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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1825
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 13:51:52 
Titel:
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Nein ich habe kein Problem das die Idee vom Norbert kommt, ich hab ein Problem das sowas ÜBERHAUPT in Betracht gezogen wird.......Es ist nämlich grob fahrlässig!!!!
JETZT müsste der Höfler auf die Pauke hauen (wenn's ihm denn ernst währe/ist), und sagen :"Nein Herr Minister SO nicht, weil blablabla....." Wird nicht passieren!!!!

Herrgott ich konnt mich schon wieder ärgern.....

@Maxwell:
wink wink wink wink
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Prometheus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 3779

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 14:25:57 
Titel:
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Zitat:
Vorausgesetzt, man gibt dem Kaderpersonal auch die notwendigen Mittel, um am neusten Stand zu bleiben und ausreichend zu üben.


Genau da kannst drauf wetten, dass der Kader die Fähigkeiten verliert bzw. weiter schrumpft.

Währenddessen leisten wir uns 157 Stabsleute. millitärkommanden noch und nöcher, unzählige schule usw.

Wie immerall in Ö hats das grösse Sparpotential in der Bürokratie, die wie im ganzen Land letztlich überbleibsel des Systems Metternich sind, nur dass wir eben jetzt
A) kein spitzelstaat mehr sind
B) die Donaumonarchie nichtmehr existiert.

Darabos Idee ist wie in allen Bereichen in Ö sonst einfach der weg des geringsten wiederstandes.
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"I only regret that I have but one life to lose for my country."
Captain Nathan Hale, Continental Army

"you cannot be neutral between democrat and dictator, you can't be neutral between right and wrong."
Mary Harney
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 1553
Wohnort: Groß-Enzersdorf

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 14:38:23 
Titel: Was für eine Verteidigungsfähigkeit?
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist nicht: "Ist diese Sparmaßnahme sinnvoll für das Bundesheer" sondern "Warum zum Teufel reduziert das neutrale Land Österreich weiter seine Verteidigungsfähigkeit, und gibt damit die verfassungsgemäße Fähigkeit zur Landesverteidigung immer vollständiger auf."


Wann konnten wir uns jemals gegen IRGENDWEN verteidigen?
Wenn der WAPA gewollt hätte, hätten sie uns 1956 UND 1968 plattgemacht, und zwar BEVOR wir noch bei der UNO angerufen hätten. Die NATO hätte sich Tirol und Vbg geschnappt und fertig.

Nicht einmal gegen die jugoslawische Volksarmee hätten wir 1991 eine echte Auseinandersetzung ausgehalten, denn mit Sprenggranaten bringt man keine Panzer zum Stehen. Die wären bald in Wien gestanden. Leute: HINTER den grenzsichernden Truppen war NICHTS MEHR.

Dieses ganze Mech-Paket kam FÜNFZEHN Jahre zu spät. Welches Land entwickelt heute NEUE MBTs? Außer China? Warum ist das so?
Weil die alten so gut sind oder weil die Dinger in Zeiten asymetrischer Kriegsführung nur mehr große, recht leicht zu treffende Ziele sind?

ULANs, Pandure JA, fast jedes Land hat so etwas oder beschafft sie. Aber MBTs? Um die Wirkung dieser Waffe zu ersetzen, gibt´s heute bewaffnete Drohnen wie Predator und wie sie alle heißen.

Wer von Euch erwartet in absehbarer Zukunft noch wirklich große Panzerschlachten? Allein der Aufwand die Dinger von A nach B zu bringen. Und ich möchte auch gerne wissen, wie viele Leos selbst OHNE ein einziges Gefecht eine Fahrt von Österreich nach Moskau schaffen würden. Wenn man mit 20 in Zwölfl losfährt, kommt in Moskau wahrscheinlich EINER an. lol

Wir hatten NIE eine Verteidigungsfähigkeit um selbst einen für unsere Landesgröße verkraftbaren Angriff abzuwehren.
Während meines GWDs (anno 1985) sagte man zu uns beim ABC-Maskentest: "Is´ eh´ unnötig, weil wenn was passiert, kommt eh´der Atomblitz und wir können´s ned amoi mehr aufsetzen..."

Wer sich selbst aufgibt, hat schon verloren...

Damals habe ich mich oft gefragt, warum sind Leute mit so einer Einstellung eigentlich beim Bundesheer?

Und denen halten wir die Stange und fordern mehr Geld, um alle Elemente einer funktionierenden Armee zu erhalten?
Im gesamten Leben müssen wir eine gewisse Effizienz erbringen; die Masse der Truppe konnte das NOCH NIE. Das ist sicher nicht der Fehler des Einzelnen sondern der Politik. Bloß wenn das Volk diese Politik WÄHLT, will es das Volk genauso haben.
Wir werden es nicht schaffen, das Volk umzuerziehen.
Wir hatten, haben und werden immer nur ein Potemkinsches Dorf in Grün mit der Aufschrift BUNDESHEER haben. Ist so; let´s face it!

