/snow-plough-driver-denies-being-drunk-during-total-ceo-s-plane-crash/509804.html

ja, das hier wie hier beschrieben könnte das "underlying fundamental" dieses tragischen Unfalles sein..

http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/ceo-s-death-no-conspiracy-but-no-accident/509826.html
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Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Sa Nov 01, 2014 12:52:40 
Titel: suborbital mishaps...
Antworten mit Zitat

während vor ein paar Wochen Boeing und die NASA miterleben mussten, dass die alten noch aus der Sowietzeit stammenden russisch / ukrainischen NK-33 Raketenmotoren nicht mehr da Gelbe vom Ei sind..

hat es jetzt das Spaceship 2 erwischt während eines Testfluges..

auch hier scheint es noch ziemliche Probleme sowohl was den Raketenmotor als auch neuere Treibstoffe betrifft, zu geben..

paar interessante backgrounder zum Spaceship 2



http://www.parabolicarc.com/2014/10/30/apollo-ansari-hobbling-effects-giant-leaps/

http://www.popularmechanics.com/science/space/news/its-been-10-years-since-the-x-prize-so-where-is-my-space-taxi-17275369

http://aviationweek.com/commercial-space/investigation-spaceshiptwo-loss-gets-underway
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Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mo Nov 03, 2014 09:36:44 
Titel: Das Triebwerk und der Tank
Antworten mit Zitat

vom Spaceship 2 sind aber nun intakt gefunden worden..

man vermutet nun eine fehlerhafte vorzeitige Auslösung des Flügelschwenkmechanismus als Ursache..

Zitat:
...MOJAVE Calif. (Reuters) - The investigation into last week's deadly crash of the Virgin Galactic spaceship has found that the "feathering" function to help it descend into the atmosphere from space was deployed early, the National Transportation Safety Board said on Sunday.

SpaceShipTwo's rotating tail boom, a key safety feature for re-entering the atmosphere, inadvertently rotated early, said Christopher Hart, the acting chairman of the NTSB.

The federal agency is leading the investigation into what caused the spacecraft to crash in California's Mojave Desert during a test flight on Friday, killing one pilot and badly injuring the other.

Virgin Galactic is the fledgling space tourism company of billionaire entrepreneur Richard Branson.

Hart told a news conference late on Sunday investigators had determined the "feathering" system should have been deployed when the vehicle was traveling about 1.4 times the speed of sound. Instead, the feather began rotating when the vehicle was traveling at Mach 1, he said.

The system, which folds the vehicle in half to create more atmospheric drag, was unlocked early by the co-pilot but a second command to move the feather handle into position was not sent, he said.

Investigators also recovered SpaceShipTwo’s propellant tanks and engine intact, indicating there was no explosion.

"The engine burn was normal up until the extension of the feathers," Hart told reporters.

He emphasized that the NTSB was not saying the early deployment of the ship’s feather was the cause of the accident and stressed that the investigation was in its earliest stages……..


http://news.yahoo.com/virgin-galactic-ceo-sees-spacecraft-ready-next-011858400.html

http://www.flightglobal.com/news/articles/spaceshiptwo-broke-up-after-tail-feathers-moved-405526/
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 15, 2014 15:10:27 
Titel: Space Ship Two
Antworten mit Zitat

interessanter Artikel..

Zitat:
...The NTSB determined that shortly after the ignition of its rocket motor, the vehicle’s movable twin tail-booms unexpectedly deployed into an upward-canted “feathering” position, over-stressing the airframe and causing it to break apart. Although the tail-booms on SS2 are designed to move upward as part of the carefree reentry system designed by Scaled founder Burt Rutan, the feathering device is normally activated outside of the sensible atmosphere before the vehicle begins its descent. Although the feathering system has been deliberately deployed supersonically during earlier powered flight tests of SS2, previous activation either occurred in thinner air at higher altitudes, or at much slower speeds than the ill-fated flight on Oct. 31……..


http://aviationweek.com/commercial-aviation/spaceshiptwo-probe-focuses-human-factors-test-procedures
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CHH
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BeitragVerfasst am: Do März 19, 2015 11:18:45 
Titel: Zum TLP 15-1 crash @ Llanos AB, Spain
Antworten mit Zitat

