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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1825
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 18:07:31 
Titel: SOF unter Österreichischem Kommando!
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Wie gehört, übernehmen die unsrigen das Kommando über die SOF's vor Ort.................
http://www.vol.at/news/politik/artikel/kommando-ueber-eufor-trupps-im-tschad-an-oesterreich/cn/apa-114112634


Ähm also ich mein ja nur.........Das Jagdkommando mit SAS und SEALS in einem Satz zu vergleichen find ich bei allem etwas übertrieben......nix gegen die unsrigen, aber mit den PROFIS können sie einfach net mithalten!


Macht dieses "Kommando" sinn?
Was befähigt die unsrigen dazu?
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"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
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klausheinz
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Anmeldungsdatum: 06.05.2007
Beiträge: 104
Wohnort: auf der rechten Elbeseite in Sachsen ...

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 18:25:39 
Titel:
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Auch gut ist der Witz das GSG-9 zu erwähnen. Eine Polizeieinheit vergleichen mit Armeeeinheiten. Sehr gut!
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KingAir
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Anmeldungsdatum: 23.12.2004
Beiträge: 235
Wohnort: 1 nm von LOWA entfernt

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 18:28:09 
Titel: Assmann als CEO
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Naja - würde das nicht überbewerten - Einer muss ja das Kommando übernehmen - Assmann war ja auch schon in Tirana in Albanien und hat da Auslandserfahrung -(nur damals hat er 15 kg. weniger gewogen..) vielleicht weil wir auch so000 neutral sind oder so... Rolling Eyes

klingt hier, in aller Doppelzüngigkeit , als Ehrenvorsitz in einen SPAR-Verein lol biggrin 0,7 % BIP Budget...

lg. Kingair
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twin engines have more fun
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wuestenfuchs
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Anmeldungsdatum: 07.02.2008
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 19:38:01 
Titel:
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also SAS und SEALS sind ja sowieso net mit dabei ( "Frankreich, Irland, Schweden und Finnland") und die kochen auch nur mit wasser, wobei die franzosen wohl mehr kampferfahrung haben werden...
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 19:38:46 
Titel:
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Das mit dem GSG-9 rührt wahrscheinlich daher dass es viel älter ist als das KSK. Und um das KSK wird nicht viel Werbung gemacht.

Das Jagdkommando mit dem SAS und den SEALs zu vergleichen ist einfach nur dumm da diese Einheiten alle verschiedene Aufträge haben. Allein schon eine Marinespezialeinheit mit den Special Forces der Alpenrepublik zu vergleichen....Aber an der Kompetenz des Jako würde ich nicht zweifeln, Erfahrung ist vorhanden bis auf die Wüste...Das Jako ist aber von allen Special Forces weltweit anerkannt.
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wuestenfuchs
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Anmeldungsdatum: 07.02.2008
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 20:01:07 
Titel:
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wobei man sagen muss, dass die aufgaben der SEALs weit über "kampfschwimmen" hinausgehen.

der vergleich is halt insofern legitim, als es sich bei beiden um "spezialeinheiten" handelt. eine weitere aufdifferenzierung haben da eigentlich fast nur die amis
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Porsche
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 712

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 20:41:13 
Titel:
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Also die GSG9 würde ich da nicht zu gering schätzen, die haben durchaus auch militärisches know how. Viele GSGler haben entweder teilweise oder die vollständige SAS Ausbildung. Sie haben bei der Aufstellung der Delta Force und des Seal Team 6 geholfen.

Zu ihren Aufgaben gehört z.B. die Sicherung der deutschen Botschaft im Irak.

Die sind sicher nicht ohne.