Perlen vor die Krone- und Österreich-Leser. Hierzulande ist NUR die Pension wichtig...
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Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)


Zuletzt bearbeitet von CHH am Mo Jun 14, 2010 14:59:38, insgesamt einmal bearbeitet
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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 14:47:49 
Titel:
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Du hats da natürlich in einigen Punkten Recht, keine Frage!!
Aber genau diese Art Resignation reibt mir die Zornesröte ins Gesicht! Das ist in der jetzigen Situation einfach nur Kontraproduktiv...........!!! evil
NIEMAND will die "grossen" Panzerschlachten wieder haben, soweit nix neues. ABer Panzer SIND nunmal immernoch (und werden es bleiben) das Rückgrat JEDER Armee (od das jetzt Leos, Ulans oder what the fuck ever sind) ist irrelevant!!
Und der allergrösste Hit an der Sache ist ja die Ari........kommt schon unsre Strategen und Taktiker wissen alles besser als Einsatzarmeen in den letzte sagen wir mal 9 Jahren?? Ohne Feuerunterstützung bist aufgeschmissen sowhl symetrisch, als auch asymetrisch.....

Ach was solls......
evil evil evil evil Mad Mad
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CHH
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 14:58:07 
Titel: Die Resignation ist zum AAAHHRGGGGHHHLLLL...
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da bin ich voll bei Dir.

Aber wozu eine Panzerflotte von HUNDERTEN Stück erhalten, wenn es SOWIESO (auch VOR den jetzigen Einsparungsplänen = in den letzten Jahren) kein Geld mehr gab, GWDs an den schweren Waffen auszubilden, weil sie zwei Monate in Niederösterreich und im BGLD fürs "subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung" spazieren geschickt werden?

Und der Prozeß ist UNUMKEHRBAR!
Sehen wir es doch positiv: GWD bleibt als "Einstiegsdroge" in die Miliz oder den Kaderstand. Wer hängen bleibt, wird wie in jeder Berufsarmee ausgebildet und ausgerüstet.
Stichwort: "Wollt Ihr Panzer fahren, kommt zum Bundesheer, da könnt ihr Panzer fahren! Alles andere ist Alltag."

Anders formuliert: Ohne das auszusprechen, hat ND den Umstieg auf eine Berufsarmee eingeläutet. Sogar MIT Reservegeräten; schaut, schaut...
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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 15:02:26 
Titel:
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Also DEINEN Optimissmus möchte ich haben.......
Aber noch ist nicht alle tage..............kann ja sein.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 16:05:42 
Titel:
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Spooky hat folgendes geschrieben:
es wird in ALLEN Resorts massive Einsparungen geben, nicht nur beim Verteidigungsministerium.


Stimmt eben nicht. Es wird zb. bei den Pensionen oder der Verwaltung überhaupt nix wesentliches eingespart.

Und die Idee ist nicht "gut". Die Idee, modernes Gerät wie Ulane stillzulegen, statt sie im Ausland zu nutzen wo unsere teilweise in ungepanzerten Puch G unterwegs sind, ist einfach nur Verschwendung von teuer angekauftem Gerät. Wir könnten auch drei Black Hawk stilllegen, wär genau der selbe Level von "guter Idee".

Das persönliche Problem das ich mit Darabos habe (wie du richtig erkennst) ist das er sich nichtmal ansatzweise gegen die ständigen Einsparungen wehrt, ja man hat den Eindruck er meldet sich freiwillig mit zusätzlichen Sparvorhaben.
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Thürauer hat folgendes geschrieben:
Lies dir die Leserbriefe in der Krone durch. Es wäre eine witzige Seite, wenn das nicht wahlberechtigte Menschen wären.
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Milizler
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 16:41:20 
Titel:
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Also du möchtest bei unseren Auslandseinsätzen die Puch G's mit Ulan ersetzen? biggrin lol
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 16:47:10 
Titel:
Antworten mit Zitat

Es gibt einen Mangel an geschützen Fahrzeugen, das ist bekannt. Gleichzeitig legt man jetzt Ulan still.

Wenn dir das logisch ist, mir nicht.

Und den "LOL" Smiley kannst dir sparen, ich war immerhin im Ausland bei unseren Truppen, du musst mich nicht belehren was man mit was vergleichen/ersetzen kann. Warum meldet man zb. Pandur in die Battlegroup ein, aber nicht Ulan?
_________________
Thürauer hat folgendes geschrieben:
Lies dir die Leserbriefe in der Krone durch. Es wäre eine witzige Seite, wenn das nicht wahlberechtigte Menschen wären.


Zuletzt bearbeitet von Helmut am Mo Jun 14, 2010 16:48:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Raveman
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 16:48:08 
Titel:
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Tschuldigung, aber EINSPARUNGEN bei diesem Heer sind nicht mehr NÖTIG.


