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Georg MADER-JDW
int. Luftfahrtjournalist
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Anmeldungsdatum: 25.07.2004
Beiträge: 1033
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Fr Feb 12, 2010 13:47:11 
Titel: Spindelegger rüffelt Darabos wegen Ausstiegsgebrabbel !!
Antworten mit Zitat



Spindelegger von Darabos „enttäuscht“
11. Februar 2010 | 16:40 | WIEN | Alexander Purger

Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) begann seine Karriere einst als Ministersekretär von Robert Lichal im Verteidigungsministerium. Die SN sprachen mit ihm über die Krise des Bundesheeres.

Herr Außenminister, sind Sie zufrieden mit dem gegenwärtigen Zustand des Heeres?

Spindelegger: Für mich als Außenminister ist die zentrale Frage, wie wir in Zukunft mit Soldaten im Rahmen der UNO präsent sind. Denn unsere Blauhelme sind ein Aushängeschild der österreichischen Außenpolitik. Ihr Einsatz wird international sehr geschätzt, das weiß ich vom Herrn UNO-Generalsekretär persönlich.

Haben Sie Zweifel daran, dass diese Auslandseinsätze fortgesetzt werden können?

Spindelegger: Unser militärisches Westbalkan-Engagement wird sich in den nächsten Jahren vermindern, weil die Einsätze im Kosovo und in Bosnien stark reduziert werden. Damit stellt sich die Frage: Wo engagieren wir uns in Zukunft? Konkret gibt es das Ersuchen der UNO, uns am Einsatz im Libanon zu beteiligen. Doch ich sehe dazu keine Bereitschaft im Verteidigungsministerium, sondern nur Verzögerungstaktik und unterschiedliche Meinungen. Das ist sehr schade.

Was verlangen Sie konkret?

Spindelegger: Ich bin ein bisschen enttäuscht, was die Haltung von Verteidigungsminister Norbert Darabos in dieser Frage betrifft. Auch er muss doch sehen, wie wichtig es für Österreich ist, sich in der UNO weiterhin stark zu engagieren. Ich erwarte mir von ihm ein Bekenntnis zum Erhalt und zum Ausbau unseres internationalen Engagements.

Ist der Einsatz im Libanon, wo vor wenigen Jahren noch Krieg herrschte, nicht zu gefährlich für österreichische Soldaten?

Spindelegger: Es ist kein unheikler Einsatz, das gebe ich zu. Aber wir haben Erfahrung in der Region, weil wir seit langem auf dem Golan stehen. Daher sind wir von der UNO gefragt worden, ob wir statt eines belgischen Kontingents, das abgelöst wird, für eine begrenzte Zeit in den Libanon gehen könnten. Ich halte das für eine interessante Aufgabe.

Sie kommen aus dem Verteidigungsministerium. Wie sehen Sie die Lage des Heeres heute?

Spindelegger: Ich höre mit großem Schrecken, was dort offensichtlich vorgeht. Durch die schlechten Unterkünfte für Soldaten sinkt ja immer mehr die Bereitschaft der jungen Männer, Präsenzdienst zu leisten. Ich erwarte mir vom Verteidigungsminister daher ein klares Bekenntnis zur raschen Behebung der Mängel, damit die Stimmung bei der Truppe wieder besser wird. Und was ich ehrlich gesagt auch nicht verstehe, ist, dass der Verteidigungsminister ständig die Luftraumüberwachung in Frage stellt. Das passt nicht zu seiner Aufgabe.

Er argumentiert halt, dass er zu wenig Geld hat, weil die von der ÖVP angekauften Eurofighter so teuer sind.

Spindelegger: Aber die Notwendigkeit der Luftraumüberwachung muss doch außer Streit stehen! Ich bemühe mich gerade darum, ein Regionalforum des Weltwirtschaftsforum Davos nach Österreich zu bekommen, um unsere internationale Drehscheibenfunktion zu verstärken. Da gehört ein sicherer Luftraum zu den Grunderfordernissen. Sonst kriegen wir diese Veranstaltung nicht. Das ist auch der Grund, warum ich mich als Außenminister überhaupt zum Thema Landesverteidigung äußere: Weil es für unsere Außenpolitik und unsere Außenwirkung wichtig ist, ein funktionierendes, gutes Bundesheer zu haben.

Gibt es internationale Zweifel an der Funktionsfähigkeit unseres Bundesheeres?

Spindelegger: Noch nicht. Aber ich werde ständig darauf angesprochen, wo unser Engagement im Rahmen der UNO ist. Als derzeitiges Mitglied des Sicherheitsrates und mit Wien als UNO- und OSZE-Sitz sind wir hier mit besonderen Erwartungen konfrontiert, das muss schon sehen...

© SN/SW - respekt (auch für A. Purger)


War neulich auch mit ihm zum Interview, allerdings rein außenpolitisch orientiert für dt. Zeitschrift "Europäische Sicherheit" (Feb. Nr.)
_________________
Georg MADER -- Korrespondent von Jane's Defence Weekly / MILITARY-TECHNOLOGY
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Milizler
ist immer hier
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Anmeldungsdatum: 08.12.2008
Beiträge: 217
Wohnort: St. Pölten / Wien

BeitragVerfasst am: Fr Feb 12, 2010 14:00:02 
Titel:
Antworten mit Zitat

Weil es grade zum Thema Spindelegger passt:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/539011/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
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Prometheus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 3779

BeitragVerfasst am: Fr Feb 12, 2010 14:29:23 
Titel:
Antworten mit Zitat

Alles wahr und richtig NUR:

Der Geldmangel sowie ein Investionsstau der in die Mrd. geht DASS ist dasd problem.
Wenn der libanon UN-Einsatz sonderbudgetiert wird, dadurch vielleicht ein paar der 150 Schutzfahrzeuge finanziert werden usw. dan gerne.