Was Jagdkommando im Vergleich Seals angeht, hat das Jagdkommando keine Kampfschwimmer.
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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1825
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 20:50:22 
Titel:
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du meinst wohl umgekehrt........
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wuestenfuchs
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Anmeldungsdatum: 07.02.2008
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 20:59:00 
Titel:
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Porsche hat folgendes geschrieben:
Was Jagdkommando im Vergleich Seals angeht, hat das Jagdkommando keine Kampfschwimmer.

also das ist definitiv unrichtig.
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 22:02:41 
Titel:
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Kampftaucher hat das Jako, sogar eine eigene Abteilung. Aber spezialisiert auf Binnengewässer.
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Damo
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Anmeldungsdatum: 31.10.2007
Beiträge: 328
Wohnort: NÖ-Süd (südl. von LOXN)

BeitragVerfasst am: Mi Apr 09, 2008 22:09:49 
Titel:
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Raveman hat folgendes geschrieben:
Kampftaucher hat das Jako, sogar eine eigene Abteilung. Aber spezialisiert auf Binnengewässer.


und Strömungstauchen in Flüssen (zB Donau)
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"Macht ohne Missbrauch verliert an Reiz".(Paul Valéry)

Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm, ich halt’ sie arm! (Reinhard Mey)
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Nikolaus
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 13:48:06 
Titel:
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Das Jagdkommando ist sicher gut, für die Verhältnisse des restlichen BH vielleicht sogar sehr gut, aber mit Eliteeinheiten, die sich seit Jahrzehnten fast durchgehend in Einsätzen (damit meine ich *richtige* Einsätze) befinden, kann es natürlich aus mehrern Gründen nicht mithalten:

* Viel weniger Einsatzerfahrung, v.a. in Konflikten hoher Intensität
* Weniger rigide Personalauswahl
* Erheblich kürzere Ausbildung
* Ausbildung v.a. in Österreich, weniger Teilnahme an Austauschprogrammen etc.
* Schlechtere Ausrüstung (v.a. alles, was über die Mannesausrüstung hinausgeht)
* Kein wirklich vorhandener organisatorischer Überbau
* Ausbildungsfocus klar auf Einsätze im Inland

Das Jagdkommando spielt für mich generell in der zweiten Liga mit, in Teilbereichen (z.B. Gebirgskampf) aber sicher auch in der ersten.
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Helmut
Administrator
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 14:04:25 
Titel:
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Ich finde (mal wieder) ihr unterschätzt die Burschen.

Unser JAKO sind seit Jahren, eigentlich seit der Gründung, ständig irgendwo im Ausland, und zwar auch in gefährlichen Situationen - Waffenschmuggler im Kosovo jagen etc., das sind Gegner die sehr wohl zurückschiessen und auch verhältnismäßig gut bewaffnet sind.

Auch in Somalia waren unsere unter Feuer, und nach wie vor sterben jedes Jahr JAKO-Soldaten im Dienst, und zwar nicht nur an Unfällen oder Minen.

Das einzige was wir nicht haben, die Franzosen, Amerikaner und Briten doch, sind "Kriegseinsätze" gegen große organisierte feindliche Strukture. Damit ist der Tschad aber nicht vergleichbar. Der Tschad entspricht im Gegenteil den klassischen Jako-Aufgaben, friedenssichernde Missionen durch SOF zu unterstützen. Und da haben die anderen Länder teilweise sogar WENIGER Erfahrung.

Personalauswahl und Ausbildung entsprechen durchaus internationalen Standards, Teilnahme an Auslandstrainings und Erfahrungsaustausch mit anderen Einheiten wird hochgehalten.

Auch den "Ausbildungsfokus auf Einsätze im Inland" halte ich für ein Gerücht. Das Jako bildet Leute an einer internationalen Waffensammlung aus, da sind Sachen drin die man hier kaum je sehen würde. Es gibt eigene Zuordnungen zu Klimagebieten für die einzelnen Gruppen, und dahingehende Ausbildung.

Also was genau die SEALs so viel mehr können, oder die GIGN, das wüsste ich nicht. Ja, wenn's darum geht aus einem U-Boot auszusteigen und einen feindlichen Hafen lahmzulegen, nehme ich eher die SEALs. Aber für den Support einer friedenssicherenden Mission sind unsere grad richtig und auch die Ausrüstung vollkommen ausreichend.
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BSLion
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Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 309
Wohnort: Braunschweig

BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 14:32:43 
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Es ist doch immer wieder lustig. Diese Art der Diskussionen erinnert mich teilweise an "wer hat den längsten..."!