Ich sehe aber nicht ein warum man nicht an einer Waffengattung sparen soll die in den heutigen Szenarien einfach an Bedeutung verloren hat. Mit dem Geld was man bei den Panzern einspart gehen sich vielleicht dann viel notwenidgere S-70 aus als 114 Leo und 100 M-109 mit einer irrsinngen Kilometerbgrenzung zu betreiben.
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 16:50:06 
Titel:
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Das Geld was man bei den Panzern einspart, sieht das Heer nie wieder.

Und ich würde wirklich gern wissen wer beurteilt was nötig ist, um dieses Land zu sichern, wenn es zb. an der Grenze zu Ungarn/Slovakei zu Konflikten kommt. Dann bringen die 12 S-70 gar nix.

Jene die meinen Panzer und Ari seien überholt, erklären damit doch nichts anderes als das eine echte Landesverteidigung bzw. Grenzsicherung nie wieder nötig sein wird.

Wetten wir wirklich unsere Zukunft auf die doch sehr fragile EU, was dieses Thema angeht?
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Thürauer hat folgendes geschrieben:
Lies dir die Leserbriefe in der Krone durch. Es wäre eine witzige Seite, wenn das nicht wahlberechtigte Menschen wären.
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 17:04:07 
Titel:
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Zitat:
Jene die meinen Panzer und Ari seien überholt, erklären damit doch nichts anderes als das eine echte Landesverteidigung bzw. Grenzsicherung nie wieder nötig sein wird.


Nein, das nicht. Nur dass angesichts der aktuellen und mittelfristigen Bedrohungslage mit keinem konventionellen Krieg in Europa zu rechnen ist und angesichts der knappen Finanzmittel gewisse Waffensysteme vorrang haben.
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Milizler
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 17:13:42 
Titel:
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Ich beurteile schon selber was ich sein lasse und was nicht.

Puch G kannst du mit den zukünftigen LMV's ersetzen Ulan sind da ein völliger Overkill.

Vergessen wir doch nicht das unsere Auslandseinsätze nicht unbedingt der wilde Schiesskrieg sind.
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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 17:22:02 
Titel:
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Noch nicht............und entgegen alles Annahmen ist im Kosovo nicht soooo ruhig wie alle Welt meint.............das ist ein Pulverfass mit Lunte, und da hantieren permanet Leute mit Streichholz....

Anyway!

Wer glaubt, das das durch diese Massnahmen eingesparte Geld anderweitig dem BH zugute kommt (also das was da über die ~3,5% geht) der irrt gewaltig!!!! Die Kohle ist WEG. Und die eingeplanten einsparungen in der Verwaltung will ich mir dann aber ganz genau anschauen...........noch mehr 900'er??? Und was will der Koffer in der EDV einsparen??
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Bandit
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Anmeldungsdatum: 27.03.2008
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 17:29:37 
Titel:
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Panzer haben auch in der heutigen Zeit noch immer ihre Berechtigung. Ist jedoch auch immer eine Frage, wie der Konflikt aussieht. Nur so nebenbei, in dem einen Thread, wo es um zukünftige innere Konflikte geht, ist angeblich auch der Einsatz gepanzerter Einheiten, darunter auch MBT, gegen Volk/Flüchtlinge geplant.

Nun, es tun viele hier so, als ob alle Panzer stillgelegt werden sollen. Derzeit heisst es, es wird ungefähr die Hälfte eingemottet. Da würden dann noch immer 50+ Leos übrig bleiben. Ich finde, das sind genug, um weiter damit trainieren zu können und sogar kurzfristig für einen möglichen Einsatz ausreichen.
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Bandit
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Anmeldungsdatum: 27.03.2008
Beiträge: 639

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 18:01:17 
Titel:
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Kleiner Nachtrag, weil ichs grad gelesen habe. Was war bei den AB-206???? Wo war da euer Aufschrei, als diese ersatzlos gestrichen wurden? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass hier darüber so gestritten wurde, wie bei den gepanzerten Fahrzeugen. Da wurde nur gesagt, ok, wir müssen sowieso die Typenvielfalt reduzieren. Dass aber weit und breit kein Ersatz nachkam, störte offenbar kaum jemanden hier. Oder wie sehe ich das?

Und anders als MBT, werden Hubis derzeit mehr gebraucht.
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Prometheus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 3779

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 18:12:33 
Titel:
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Zitat:
Und die eingeplanten einsparungen in der Verwaltung will ich mir dann aber ganz genau anschauen...........noch mehr 900'er??? Und was will der Koffer in der EDV einsparen??


Schau mal in die Rossauer!

Kollege Maxwell hat mal aufgezählt wo unser 157 Generale sind:
http://angryairforcenerd.blogspot.com/2009/06/filmreifes-zeug.html

Auszüge:
Zitat:
Die MilKdos benötigen 7 GenMjr und 4 Bgdr.


