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Sollte Russland in die NATO aufgenommen werden?
Ja
40%
 40%  [ 9 ]
Nein
59%
 59%  [ 13 ]
Stimmen insgesamt : 22

Autor Nachricht
Foxhound
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 3072
Wohnort: Zwenkau

BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 16:32:15 
Titel: RBC Daily: Russland in die NATO?
Antworten mit Zitat

Das Institut für moderne Entwicklung (russ. Abk.: INSOR), dessen Schirmherr Präsident Dmitri Medwedew ist, hat dem Kreml einen Bericht über mögliche Wege der Entwicklung der Beziehungen zur NATO vorgelegt, schreibt die Zeitung "RBC Daily" am Montag.

In Frage kämen dabei mehrere Varianten, darunter sogar Russlands Beitritt zur Allianz. In absehbarer Zeit sei das unmöglich, so Experten und schlagen vor, sich auf die Veränderung des Formats der Beziehungen zu dem militärpolitischen Bündnis zu beschränken.

Das Institut ist der Ansicht, dass die Beziehungen zur NATO nach einem der drei folgenden Wege entwickelt werden sollten. Erstens könnte Russland komplett in die Allianz integriert werden, wofür entweder ein bilateraler Sicherheitsvertrag geschlossen oder ein Koordinierungsrat gebildet werden sollte, an dem sich viele internationale Organisationen beteiligen würden. In diesem Fall könnte sich die NATO mit anderen angesehenen Vereinigungen wie die EU, die OVKS, die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und möglicherweise die UNO, zusammenschließen. Ein Zeitplan für solch ein umfassendes Bündnis wurde im Bericht allerdings nicht genannt.

„Der Bericht wurde Dmitri Medwedew vorgelegt, und er wird ihn demnächst kennen lernen“, sagte ein INSOR-Sprecher gegenüber "RBC Daily". Geplant sei, dass Vertreter des Instituts die wichtigsten Thesen des Dokuments auf einer Konferenz am 9. September in Jaroslawl vorstellen.

INSOR-Direktor Igor Jurgens teilte mit, dass sein Institut am Plan zur NATO-Annäherung seit längerer Zeit gearbeitet habe. Im jetzigen Bericht seien mehrere Szenarien vorgesehen, von durchaus friedlichen bis zu Konfrontationen. Welcher Plan am realistischsten wäre, konnte der Experte nicht genau sagen. „Alles hängt davon ab, wie sich die Situation in Russland entwickelt und in welcher Richtung sich die Allianz bei dem Gipfel in Lissabon im Dezember transformiert“, präzisierte er.

Experten glauben allerdings nicht an eine baldige Annäherung an die Nato. „Sie ist zwar möglich, aber erst langfristig“, so der Militärexperte des Instituts für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen, Wladimir Jewsejew. „Derzeit sind die gegenseitigen Kontakte vor allem von Widersprüchen geprägt: Europa kann Russland immer noch nicht den Krieg in Südossetien verzeihen, Russland hat seinerseits viele Fragen in Bezug auf die europäische Raketenabwehr sowie auf den KSE-Vertrag.“

Andere Experten vermuten jedoch, dass sich Russland allmählich auf den NATO-Beitritt vorbereitet und darunter auch zu diesem Zweck seine Armee reformiert. „In den kommenden Jahren werden die russischen Streitkräfte Waffen haben, die etwa zu 30 Prozent in Israel und den NATO-Ländern hergestellt sein werden“, sagte der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme, Leonid Iwaschow. „Der Übergang zum Brigadensystem, der Kauf ausländischer Technik und regelmäßige Manöver – das alles ist für die Anpassung an die NATO-Strukturen nötig.“

Iwaschow zufolge hat der INSOR-Direktor erklärt, dass Präsident Medwedew das erste russische Staatsoberhaupt sei, das den Zerfall der Sowjetunion nicht als eine Katastrophe betrachtet und dessen Ziel in der Integration Russlands in das System der euroatlantischen Sicherheit und der künftige NATO-Beitritt ist.

Quelle: http://de.rian.ru/security_and_military/20100906/257229079.html
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CaptainMaxwell
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Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 2618
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BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 18:06:43 
Titel:
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Wenn das tatsächlich mal so weit wäre würd ichs befürworten - alleine schon weil man dann die Unmengen an Nukes entgültig einstampfen könnt.

Aber da wird wohl noch viel Wasser den Potomac und die Moskva runterfliessen...
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Maxwell hat immer recht.
Er ist möglicherweise schlecht informiert, ungenau, stur, wirr, ignorant, vielleicht sogar abnormal dumm aber
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Bandit
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Anmeldungsdatum: 27.03.2008
Beiträge: 639

BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 19:37:40 
Titel:
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CaptainMaxwell hat folgendes geschrieben:
...alleine schon weil man dann die Unmengen an Nukes entgültig einstampfen könnt


Und das glaubst du ernsthaft? Rolling Eyes
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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1825
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Di Sep 07, 2010 20:12:08 
Titel:
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Naja, zumindest gesetzt dem Fall das dieser SEHR Unwahrscheinliche Fall eintreten wird, werden doch einige eingestampft werden.........."alte" überflüssige, nicht mehr benötigte. Kurzum mehr oder minder alles was zurzeit in Dienst ist....weil das dann alt ist......solange geht das noch, MINDESTENS.