Ich persönlich finde es schwierig Einheiten wir SAS, SEAL`s, KSK, GIGN ect. miteinander zu vergleichen.

Das Jagdkommando verfügt über gut ausgebildete Soldaten, ohne Frage. Ausrüstungstechnisch versucht man auf dem aktuellen Stand zu sein.

Mangels Alternativen greift man jedoch beim Bundesheer immer wieder auf das JaKo zurück. Einsätze die bei anderen Armeen (ich nenne hier einmal die Bundeswehr) z.B. von Fallschirmjägern, Fallschirmspezialzügen, Jägern bzw. Gebirgsjägern (GebJg sind in D ausgebildet für den Einsatz im Gebirge/Hochgebirge, Dschungelkampf, Wüstenkampf und teils unter arktischen Bedingungen) ausgeführt werden, muss das JaKo übernehmen.

Was den Einstz im Tschad betrifft, wird es sich bei den "Special Operations" hauptsächlich um Aufklärungs-/Fernspähaufträge handeln und die Abwehr asymetrischer Bedrohungen.

Defizite beim Jagdkommando sind sicherlich fehlende HALO-Kenntnisse, keine triphibische Erfahrung (wozu auch als Binnenland) und Unterfinanzierung. Hier ist die Führung gefragt, diese Defizite mittelfristig zu beseitigen.

Das über Einsätze des JaKo geschwiegen wird ist prinzipiell normal. Hier in Deutschland wird wesentlich restriktiver mit Informationen umgegangen, die sich auf KSK- und Kampfschwimmer-Einsätze beziehen. Nur sporadisch erfährt man über Umwege von Einsätzen (Nordafghanistan, Kosovo, Somalia, Algerien, Mali usw.).

Ich gebe Helmut recht, diese Männer nicht zu unterschätzen. Das Problem ist nur, das sie nicht alles erhalten was Sie für Ihre Aufgaben benötigen. Und das ist bedauerlich.
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Nikolaus
Gast





BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 15:07:17 
Titel:
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Unser JAKO sind seit Jahren, eigentlich seit der Gründung, ständig irgendwo im Ausland, und zwar auch in gefährlichen Situationen - Waffenschmuggler im Kosovo jagen etc., das sind Gegner die sehr wohl zurückschiessen und auch verhältnismäßig gut bewaffnet sind.
...
Das einzige was wir nicht haben, die Franzosen, Amerikaner und Briten doch, sind "Kriegseinsätze" gegen große organisierte feindliche Strukture.


Zwischen dem Bekämpfen von Schmugglern im Kosovo und von langer Hand geplanten Kommandoaktionen in anderen Erdteilen liegen aber schon Welten. Dafür ist das Jagdkommando als Einheit aber weder ausgebildet, noch ausgerüstet. Einzelne Soldaten haben diese Fähigkeiten aber schon. Die Einheit als ganzes ist natürlich nicht für Dschungelkampf o.ä. ausgebildet. Die in Österreich zu erwartenden Aufgaben können natürlich alle hochprofessionell erledigt werden.

Zitat:
Damit ist der Tschad aber nicht vergleichbar. Der Tschad entspricht im Gegenteil den klassischen Jako-Aufgaben, friedenssichernde Missionen durch SOF zu unterstützen. Und da haben die anderen Länder teilweise sogar WENIGER Erfahrung.


Wäre mir neu, dass das Unterstützen von friedenssichernden Einsätzen zu den Kernaufgaben von Kommandosoldaten gehört. Bis auf "Aufklärung" und (wir wollen es nicht hoffen) "Befreien von Gefangenen" sind das dort klassische (Heugabel-)Infanterieaufgaben, die eigentlich keine Spezialeinsatzkräfte erfordern. Das Jagdkommando wird deswegen runter geschickt, weil das die einzigen sind, die geimpft sind und denen man so einen Einsatz ohne gröbere Fehler und Verluste zutraut. Andere Länder könnten so etwas als Missbrauch ihrer raren und teuren Kommandokräfte sehen. Zumindest, wenn der Einsatz länger dauern sollte.