Zitat:
Amt für Rüstung und Wehrtechnik in dem sich 8 Brigadiere drängen


Zitat:
16 (!!) Generäle die internationale Aufgaben haben, darunter sogar ein GenMjr. Wozu wir einen Attache im Bgdr-Rang in Damaskus oder Peking brauchen und sogar zwei Militärberater in Genf (advising what?)?


und da solls kein einsparungspotential geben?

persönliches highlight:

Zitat:
Ein kurzer Zwischenstopp sagt uns nun das noch immer 58 Generäle fehlen. Schön langsam wirds eng. Aber kein Problem, wir waren ja noch nicht in der Rossau. Wäre doch gelacht wenn wir dort nicht soviele Offiziere unterbringen wie das gesamte US Marine Corps hat (na fast)...

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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 18:56:41 
Titel: 1+++++
Antworten mit Zitat

das persönliche Highlight aus dem Captain seinem Blog
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 19:33:46 
Titel:
Antworten mit Zitat

Zum Thema wo man einsparen kann:

http://derstandard.at/1276413051116/Im-besten-Erwerbsalter-schon-im-Ruhestand

Zitat:
Für Alarm sorgen die Kosten, die noch stärker steigen als ursprünglich prognostiziert. Schoss der Staat 2008 knapp 7,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln für alle Pensionen (ohne Beamte, inklusive Mindestpensionen) zu, so sind es heuer 9,3 Milliarden Euro. Bis 2014 soll der Betrag laut Prognose der staatlichen Pensionskommission auf 10,5 Milliarden anschwellen. Die Beamtenpensionen machen zur Zeit noch einmal knapp acht Milliarden Euro aus.


Also allein zwischen 2008 und 2010 steigt der staatliche Beitrag zum Pensionssystem um jene Summe, die ein Jahresbudget des Bundesheers ausmachen würde.

Das hat natürlich mit den Irrsinnsgeschenken vor der Wahl 2008 zu tun.

Wir leben in einem Land in dem die Bevölkerung auf die Soveränität und Neutralität scheisst, solange nur genug Kohle da ist das man mit 55 in die Invalidenpension gehen kann um dann täglich am Tennisplatz zu stehen.

Gegen diese Summen machen sich sogar die Bankenrettungspakete eher lächerlich gering aus.

Und für die meisten die hier posten wirds trotzdem kaum staatliche Pension geben, weil das System bis dahin crasht.

Es ist halt wirklich so das sich die Leute in einer Demokratie immer jene wählen, die ihnen Geld zahlen.

Und angesichts solcher Missstände debatieren wir hier, ob das Heer Panzer braucht oder nicht? Wir lassen die anderen europäischen Nachbarn die teure, unbeliebte Verteidigung erledigen während wir den Supersozialstaat mit der eingesparten Kohle finanzieren. Als Feigenblatt schicken wir dann 400 Mann nach Bosnien, das kostet net viel und is net gefährlich.

Ma, manchmal könnt einem das Land schon...
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Thürauer hat folgendes geschrieben:
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Patriot
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Anmeldungsdatum: 25.07.2004
Beiträge: 239
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 20:33:33 
Titel:
Antworten mit Zitat


Erinnert ihr euch?
So wird in Österreich Politik gemacht - solange solche Parteien als "staatstragend" durchgehen, wird die Talfahrt weiter gehen. Dank unserer "Sozialfighter" werden wir so lange noch mehr Kohle in die Pensionen und die Arbeitslosenerhaltung stecken, bis wir keine Armee und praktisch keine Polizei mehr haben - und dann wird das ganze System erst krachen gehen.
Und wer ist schuld? Unsere verantwortungslosen Politiker (und nicht nur die roten). Demokratie ist eine tolle Sache, wenn das Volk entscheidet - aber da das Volk keine Ahnung von den Entscheidungen hat, braucht es Politiker, die es aufklären. In Österreich sagt kein Politiker die Wahrheit, vor allem nicht die unangenehme - alle fragen sich nur: Was wird die Krone dazu sagen? Wird mir das Stimmen bringen? Damit degradieren sie den Souverän der Republik zu blödem Stimmvieh - und keinen interessiert's, weil alle nur an sich selber denken.

Lösung? Keine, sorry!
Wir rasen mit Schallgeschwindigkeit auf die Wand zu und alle Notbremsen und Airbags wurden zu Gunsten von Duftbäumen und extraweichen Sitzbezügen eingespart. Und was tun, wenns dann kracht? Ein Billa-Sackerl aufblasen, vors Gesicht pressen und ganz fest auf die Neutralität hoffen...
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Si vis pacem, para bellum!
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 20:51:40 
Titel: so is es...
Antworten mit Zitat

Patriot hat geschrieben..

Zitat:
...

So wird in Österreich Politik gemacht - solange solche Parteien als "staatstragend" durchgehen, wird die Talfahrt weiter gehen.....