Lakenheath airmen bekam Airmen Medal für die Rettung dreier französischer Soldaten aus den Flammen.
Chapeau...!!! biggrin thumpup
AF Bericht über den Airman und seinen selbstlosen Einsatz
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BeitragVerfasst am: Di März 24, 2015 14:13:55 
Titel: Germanwings Airbus A320 in Südostfrankreich verunglückt...
Antworten mit Zitat

Und das bei so einer Qualitätsairline...
ORF.at
Da ist man beinahe versucht zu hoffen, dass es höhrere Gewalt war. Das ändert zwar gar nichts an der Tragödie, aber an den allgemeinen Folgen sowohl für die LH-Gruppe als auch für Airbus.
Die LH-Gruppe schüttelt es derzeit eh´ heftig durch und wenn sich da in Folge dieses Problems einer LH-Maschine mit den Air-Data-Sensors herausstellt, dass diese Problem ursächlich war, wird´s bitter.
Denn wenn die alle temporär gegroundet werden müssten, bricht nicht nur im Transportwesen die Hölle los.
Ein Terroranschlag würde wenigstens bedeuten, dass sich die Karawane zwar geschockt, aber bald eben nur mehr murrend weiterbewegt, getreu dem Motto: "Da kannst eh´ nix machen..."
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BeitragVerfasst am: Do März 26, 2015 14:56:45 
Titel: es scheint nun traurige Gewissheit
Antworten mit Zitat

zu sein, dass der German Wings Unfall absichtlich vom Kopiloten verursacht worden ist..die französische Staatsanwaltschaft würde nicht so weit gehen, das in einer Pressekonferenz zu behaupten, wenn die CVR Aufzeichnungen da nicht "wasserdicht" wären..

sowas möchte man sich in unserer Branche nicht vorstellen…

man wird wohl, unter Anderem für solche Freak Szenarien die wirklich hinterfragenswerten Cockpittüren seit 9/11 überarbeiten müssen…das war meiner Meinung nach keine wirklich sinnvolle anlassbezogene Installation…

sehr kompetent hinterfragt in diesem Beitrag hier…

http://www.austrianwings.info/2014/05/verriegelte-cockpittueren-notwendigkeit-oder-gar-sicherheitsrisiko/

und es werden Heerscharen von Psychologen "Screenings" von Airlines für Pilotananwärter analysieren…nur um daraufzukommen, dass man in solchen Extremfällen nicht wirklich in Menschen hineinschauen kann…

http://aviation-business-gazette.com/A44/B58/Pilot-Andreas-Guenter-Lubitz-Rheinland-Pfalz-.html

es ist zu hoffen, dass solche dramatischen Ursachen für Flugzeugkatastrophen die absolute Ausnahme bleiben werden…

man will sich ja SOLCHE Szenarien nicht vorstellen…persönlich war ich bis heute überzeugt davon, dass es sich bei diesem Unfall um den tragischen Ausgang eines Rapid Decompression Events gehandelt hätte…mit sowas kann ich was anfangen, bei sowas kann man alles mögliche verbessern technischerseits, damit es weniger oft vorkommt..

aber in dem Fall hier..?

http://www.flightglobal.com/news/articles/co-pilot-initiated-germanwings-a32039s-descent-french-410599/

aber vielleicht war es doch nicht Absicht, sondern der Mann war, obwohl er laut CVR Aufzeichnungen geamtmet hatte irgendwie plötzlich ausser Gefecht gesetzt gesundheitlich..was Schlechtes gegessen, oder was weiss ich…it just does not sound right for me...
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StefanT
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Anmeldungsdatum: 08.08.2004
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BeitragVerfasst am: Do März 26, 2015 16:31:38 
Titel: schlimm genug
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Ich habe mich bewusst aus den "Diskussionen" in diversen Foren rausgehalten, weil ich mich an pietätlosen Spekulationen (auch von "Experten"), die auch in diversen"Qualitätsmedien" auftreten, distanzieren möchte.