Zitat:
Personalauswahl und Ausbildung entsprechen durchaus internationalen Standards


Das stimmt definitiv nicht. Zumindest nicht, was die erste Liga angeht. Das SAS hat z.B. gerade einmal 300 Frontsoldaten.
Die Ausbildung hat wieder einen klaren Focus auf die Möglichkeiten, die im Inland geboten werden. Das SAS z.B. schickt seine Kommandosoldaten schon während der "Selection" (entspricht in etwa dem Jagdkommandogrundkurs) für mehrere Wochen in den Dschungel nach Brunei oder Malaysien.

Zitat:
Teilnahme an Auslandstrainings und Erfahrungsaustausch mit anderen Einheiten wird hochgehalten.


Hochgehalten ja, es gibt auch immer wieder Teilnahme an Kursen im Ausland. Systematische Trainings für alle Kommandokräfte im Ausland wären mit neu. In der NATO wird da erheblich mehr gemacht.

Zitat:
Auch den "Ausbildungsfokus auf Einsätze im Inland" halte ich für ein Gerücht. Das Jako bildet Leute an einer internationalen Waffensammlung aus, da sind Sachen drin die man hier kaum je sehen würde. Es gibt eigene Zuordnungen zu Klimagebieten für die einzelnen Gruppen, und dahingehende Ausbildung.


Das Jagdkommando hat natürlich einen Focus auf jene Einsätze, die im Inland zu erwarten sind. Sowohl was die Ausrüstung, als auch die Ausbildung betrifft. Hier ist aber etwas im Gange und man öffnet sich, einfach schon deswegen, weil Auslandseinsätze immer wahrscheinlicher und häufiger werden.

Natürlich werden Einzelpersonen und Teams auch für Out-Of-Area-Einsätze ausgebildet, aber das Jagdkommando als Einheit hat diese Fähigkeiten grundsätzlich nicht. Was nicht heißt, dass man solche Einsätze bei Bedarf nicht trotzdem durchführen kann. Andere Einheiten haben da aber sicher mehr Erfahrung.

Zitat:
Aber für den Support einer friedenssicherenden Mission sind unsere grad richtig und auch die Ausrüstung vollkommen ausreichend.


Für diesen Einsatz ist das sicher so. Die Frage ist eher, ob man dafür Kommandokräfte benötigt. In der Aufklärung, so wie sie derzeit betrieben wird, ist es natürlich sinnvoll.

Das Jagdkommando ist definitv eine Eliteeinheit und für die Möglichkeiten (v.a. in rechtlicher/politischer Hinsicht), die in Österreich vorherrschen, ist die erbrachte Leistung erstaunlich. Ich bin auch sicher, dass das Jagdkommando im internationalen Vergleich sehr gut dasteht. Aber in der ersten Liga spielen sie nicht mit. Wie auch, ohne richtige Armee herum.
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Nikolaus
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 15:13:41 
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BSLion hat folgendes geschrieben:
Defizite beim Jagdkommando sind sicherlich fehlende HALO-Kenntnisse, keine triphibische Erfahrung (wozu auch als Binnenland) und Unterfinanzierung. Hier ist die Führung gefragt, diese Defizite mittelfristig zu beseitigen.


Gerade was HALO betrifft, sehe ich eigentlich keine echten Defizite. Hier ist man recht gut aufgestellt. Generell ist die Fallschirmsprungausbildung sehr gut, v.a. was Sprünge unter schwierigen Bedingungen (z.B. Nachtabsprünge im Hochgebirge) betrifft.

Was die amphibische Aubildung betrifft, ist man speziell für Einsätze in Fließgewässern (z.B. Donau) ebenfalls sehr kompetent. Alles, was Salz hat, ist aber im Heer unbekannt, das stimmt sicher.