Da lob ich mir den guten alten Schwarzenberg..was bin ich den Tschechen den neidig..

aber der hat ja nix werden dürfen bei uns...wegen seinem Namen..

sorry, das is ein bissel sehr off-topic da, aber trotzdem mit dem Schwarzenberg, ich sag jetzt mal, über zwei Amtsperioden als österreichischem Bundeskanzler wär uns viel Unangenehmes NICHT passiert...

drum passt's da meiner Meinung nach dazu

da wären wir eventuell schon lang ein hochrespektiertes NATO Mitglied....und könnten über die Diskussionen die wir hier führen nicht mal lachen, weil sie uns komplett ausserirdisch vorkommen würden..

es wär also Vieles von dem Wahnsinn der heute als österreichische "Politik" durchgeht nicht mal andenkbar...

Zitat:


......

Tschechiens ehemaliger und vermutlich künftiger Außenminister Karl Schwarzenberg über Wahrheit im Wahlkampf, ungarische Dummheit und seine verpasste ÖVP-Karriere.

Es ist 9 Uhr. ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger hat zu seiner neuen außenpolitischen Diskussionsreihe „Continental Breakfast“ in den „Zigarrenklub“ in Wien geladen. Nach einer launigen Bemerkung über das „Morgen-Grauen“ analysiert Stargast Karl Schwarzenberg die Lage nach der tschechischen Wahl. Der Fürst als Königsmacher: Er hat mit seiner neuen Partei „TOP 09“ vor zwei Wochen auf Anhieb 17 Prozent und so den dritten Platz geschafft. Eine rechtsliberale Koalition bahnt sich an. Doch im „Presse“-Interview warnt der 72-jährige Ex-Außenminister Tschechiens, dass einige ein geschäftliches Interesse an einer Großen Koalition haben.




Eine unhöfliche Frage zu Beginn: Was treibt einen Mann in Ihrem Alter an, in den politischen Ring zu steigen?

Schwarzenberg: Ich war angefressen über die Verantwortungslosigkeit der tschechischen Politiker.


Sie haben im Wahlkampf ungeschminkt Einsparungen gefordert und Erlagscheine verschickt, die viele ganz schön erschreckt haben...

Schwarzenberg: Wir haben auf den Erlagscheinen aufgelistet, wie viele Staatsschulden auf jeden Bürger entfallen, vom Baby bis zum Greis.


Erstaunlich, dass so viel Mut zur Wahrheit bei Wahlen belohnt wird.

Schwarzenberg: Glauben Sie, dass es erstaunlich ist, gewählt zu werden, wenn man die Wahrheit sagt?


Es ist ein Bruch mit gewissen Traditionen in Wahlkämpfen.

Schwarzenberg: Es war notwendig, endlich die Wahrheit zu sagen.

Nach der Wahl schien eine Koalition zwischen der liberal-konservativen ODS, Ihrer Partei TOP 09 und den „Öffentlichen Angelegenheiten“ des ehemaligen TV-Moderators Radek John sicher. Wird es so kommen?

Schwarzenberg: Das steht noch in den Sternen.


Das heißt, Sie halten es nicht für ausgeschlossen, dass am Ende eine Große Koalition herauskommt. Wer hätte ein Interesse daran?

Schwarzenberg: Ein großer Teil der Sozialdemokratie, eine Minderheit in der ODS und sehr viele, die ein geschäftliches Interesse haben.


Die Briten haben keine Erfahrung mit Koalitionen. Dennoch haben Sie innerhalb von fünf Tagen eine zustande gebracht. Warum dauert das in Ländern wie Österreich und Tschechien meist so lange?

Schwarzenberg: Die Engländer sind viel pragmatischer. Zweitens ist es natürlich einfacher, eine Koalition zwischen zwei Parteien zu schließen. Polygamie ist manchmal befriedigend, aber sehr schwierig.


Hängt es auch damit zusammen, dass Parteien in Tschechien oder Österreich oft mit einem eher unklaren Programm in die Wahlen gehen und gar nicht recht wissen, was sie politisch umsetzen wollen?

Schwarzenberg: Also, wir hatten ein sehr klares Programm, die ODS ein ähnliches in blassblau. Wir haben gesagt: „Der Kaiser ist nackt.“ Die ODS zog vor zu behaupten: „Der Kaiser ist leicht bekleidet.“



Die Amerikaner warnen davor, dass Europa zu viel einspart und damit das Wachstum abwürgt. Sehen Sie diese Gefahr auch?

Schwarzenberg: Das entspringt einem keynesianischen Denken. Keynes war ein hervorragender Wirtschaftsdenker. Aber man hört immer nur den zweiten Teil seiner Lehre, nämlich dass der Staat in schwierigen Zeiten Geld ausgeben soll. Aber er hat auch klar gesagt, dass man in Wohlstandszeiten einsparen muss. Bekanntermaßen haben wir die letzten 20 Jahre eines unterbrochenen Aufstiegs dazu verwendet, Geld beim Fenster hinauszuschmeißen. Wenn wir Budgetüberschüsse hätten, dann könnten wir jetzt, in kritischen Zeiten, mehr Geld ausgeben. Aber sich ständig mehr zu verschulden geht nicht.