Man kann davon ausgehen, dass die zuständigen Behörden und involvierte Unternehmen alles in ihrer Macht stehende tun werden, um diese Tragödie so gut wie möglich aufzuklären. Vielleicht gelingt es auch, nachhaltige Schlüsse aus der Untersuchung zu ziehen und Verbesserungen auszuarbeiten, z.B. Handhabung der Cockpittür. Eines muss einem jedoch bewusst sein: 100%ige Sicherheit wird es auch in der Luftfahrt nie geben....
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do März 26, 2015 17:17:59 
Titel: naja….
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es ist wirklich müssig darüber zu spekulieren…

Das was die französische Staatsanwaltschaft offenbar nach einer ersten, aber sicher profunden Analyse des CVR nun festgestellt hat…

Auch diese Analyse kann noch fehlerhaft sein..

Falls der FDR gefunden wird und ausgewertet wird, kann rein theoretisch noch immer rauskommen, dass der Flieger eventuell eine schleichende Decomp gehabt, die den Copiloten völlig unlogisch handeln hat lassen…

bekommt ein Briefing für den Approach ist schon halb dully, glaubt dann jetzt habe der Approach zu beginnen, beginnt dann einen Descent…und drückt im Dusel versehentlich den Türknopf Richtung "verschliessen" statt öffnen..auf die Aufforderung des Kapitäns ihn reinzulassen...

wer mal in einer Unterdruckkammer längere Zeit auf 25.000 FT verbracht hat, weiss wie er sich beim Debrief danach gewundert hat, was er alles für Blödsinn geschrieben und gebrabbelt hat..während er "hypoxic"war...

OK, sorry das ist jetzt auch reine Spekulation entgegen meiner Linie, aber das was die französische Staatsanwaltschaft sagt, ist eben ein Albtraumszenario, von dem ich hoffe, dass es sich doch nicht bewahrheitet…

was gegen meine Spekulation spricht ist natürlich im Falle eine schleichenden Decomp müsste man auf dem CVR ein Cabin Alt Warning hören…, wenn's funktioniert hat
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Viper
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BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2015 00:00:10 
Titel: normalerweise
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ist mir "Spekulieren" nach solchen Vorfällen ohne gesicherte Daten fremd…

aber es gab eben heute eine eindeutige Aussage der französischen Staatsanwaltschaft…und damit kann man seriös zum Diskutieren anfangen

Ein Staatsanwalt ist KEIN Luftfahrtexperte…

Ich habe mir die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft sehr genau im Original angehört….

Sollte nicht "mehr" auf dem CVR sein, als dass man hört wie der Pilot nach hinten in die Kabine geht, und danach nicht mehr ins Cockpit kommt…und der Copilot nicht mehr ansprechbar ist, und trotz Aufforderung die Tür nicht öffnet…in dem Falle halte ich die Aussagen der Staatsanwaltschaft für sehr verfrüht und gewagt…


Man hätte das Auffinden des FDR und die Datenauswertung des FDR abwarten müssen…


man kann nach wie vor z.B. eine "slow decomp" bereits im Climb nicht ausschliessen…man weiss auch nicht was in der Cabin los war, und den Zerstörungen nach zu schliessen ist es bis jetzt wahrscheinlich unmöglich gewesen forensisch festzustellen ob eventuell einige Passagier O2 Masks aufgehabt haben…

wenn die BEA und die Staatsanwaltschaft nicht zusätzliche "wasserdichte" Infos vom CVR haben, die bis jetzt nicht veröffentlicht wurden, dann kann sich die heutige Pressekonferenz der französischen Staatsanwaltschaft noch immer als voreiliger sehr peinlicher und nicht akzeptabler Schuss ins Knie herausstellen…

aber alle Medien und die Öffentlichkeit hyperventilieren…

das ist zum derzeitigen Stand der Untersuchungen eher ein Skandal...
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nacktmull70
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Beiträge: 348

BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2015 01:43:42 
Titel: Re: normalerweise
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Viper hat folgendes geschrieben:

das ist zum derzeitigen Stand der Untersuchungen eher ein Skandal...


Es ist eigentlich davon auszugehen, dass die Ermittler mehr Informationen haben, als sie herausgeben.

Falls aber tatsächlich nicht mehr Informationen vorliegen, als schon bekannt geworden sind, dann teile ich Deine Meinung, dass das mit dem Suizid nicht so sicher ist, wie alle tun. Es gibt neurologische Notfälle, die auch zu praktisch exakt diesem Hergang hätten führen können. Hirnblutungen verschiedener Art, und Schlaganfälle. In manchen Fällen kann der Verlauf dieser Ereignisse so sein, dass sich zuerst das Bewusstsein eintrübt, aber man noch kurz (eingeschränkt) handlungsfähig ist.