Zitat:
Das über Einsätze des JaKo geschwiegen wird ist prinzipiell normal. Hier in Deutschland wird wesentlich restriktiver mit Informationen umgegangen, die sich auf KSK- und Kampfschwimmer-Einsätze beziehen. Nur sporadisch erfährt man über Umwege von Einsätzen (Nordafghanistan, Kosovo, Somalia, Algerien, Mali usw.).


Das stimmt. Über das Jagdkommando wurde auch jahrzehntelang ein Mantel des Schweigens gehüllt. Leider hat man es dann als Marketinginstrument entdeckt, um die Generation "Counterstrike" für das Bundesheer begeistern zu können. Interessanterweise hat das nach meinem Empfinden unter dem derzeitigen Minister noch zugenommen. In anderen Ländern übernimmt diese Motivationsaufgabe aber die Filmindustrie wink
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Lord Helmchen
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 15:18:45 
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Also der letzte Satz bringts auf den Punkt........! So ist es.#
Ich unterschätze die Jungs nicht, da werde ich ev. falsch verstanden.
Leider ist bei der Truppe viel "möchte gern" dabei. Erfahrungsaustausch mit anderen Einheiten? WAS können die unsrigen austauschen?? Sie mögen, das steht ausser Zweifel, gut trainiert sein. Aber nix ist so gut für die Erfahrung wie der Einsatz.......und das fehlt der Truppe!!
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BSLion
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 15:32:46 
Titel:
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Zitat:
Gerade was HALO betrifft, sehe ich eigentlich keine echten Defizite


Defizite sehe ich hier schon. Viel zu wenig Sprünge im HALO Verfahren. Womit denn auch? Es stehen ja kaum Maschinen zur Verfügung um aus 7.000-9.000 m zu springen. Desweiteren wird zu wenig in moderne Sprungausrüstung, wie z.B. GPS-gesteuerte Gleit- und Lastenschirme investiert. Hier hinkt Ihr ziemlich hinterher.

Zitat:
Was die amphibische Aubildung betrifft, ist man speziell für Einsätze in Fließgewässern (z.B. Donau) ebenfalls sehr kompetent


Stimmt. Nur, dass 80% der internationalen Aufgaben auch von der offenen See her erfolgen können. Hier klafft eine erhebliche Fähigkeitslücke. Das Bundesher sollte versuchen bei Franzosen (Commando Hubert) und/oder Deutschen (SEK-M / Kampfschwimmer) Lehrgänge zu belegen um Grundfertigkeiten zu nerlangen (vorausgesetzt wenn man international mitspielen will).

Zitat:
Wäre mir neu, dass das Unterstützen von friedenssichernden Einsätzen zu den Kernaufgaben von Kommandosoldaten gehört. Bis auf "Aufklärung" und (wir wollen es nicht hoffen) "Befreien von Gefangenen" sind das dort klassische (Heugabel-)Infanterieaufgaben, die eigentlich keine Spezialeinsatzkräfte erfordern. Das Jagdkommando wird deswegen runter geschickt, weil das die einzigen sind, die geimpft sind und denen man so einen Einsatz ohne gröbere Fehler und Verluste zutraut. Andere Länder könnten so etwas als Missbrauch ihrer raren und teuren Kommandokräfte sehen. Zumindest, wenn der Einsatz länger dauern sollte


Nikolaus, Hier stimme ich Dir zu 150% zu. Das war auch der Grund, warum das KSK aus Ost-Afghanistan abgezogen wurde und jetzt im Norden gemeinsam mit Fallschirmjägern Aufklärung und Operationen zur Abwehr von asymetrischen Bedrohungen durchführt. Dies ist übrigens ein Grund der Zunahme von Angriffen in der Nähe von Kunduz. Die Burschen sind nämlich ziemlich erfolgreich beim Ausheben von Waffenlagern.
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Nikolaus
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 16:16:50 
Titel:
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BSLion hat folgendes geschrieben:
Defizite sehe ich hier schon. Viel zu wenig Sprünge im HALO Verfahren. Womit denn auch? Es stehen ja kaum Maschinen zur Verfügung um aus 7.000-9.000 m zu springen. Desweiteren wird zu wenig in moderne Sprungausrüstung, wie z.B. GPS-gesteuerte Gleit- und Lastenschirme investiert. Hier hinkt Ihr ziemlich hinterher.