Sie sind also im europäischen Spektrum aufseiten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Schwarzenberg: Ich bin wahrscheinlich noch strikter als Frau Merkel, weil sie hat ja auch vor den Wahlen frisch und fröhlich Abwrackprämien im Volk verteilt.


Deutschland scheint seine Rolle in Europa überhaupt neu zu interpretieren, zumindest hatte man in der Griechenland-Krise diesen Eindruck.

Schwarzenberg: Schon unter Bundeskanzler Schröder war eine Renationalisierung der deutschen Politik bemerkbar. Von Adenauer bis Kohl war Deutschland ohne Zweifel die treibende Macht für eine europäische Politik. Die Deutschen haben das jetzt aufgegeben. Jetzt müssen sich auch die anderen Staaten stärker ihrer Verantwortung bewusst werden. In der Verteidigungspolitik hat man sich jahrelang auf die Amerikaner verlassen, und in der Europapolitik auf die Deutschen.



Ist die Sorge, dass die Eurozone auseinanderbricht, berechtigt oder übertrieben?

Schwarzenberg: Tschechien ist kein Mitglied der Eurozone. Ich überlasse diese Diskussionen denen, die in der Eurozone sind. Wir haben keine Chance, in den nächsten sechs Jahren Mitglied zu werden.


Zurück zum Sparen: Sollten mitteleuropäische Länder wie Tschechien, Slowakei, Ungarn oder Österreich ihre Botschaften zusammenlegen?

Schwarzenberg: Es ist durchaus sinnvoll, dass Staaten, die sich nah sind, außerhalb Europas gemeinsame Botschaften errichten. Die Skandinavier haben das teilweise schon. Ich sehe nicht ein, warum wir kleineren Staaten Mitteleuropas nicht auch gemeinsame haben könnten. Auch die Botschaften innerhalb der EU werden sukzessive an Bedeutung verlieren, wenn sich die Europäische Union positiv entwickelt. Noch sind diese Botschaften sehr notwendig, eher hat sich ihre Arbeit intensiviert.



Für wie gefährlich halten Sie die schriller werdenden nationalistischen Töne in der Slowakei und Ungarn?

Schwarzenberg: Für sehr gefährlich. Die historische Erfahrung wird nie von Generation zu Generation übertragen. Vorurteile schon.



Kann Österreich oder Tschechien eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und der Slowakei spielen?

Schwarzenberg: Die umliegenden Länder können, wenn es beide verlangen, sicher Hilfsdienste leisten. Aber wer je an einer Wirtshausschlägerei teilgenommen hat, weiß, dass man am Schluss von beiden verprügelt wird, wenn man sich ungefragt einmischt.

Ist für Sie nachvollziehbar, warum Ungarn ein paar Wochen vor der Wahl in der Slowakei dieses Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft verabschiedet hat?

Schwarzenberg: Ministerpräsident Orbán hat seinen Wahlkampf zum Teil auf dem Trianon-Trauma aufgebaut. Und dann wird man Gefangener seiner eigenen Worte. Ich kann in diesem Zusammenhang nur den großen (ehemaligen deutschen Bundeskanzler; Anm.) Konrad Adenauer zitieren: Gott, der Herr, hat in seiner unendlichen Weisheit dem menschlichen Verstand Grenzen gesetzt, der Dummheit nicht.


Stimmt es, dass Ihnen die ÖVP, obwohl Sie nie österreichischer Staatsbürger waren, in den 60er-Jahren angetragen hat, sich politisch zu engagieren und sogar Staatssekretär im Außenministerium zu werden?

Schwarzenberg: Im Gegenteil. Um die Wahrheit zu sagen: Ich war sehr interessiert mitzutun. Ein mir bekannter Journalist hat den damaligen ÖVP-Parteiobmann gefragt, ob man den Schwarzenberg nicht politisch einsetzen könnte. Er hat ihn entsetzt angeschaut und gesagt: „Mit dem Namen nie!“

ZUR PERSON
Fürst Karl Schwarzenberg kam 1937 in Prag auf die Welt und musste 1948 nach Österreich fliehen. Während des Kalten Kriegs engagierte er sich für Menschenrechte hinterm Eisernen Vorhang. Nach der Wende war er von 1990 bis 1992 Büroleiter des tschechoslowakischen Präsidenten Václav Havel. 2004 kehrte Schwarzenberg als Senator in die Politik zurück. 2007 nominierten ihn die Grünen als Außenminister Tschechiens. Bei der Wahl vor zwei Wochen trat er mit seiner neuen Partei „TOP 09“ an und errang 17 Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.06.2010)


http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/573093/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do
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maro
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 14, 2010 22:04:01 
Titel:
Antworten mit Zitat

Raveman hat folgendes geschrieben:

Ich sehe aber nicht ein warum man nicht an einer Waffengattung sparen soll die in den heutigen Szenarien einfach an Bedeutung verloren hat. Mit dem Geld was man bei den Panzern einspart gehen sich vielleicht dann viel notwenidgere S-70 aus als 114 Leo und 100 M-109 mit einer irrsinngen Kilometerbgrenzung zu betreiben.