NUR:

In der jetzigen Lage sprich Budgeterhöhung nicht in Sicht, muss gespart werden was geht um den Stau aufzulösen.

Keine Ausalndseinsätze, kein ASSE, echte Verfaltungsreform, Reduzierung der Mannstärke, Auflösung der Verträge mit zivilen Mitarbeitern, reduzierung aller Waffengattungen usw.

Anderes wird es nicht gehen. Bin zwar strikt dagegen ganze Waffengattungen aufzulösen, aber ohne deutliche radikale Einschnitte wirds nicht gehen.
_________________
"I only regret that I have but one life to lose for my country."
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"you cannot be neutral between democrat and dictator, you can't be neutral between right and wrong."
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Viper
ist immer hier
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: So Feb 14, 2010 11:28:29 
Titel: Naja, was einen möglichen
Antworten mit Zitat

UN Einsatz unserer Truppen im Libanon betrifft begibt sich Spindelegger auf sehr dünnes Eis....es ist zu hoffen, dass ihm die Tragweite eines solchen Einsatzes bewusst ist..

Zitat:


Verfasst am: 2010 Feb 12, 12:47 Titel: Spindelegger rüffelt Darabos wegen Ausstiegsgebrabbel !!


Spindelegger von Darabos „enttäuscht“
11. Februar 2010 | 16:40 | WIEN | Alexander Purger

Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) begann seine Karriere einst als Ministersekretär von Robert Lichal im Verteidigungsministerium. Die SN sprachen mit ihm über die Krise des Bundesheeres.

Herr Außenminister, sind Sie zufrieden mit dem gegenwärtigen Zustand des Heeres?

Spindelegger: Für mich als Außenminister ist die zentrale Frage, wie wir in Zukunft mit Soldaten im Rahmen der UNO präsent sind. Denn unsere Blauhelme sind ein Aushängeschild der österreichischen Außenpolitik. Ihr Einsatz wird international sehr geschätzt, das weiß ich vom Herrn UNO-Generalsekretär persönlich.

Haben Sie Zweifel daran, dass diese Auslandseinsätze fortgesetzt werden können?

Spindelegger: Unser militärisches Westbalkan-Engagement wird sich in den nächsten Jahren vermindern, weil die Einsätze im Kosovo und in Bosnien stark reduziert werden. Damit stellt sich die Frage: Wo engagieren wir uns in Zukunft? Konkret gibt es das Ersuchen der UNO, uns am Einsatz im Libanon zu beteiligen. Doch ich sehe dazu keine Bereitschaft im Verteidigungsministerium, sondern nur Verzögerungstaktik und unterschiedliche Meinungen. Das ist sehr schade.

Was verlangen Sie konkret?

Spindelegger: Ich bin ein bisschen enttäuscht, was die Haltung von Verteidigungsminister Norbert Darabos in dieser Frage betrifft. Auch er muss doch sehen, wie wichtig es für Österreich ist, sich in der UNO weiterhin stark zu engagieren. Ich erwarte mir von ihm ein Bekenntnis zum Erhalt und zum Ausbau unseres internationalen Engagements.

Ist der Einsatz im Libanon, wo vor wenigen Jahren noch Krieg herrschte, nicht zu gefährlich für österreichische Soldaten?

Spindelegger: Es ist kein unheikler Einsatz, das gebe ich zu. Aber wir haben Erfahrung in der Region, weil wir seit langem auf dem Golan stehen. Daher sind wir von der UNO gefragt worden, ob wir statt eines belgischen Kontingents, das abgelöst wird, für eine begrenzte Zeit in den Libanon gehen könnten. Ich halte das für eine interessante Aufgabe.


In welchem Zusammenhang findert er einen solchen Einsatz interessant???

Jeder weiss, dass die Hezballah auf Befehl des Irans jederzeit wieder, und es wird so passieren, wenn man sich der iranischen Nukes annimmt, Israel vom Libanon aus angreifen wird..

Die Hezballah hat die UN Truppen bis jetzt immer als "Schutzschild" missbraucht, und die UN hat sich missbrauchen lassen..

Eine Schweinerei besonderen Ausmasses..

Die UN de facto auf Seiten einer irregulären Milliz eines Landes, ob sie will oder nicht..

also ich mein in dem Zusammenhang weiss Spindelegger nicht wovon er redet, respektive geht der Anti Israel Lobby in der UN auf den Leim...
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powderski19
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Anmeldungsdatum: 25.04.2010
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: Do Apr 21, 2011 16:23:38 
Titel: Apropos Spindelegger...
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Jetzt wo er zumindest offiziell den Kopf der ÖVP spielt, wird und kann er sich fürs Bundesheer stark machen? Laut den statements die er 2010 abgegeben hat scheint er ja "etwas Ahnung" zu haben wie man`s eigentlich richtig macht...

Außerdem: gibt es sonst irgendwelche News bzw. Gerüchte? Bis 2014 heissts sparen, aber was passiert dann? Ich erwarte mir natürlich nichts riesiges, aber wenn erstmal die EF abbezahlt sind, und das BH dann weiters einen Teil der EF-Raten bekommt, dann müsste sich doch einiges mit der Kohle machen lassen, immerhin wird mindestens von der Hälfte sprich 110 Mio. gesprochen...
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