Das ist insbesondere deswegen interessant, weil die Symptome denen gleichen können, die man bei Druckverlust bzw. Sauerstoff-Mangel hat (ein Schlaganfall löst ja letztlich einen Sauerstoffmangel im Hirn aus). Ich halte es daher für zumindest denkbar, dass der Kopilot einen derartigen medizinischen Notfall hatte, und in den letzten handlungsfähigen Sekunden vor der Bewusstlosigkeit noch einen Sinkflug ausgelöst hat. Im irrigen Glauben, dass ein Problem mit dem Kabinendruck der Auslöser von Symptomen wäre, die er bei sich selbst bemerkt hat.

Es kann bei so einem Notfall auch gut sein, dass der Patient noch eine Zeitlang durchaus ruhig atmet, trotz Bewusstlosigkeit. Früher oder später setzt natürlich auch die Atmung aus, aber meist nicht sofort.

Das würde die (zu) ruhige Atmung des „Selbstmörders“ erklären. Und auch die ungewöhnliche Flugbahn: einfach geradeaus in den Berg. Suizid ginge spektakulärer (und schneller) auch.

Wieso hat der Kapitän es dann nicht mehr ins Cockpit geschafft, wenn drin nur ein Bewusstloser war, der ihn nicht aktiv aussperren konnte? Viel Zeit hatte er jedenfalls nicht - vielleicht hat er damit Zeit verloren, zuerst zu klopfen und nicht gleich den Override zu versuchen. Und dann die Nerven verloren, und das mit dem Code verbockt. Wäre im Stress leider nur zu denkbar. Soll heissen: solange nicht definitiv die Geräusche zu hören sind, dass der FO den Schalter für die Türverriegelung betätigt um den Kapitän draussen zu halten, wäre ich mit der Suizid-Theorie vorsichtig.

Kann aber leider auch gut sein, dass der sie nicht alle hatte, und das tatsächlich ein Massenmord war.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2015 02:52:15 
Titel: ja...
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nacktmull70 hat geschrieben

Zitat:
...Das ist insbesondere deswegen interessant, weil die Symptome denen gleichen können, die man bei Druckverlust bzw. Sauerstoff-Mangel hat (ein Schlaganfall löst ja letztlich einen Sauerstoffmangel im Hirn aus). Ich halte es daher für zumindest denkbar, dass der Kopilot einen derartigen medizinischen Notfall hatte, und in den letzten handlungsfähigen Sekunden vor der Bewusstlosigkeit noch einen Sinkflug ausgelöst hat. Im irrigen Glauben, dass ein Problem mit dem Kabinendruck der Auslöser von Symptomen wäre, die er bei sich selbst bemerkt hat. ….


das mein ich ja, das könnte doch noch eine gewisse Wahrscheinlichkiet sein, die man zumindest bevor man den FDR gefunden und ausgewertet hat defintiv in Betracht ziehen muss….

Hypoxia kann genau das bewirken, was diese Handlungen betrifft…

ein "decomp event", ein langsamer, schleichender halt, ist durchaus noch drinnen bei dem Szenario…


mich hat stutzig gemacht als der Staatsanwalt schilderte die Crew hätte bevor der PIC das Cockpit verlassen hat, ein Approach Briefing für den Anflug auf Düsseldorf gemacht…völlig unlogisch das bei einem mehrstündigen Flug zu machen, bevor man noch auf Reiseflughöhe angekommen ist….das macht man vor oder im Sinkflug mit der letzten ATIS….falls der Staatsanwalt da vielleicht sich ungeschickt ausgedrückt hat ( und es war ein anderes Briefing), OK, falls die aber vor dem Top of Climb wirklich ein Approach Briefing gemacht haben, wäre das ein Indiz, dass beide schon wegen O2 Mangels gaga waren, der eine mehr der andere weniger,…und der Copilot im Hypoxia Dusel dann einen Descent angefangen hat in der Meinung sie wären schon da….

und, dass ein Pilot unter Sauerstoffmangel die Schei… Cockpit Locking Door Logic nicht mehr schnallt und nicht mehr aufmacht, oder noch zumacht extra ist auch vorstellbar…

Und Reden tut man unter Hypoxia nicht mehr, man bildet sich ein man würde reden, tut es aber nicht...

weil was in der Cabin hinten los war, lässt sich aufgrund der CVR Aufzeichnungen nur sehr grob schätzen..