Bleib realistisch.
Den Anteil am Budgetkuchen, den die Ressorts jetzt verlieren, sehen sie nie wieder.

Zunahme der Budgetausgaben 1-3/09 zu 1-3/10

Arbeit: Ausgaben von 1,6262 Mrd. € + 302,7 Mio. €
Gesundheit: 391,1 Mio. € + 207,4 Mio. €
Sozialversicherung: 2,3258 Mrd. € + 195 Mio. €
Wissenschaft: 1,1252 Mrd. € + 112,1 Mio. €
Familie und Jugend: 1,6427 Mrd. € + 110,5 Mio. €
Pensionen: 2,4486 Mrd. € + 63,7 Mio. €
Unterricht: 1,99448 Mrd. € + 41,4 Mio. €


Ausgabenplanung 2011-2014
Recht und Sicherheit: (davon ÖBH)
2011: 7.920,2 ( 2.186,1)
2012: 7.831 (2.161,6)
2013: 7.899,7 (2.168,9)
2014: 7.881,3
real: -38,9 (2.178,1)

Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie:
2011: 32.650,4
2012: 32.923,8
2013: 33.296,5
2014: 33.774,8
real: +1.124,4

Bildung, Forschung, Kunst und Kultur:
2011: 11.765,5
2012: 11.753,9
2013: 11.802,7
2014: 11.823
real: +57,5

Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt:
2011: 7.744,2
2012: 8.014
2013: 7.861,6
2014: 8.165,2
real: +421

Kassa und Zinsen:
2011: 9.019
2012: 9.621,6
2013: 10.070,1
2014: 10.608,8
real: +1.589,8

Mit andern Worten der Bereich Recht und Sicherheit (da ist das ÖBH drinnen) ist der einzige Bereich der 2014 weniger Geld bekommt als 2011 - alle andern bekommen mehr (unberücksichtigt Inflationsverluste).

ÖBH wird zusammengestrichen weils der Regierung wurscht ist...so schauts aus.

Budgetgliederung bis 2014:
http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/I/I_00660/fnameorig_184128.html
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BeitragVerfasst am: Mi Jun 16, 2010 17:53:26 
Titel: Georg Mader
Antworten mit Zitat

in der "Die Presse" zum Thema..

Zitat:


Reizwort „Eurofighter“

GASTKOMMENTAR VON GEORG MADER (Die Presse)

Verteidigungsminister Norbert Darabos will den Eurofighter nicht für Auslandseinsätze zulassen. Wieso eigentlich nicht?


Es wird Streitkräftekommandant Generalleutnant Günter Höfler wohl nicht ganz unbeabsichtigt „rausgerutscht“ sein, als er laut über eine mögliche, künftige Auslandsverwendung der Eurofighter „nachgedacht hat“. Er wollte darauf hinweisen dass eine boulevardfixierte Politik völlig desinteressiert am eigenen Heer agiert. Aber es folgte Entrüstung samt sonntäglichem OTS-Rüffel, dass das „Primat der Politik“ solches entscheide– sowie der unvermeidliche Hinweis auf die Neutralität.

Wenn Politiker einem Fachmann das Recht auf freie Meinungsäußerung absprechen, dann hört sich alles auf. Höfler darf zu seinem Dienstbereich mindestens ebenso Gedanken kundtun wie hohe Bahn-Manager oder Bildungsbeauftragte. Klar unterstehen sie alle einem Minister, der letztlich entscheidet. Aber – hallo – Sprechverbote? Weil gar Ungemach bergende Sicherheitspolitik einfach nicht stattfinden darf?

International gesehen ist eine von UN, EU oder auch von der Nato-Partnership-for-Peace irgendwo verhängte Flugverbotszone überhaupt nichts, vor dem man sich bekreuzigen muss. Auch im Endbericht der Zilk'schen Bundesheer-2010-Reformkommission wird keine Einschränkung für Auslandseinsätze der Luftstreitkräfte empfohlen. Eher wird sogar angedacht, die Luftraumüberwachung permanent sicherzustellen, sie fallweise aber in multinationale Operationen einzubinden. Unsere Luftstreitkräfte können das, sie halten mit viel Engagement seit 2002 eine in Containern verlegbare, komplette Luftraumüberwachungszentrale (DCRC) vorbereitet, das hat in der Form niemand.


Keine Bomber

Worin aber ein neutralitätsrelevanter Unterschied bestünde, ob man dem Bosnien-Beauftragten zwei „Blackhawk“-Hubschrauber schickt, für den Tschad Puch-Gs zu „Sandvipern“ mit zwei MGs umbaut oder von 15 Eurofightern eine Zweierformation (eine sogenannte „Rotte“) plus Ersatzmaschine entsendet, das bleibt rätselhaft.

Unsere Teilnahme an EU-Battlegroups ab 2011 gehört in dieselbe Kategorie wie Eufor am Balkan oder im Tschad. War das bisher gar wider die Neutralität?