Die Fernspäher springen aus diesen Höhen mit Sauerstoffgeräten, beheizten Anzügen etc. ab. Fracht wird an Schirmen über die Rampe der Hercules geschmissen (davon gibts sogar ein Video auf youtube).
Dass andere Armeen hier mehr Kompetenzen haben, schließe ich nicht aus, aber gerade diesen Bereich sehe ich nicht als das große Defizit.

Zitat:
Stimmt. Nur, dass 80% der internationalen Aufgaben auch von der offenen See her erfolgen können. Hier klafft eine erhebliche Fähigkeitslücke. Das Bundesher sollte versuchen bei Franzosen (Commando Hubert) und/oder Deutschen (SEK-M / Kampfschwimmer) Lehrgänge zu belegen um Grundfertigkeiten zu nerlangen (vorausgesetzt wenn man international mitspielen will).


Das stimmt sicher. Dafür hatten wir aber bisher schlichtweg keinen Bedarf und ich muss sagen, ich sehe den auch mittelfristig nicht wirklich. Wir haben weder Seestreitkräfte, noch Überseegebiete, noch sonst irgendeinen Bezug zu amphibischen Operationen auf See. Das wäre so, als würden die Niederlande eigene Hochgebirgseinheiten aufstellen, weil man die ja mal brauchen könnte.

Das Jagdkommando spürt meiner Meinung nach die fehlende militärpolitische Ausrichtung in diesem Land. Trainiert wird, was halt mit den vorhandenen Mitteln geht bzw. wofür man sich interessiert. Eine strategische Perspektive fehlt meines Wissens nach bzw. ist die vorhandene zu unspezifisch. Da hat es das KSK sicher besser.
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w4RLOCK
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Beiträge: 316
Wohnort: Deutschland/westfalen

BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 17:22:07 
Titel:
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in anbetracht der finanziellen und militärischen möglichkeiten ist das JaKo in jedem fall eine beachtenswerte truppe.nur das sich eine armee wie das öbh,die nichtmal neue feldküchen beschaffen kann ohne sich in alle richtungen über sinn oder unsinn dieser beschaffung rechtfertigen zu müssen,eine truppe halten will die sich mit dem SAS oder den SEALS messen kann scheint mir doch ein paar hausnummern zu hoch gegriffen....(just my 2 cents)
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 17:32:44 
Titel:
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Nikolaus hat folgendes geschrieben:
Wäre mir neu, dass das Unterstützen von friedenssichernden Einsätzen zu den Kernaufgaben von Kommandosoldaten gehört. Bis auf "Aufklärung" und (wir wollen es nicht hoffen) "Befreien von Gefangenen" sind das dort klassische (Heugabel-)Infanterieaufgaben, die eigentlich keine Spezialeinsatzkräfte erfordern.


Ich will gar net jeden einzelnen Punkt kommentieren, sonst geht das wieder endlos. Ich weiß aber das unser JaKo im Kosovo doch einige anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen hatte, zb. eben Waffen/Holzschmuggler bekämpfen, mobile Road-Checkpoints per Hubschrauber betreiben, und wahrscheinlich sogar den einen oder anderen Obergangster entweder festnehmen oder umnieten. Sowas macht unsere "Heugabelinfanterie" nicht, obwohl teilweise die 3e Kompanie JgB 25 zb. das können sollten.
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 17:35:57 
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Nikolaus hat folgendes geschrieben:
Fracht wird an Schirmen über die Rampe der Hercules geschmissen (davon gibts sogar ein Video auf youtube).


Muss da korrigieren, nach meinen aktuellen Infos haben wir für die Herkules kein einziges System, an dem man Fracht per Schirm abwerfen könnte. Gleitschirm/Sauerstoffspringen machen sie aber fleissig.
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pg
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 1558

BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 17:58:24 
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Nikolaus hat folgendes geschrieben:
* Kein wirklich vorhandener organisatorischer Überbau


??