Der PIC fühlt sich schon den ganzen Climb von FL200 an in die Levels nicht wohl ist aber noch irgendwie beinand…nehmen wir an die Cabin Altitude hat zu dem Zeitpunkt bei einer "slow decomp" 18K oder 2o K Ft erreicht, also er steht auf geht nach hinten, die Tür zum Cockpit geht zu, hinten nimmt er eventuell noch wahr, dass einige Pax auf O2 sind und die Masken runterhängen, ein FA gibt dem PIC eine portable Bottle hängt sie ihm um, der kommt ganz zu sich, schnallt die Lage, weiss, dass der Kollege vorn eingesperrt ist, respektive er selbst ausgesperrt ist, und der Kollege vorn keine Maske im Gesicht hat, das heisst im neverending Dreamland..…falls es sich so abgespielt haben sollte, weiss man das erst wenn man die klitzekeinen Wrack- und Leichenteile untersucht hat und einen valid FDR Download hat hat...

Zitat:
...Kann aber leider auch gut sein, dass der sie nicht alle hatte, und das tatsächlich ein Massenmord war….


klar, das mag derzeit anhand der bisher bekannten Indizien wirklich zu vermuten sein…mit der Einschränkung, dass im Gegensatz zu Selbstmordattentätern die ideologisch handeln, jemand der einen psychotischen Schub hat, und nach einem Impuls handelt, und sowas müsste es gewesen sein, der konnte ja nicht wissen dass der PIC aufs Häusl geht, ich in der Bewertung und Ursachenforschung einen Unterschied machen würde..

aber für die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft dieses Inhalts war es meiner Meinung nach noch viel zu früh…weil mehr als den CVR und ein paar Transponder- und ATC Daten haben sie bis dato ja offenbar nicht…

Eines lässt sich jetzt schon sicher sagen…

diese vertrottelten harten Cockpit Türen und daran hängende Procedures werden sie schleunigst ändern jetzt…..
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nacktmull70
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BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2015 12:04:27 
Titel: Re: ja...
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Viper hat folgendes geschrieben:

ein "decomp event", ein langsamer, schleichender halt, ist durchaus noch drinnen bei dem Szenario…


Im Ernst? Ich dachte immer, dass da im Cockpit zumindest ein audible alert losgehen würde, wenn hinten bei den Passagieren die Masken runterfallen. Und das hätte man am CVR gehört? Und ein Doppelfehler (langsamer decomp event UND die Sensorik ist defekt) ist schon wieder sehr weit her geholt.

Was mich persönlich noch an der Sache mit dem Selbstmord ein bisschen zweifeln lässt, ist die Sache mit dem Knall kurz vor dem Aufschlag. Der wurde (durchaus vernünftigerweise, mMn) so gedeutet, dass die Kiste ein paar Sekunden vor dem eigentlichen Impact schon Kontakt mit irgend was hatte: Bäume, Stromleitung, ein Grat vom Nachbartal.

Es ist ja noch irgendwie vorstellbar, dass jemand so einen an der Waffel hat, dass er via einem vergleichsweise langsamen und schnurgeraden Sinkflug Massen- samt Selbstmord begeht. Aber dass der Betreffende dann kurz vor dem Aufschlag nicht eingreift, und die Maschine wenigstens frontal gegen die nächste Felswand steuert, finde ich eigenartig. Das letzte, was man dann haben will ist ein nicht völlig zerstörerischer Aufschlag. Berghang gestreift, und es gibt am Ende Überlebende. Am Ende noch man selber.

Rein vom psychologischen her kann ich mir fast nicht vorstellen, dass ein handlungsfähiger Pilot vorne sitzt, und bei einem *bis zum letzten Moment* schnurgeraden Flug in den Boden zuschaut.

Andererseits: bei geistigen Erkrankungen hören sich Spekulationen halt auch leider auf. Derartig Erkrankte tun bisweilen Dinge, die sich jeder Nachvollziehbarkeit verschliessen.
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