Um einen weiteren, hartleibigen Irrtum aufzuklären: Es ginge bei einer „No Fly“-Zone explizit nicht darum, wovor diverse Abfangjägergegner immer gewarnt haben – robuste Angriffseinsätze, vielleicht sogar im sinistren Nato-Verbund. Alle zur Auswahl gestandenen Flugzeuge könnten das; nichts an dazu nötiger Ausrüstung wurde hier jedoch beschafft. Keine Abwurfwaffen, keine Pylone, keine Software. Unsere Piloten haben modernen Luftangriff niemals trainiert, das „Niederbomben armer Schlucker in EU-Wirtschaftskriegen“ etc. steht also nicht auf dem Plan. Der sofortige Totschlagbegriff „Kampfbomber“ ist Gruselpropaganda fürs absichtlich schrecklich uninformiert gehaltene Wahlvolk.

Erinnern wir uns zudem, es gab da gewisse Kastrationen am Eurofighter: Ohne elektronischen Selbstschutz, ohne Bedrohungssoftware fürs Radar und ohne Luft-Luft-Bewaffnung über den Horizont hinaus will wohl kein Pilot auf die vielleicht nicht so friedfertige oder neutrale Nachbarluftwaffe einer Flugverbotszone treffen. Einsatz in einer sozusagen „ins Krisengebiet exportierten Luftraumüberwachung“ würde z.B. das Unterbinden von Waffenlieferungen mit un- oder falsch markierten Transportflugzeugen bedeuten. Das ist besonders in Afrika üblich.

Ganz aktuell verlangte die Afrikanische Union bei der UN am 1.Mai nach einer Flugverbotszone über Somalia um den Luftnachschub für die dortigen Islamisten zu unterbinden. Doch dieser erfolgt auch über Eritrea, und diese haben die russischen Entwicklungshilfeschlager MiG-29 und sogar Suchoj-27. Also sucht die UN (moderne) Abfangjäger, übrigens ebenso wie Luftaufklärungsmittel oder immer noch Allwetterhubschrauber.

Gewiss, heute ist das alles verfrüht. Afrika ist weit und das System Eurofighter noch in seiner Einführungsphase, gemessen am beispiellosen Erfahrungssprung vom 1960er-Draken übrigens durchaus erfolgreich. Außerdem gibt es nur 15 Stück, und die Nachfolge der sie bislang „billig“ unterstützenden Saab-105 ist mit den heftigen Einsparungsvorgaben zumindest bis 2014 in weite Ferne gerückt.


Eurofighter wird 30 Jahre fliegen

Aber Luftstreitkräfte denken in Dekaden oder länger, sicher nicht in Legislaturperioden. Der Eurofighter wird in Österreich mindestens 30 Jahre fliegen, und gerade um dieses multinationale System ist internationale Kooperation gefragt. Derzeit ist aber rund um das „Reizwort“ angstbesetzte Isolation gewünscht, Italien bemüht sich trotzdem um Abhilfe bei der nur mehr tröpfelnden heimischen Pilotenausbildung. Irgendwann wird dieses Level aber überwunden, die EU wird weitere Schritte der Verteidigungsausrichtung setzen, und Sprech- oder Denkverbote werden niemanden beeindrucken.

Der Minister mahnte reflexartig ein, was Höfler zuvor nur gefordert hatte, endlich auszuüben. Da fuchteln Inuit mit Massai in oft babylonischer Begriffsverwirrung, selbst zuständige Politiker kennen auf Anhieb nicht einmal den genauen Unterschied zwischen Luftraumüberwachung und Luftaufklärung. Entsprechend dürftig sind gemeinsamer Wortschatz, Verständigung, ja Weltbild. Solange jenes notwendige Primat der Politik über das Militär in trüber Mischung aus Desinteresse und offener Ablehnung ausgeübt wird, sind weitere Reformen, Überlegungen oder Konzepte, wie es damit weitergehen soll, faktisch sinnlos.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2010)


http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/574326/index.do
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Lord Helmchen
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Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Mi Jun 16, 2010 18:33:19 
Titel:
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Meine Fresse, da hattest aber einen guten Tag Georg!!!
Unnötig zu erwähnen das ich der Sache voll zustimme!!!
bin dafür
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Georg MADER-JDW
int. Luftfahrtjournalist
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Anmeldungsdatum: 25.07.2004
Beiträge: 1033
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Mi Jun 16, 2010 22:57:38 
Titel: Merci
Antworten mit Zitat

Lord Helmchen hat folgendes geschrieben:
Meine Fresse, da hattest aber einen guten Tag Georg!!!
Unnötig zu erwähnen das ich der Sache voll zustimme!!!
bin dafür


Danke Mein Lord, wie wär's, dann schreibst halt in der PRESSE was darunter... Möge der Saft mit Dir sein etc...
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Georg MADER -- Korrespondent von Jane's Defence Weekly / MILITARY-TECHNOLOGY
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