BSLion hat folgendes geschrieben:
Mangels Alternativen greift man jedoch beim Bundesheer immer wieder auf das JaKo zurück.


Nein.
Regelmäßig ist das bei Vorauskommandos oder bei höheren Gefährdungsstufen der Fall. Waren genauso schon Kontingente des JgB 25 im Einsatz und die Masse der Soldaten in den AuslE sind keine Kommandosoldaten (soviele gibts auch nicht).
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Nikolaus
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 20:53:11 
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Nikolaus hat folgendes geschrieben:
* Kein wirklich vorhandener organisatorischer Überbau


Wir haben ja wohl kein ernstzunehmendes "Kommando Spezialeinsatzkräfte", das über entsprechende Aufklärungs-, Logistik-, Sanitäts- und sonstig notwendige Mittel verfügen würde. Das Jagdkommando steht mehr oder minder als Spezialtruppe irgendwo in der Organisation (relativ weit oben). Es fehlt das "Drumherum", wie z.B. speziell geschulte Hubschrauberkräfte etc.

BSLion hat folgendes geschrieben:
Nein.
Regelmäßig ist das bei Vorauskommandos oder bei höheren Gefährdungsstufen der Fall. Waren genauso schon Kontingente des JgB 25 im Einsatz und die Masse der Soldaten in den AuslE sind keine Kommandosoldaten (soviele gibts auch nicht).


Ich will es mal so ausdrücken: Die Briten würden wahrscheinlich nicht das SAS schicken, um im Kosovo Holzschmuggler zu jagen und mobile Checkpoints zu errichten. Das könnte innerhalb der British Army bzw. der RAF auch die eine oder andere Einheit genauso gut. Nur gibt es da bei uns für so etwas faktisch nur mehr Teile des JgB 25. Andere "bessere Infanterie" (Ausnahme vielleicht im Gebirge) haben wir nicht. Dass das so ist und man in der Führung nicht all zu viel Vertrauen in die anderen Jägerteile hat, kann man meiner Meinung nach am Abkommandieren des Jagdkommandos für solche "Bread and Butter"-Einsätze sehen.

Einige der Einsätze des Jagdkommandos, die an die Öffentlichkeit kamen (über die meisten weiß ich natürlich nicht Bescheid), waren eben keine "Spezialeinsätze" nach internationalem Verständnis, sondern vielleicht Einsätze mobiler Infanterie in höherer Gefährdungslage (aber weit weg von dem, wozu andere Armeen ihre Spezialeinsatzkräfte überhaupt erst mobilisieren würden).

Bitte nicht falsch verstehen: Ich will das Jagdkommando überhaupt nicht madig machen. Sie sind hochmotiviert und definitiv die besttrainierte Einheit des Bundesheeres. Hätten sie die entsprechenden Mittel, wäre ein Aufschließen zur Weltspitze nur eine Frage der Zeit. Mit den Möglichkeiten, die einem neutralen Kleinstaat ohne echte Armee zur Verfügung stehen, wurde erstaunliches geleistet. Fast alles davon kennen wir hier sowieso nicht bzw. dürfen wir nicht darüber reden.
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Nikolaus
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BeitragVerfasst am: Do Apr 10, 2008 21:11:30 
Titel:
Antworten mit Zitat

Helmut hat folgendes geschrieben:
Muss da korrigieren, nach meinen aktuellen Infos haben wir für die Herkules kein einziges System, an dem man Fracht per Schirm abwerfen könnte. Gleitschirm/Sauerstoffspringen machen sie aber fleissig.


Stimmt. Auf dem Video schmeißen sie die Palette aus der Heckklappe einer kleineren Maschine. Dürfte die fliegende Schuhschachtel sein. Wusste gar nicht, dass das geht bzw. ging.

Wer selber sehen will (Vorsicht: Video ist furchtbar zappelig geschnitten, bei Minute 01:30 ): http://youtube.com/watch?v=vHGrpGPgCdA
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