Die Idee Russland zur NATO hat was, ganz ehrlich. Aber ich bin Realist, das wird -eher- nicht passieren......
Geopolitisch/strategisch währs allerdings der Hammer........wenn man denn dabei währe wink
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"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
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Blackjack
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Anmeldungsdatum: 20.08.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: Mi Sep 08, 2010 12:45:00 
Titel:
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Russland in der Nato... Das hätte wirklich was. Damit könnte man China ruhig halten... Für Russland wäre das ein enormer Vorteil und die Nato könnte dadurch auch wieder frischen Wind bekommen.
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CaptainMaxwell
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Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 2618
Wohnort: Maxwell AFB, AL

BeitragVerfasst am: Mi Sep 08, 2010 18:02:59 
Titel:
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Bandit hat folgendes geschrieben:
Und das glaubst du ernsthaft? Rolling Eyes


Wenn ich mit einem Land sowohl auf militärischer als auch auf geheimdienstlicher Ebene kooperiere, und zwar so dass der Chef der SVR-Residentura in Washington nach Langley zum Kaffeetrinken fährt, dann hab ich wohl nicht mehr viele Gründe selbiges Land zu toasten.

Aber in dem Kaffee wär wohl so viel Polonium drin dass die EPA und das DOE den ganzen GW Parkway sperren müssten...
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Stadtpark-Hartmut
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Anmeldungsdatum: 05.04.2010
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 04:41:28 
Titel:
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Wenn Russland NATO-Mitglied wäre, könnte man wohl kaum mehr wegkucken beim nächsten Bürgerkrieg /Sezessionskrieg mit irgendeiner Teilrepublik / ethnischen Separatistenbewegung etc. - kann mir das nicht vorstellen sorry.
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Porsche
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 712

BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 07:42:17 
Titel:
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Stadtpark-Hartmut hat folgendes geschrieben:
Wenn Russland NATO-Mitglied wäre, könnte man wohl kaum mehr wegkucken beim nächsten Bürgerkrieg /Sezessionskrieg mit irgendeiner Teilrepublik / ethnischen Separatistenbewegung etc. - kann mir das nicht vorstellen sorry.


Klar, der Westen ist doch Weltmeister beim Verdrängen und weg sehen, auch bei NATO Partnern. Siehe den türkischen Kampf gegen die PKK.
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Zuckerbäcker
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Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 1834

BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 14:08:27 
Titel:
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Stadtpark-Hartmut hat folgendes geschrieben:
Wenn Russland NATO-Mitglied wäre, könnte man wohl kaum mehr wegkucken beim nächsten Bürgerkrieg /Sezessionskrieg mit irgendeiner Teilrepublik / ethnischen Separatistenbewegung etc. - kann mir das nicht vorstellen sorry.


Ich glaube hingegen nicht dass die NATO irgendwie motiviert ist wenn z.B. im Nordkaukasus ein radikalislamisches Emirat ausgerufen werden soll, nachdem eine Serie von Terroranschlägen zur Durchsetzung dieses Zieles veranstaltet wurde, Stichwort Tschetschenien.

Ansonst ist die Beitrittsfrage eine, aus verschiedensten Gründen fast ausschließlich akademische Fragestellung, die interessanterweise gar nicht sosehr in Russland propagiert wird, wie das der Bericht glauben lässt sondern wesentliche Impule immer wieder von einzelnen Akteuren aus dem Westen kommen.
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Stadtpark-Hartmut
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Anmeldungsdatum: 05.04.2010
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 15:52:30 
Titel:
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Einen Vorteil hätte es: der Beitritt von Ukraine und Georgien wäre dann sicherlich kein Problem mehr.

Was mich beim Thema NATO im Gegensatz zur EU immer etwas nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass das wichtigste Mitglied (die USA) immer noch ein Hegemonialdenken hat, und Krieg tatsächlich als legitimes Mittel der Politik begreift - und es eben dabei nicht vordringlich um die Verteidigung des eigenen Territoriums oder der eigenen Bevölkerung geht, sondern um die eigenen Wirtschaftsinteressen.

Wohingegen ich in den alten Staaten der EU durchaus die Chance für den "ewigen Frieden" sehe: da sind alle imperialen / hegemoniellen Träume schon vor Jahrzehnten und Jahrhunderten gescheitert: das britische Empire ist ebenso Geschichte wie ein Europa Napoleons, oder Hitlers oder Stalins oder das spanische Weltreich oder das römische Reich (- jaja ich weiss, dass man die nicht alle über den selben Kamm scheren kann, und dass die durchaus sehr unterschiedlich erfolgreich waren und auch innenpolitisch sehr Unterschiedliches für die beherrschte Bevölkerung bedeutet haben.)
Mein Punkt ist der, dass sowohl den europäischen Völkern als auch den herrschenden Klassen mittlerweile geschichtlich klar ist, dass man nur mitteinander weiter kommt und nicht gegeneinander, und sei es auch nur deshalb, weil kein Volk und keine Ideologie stark genug ist und war, alle anderen in Europa zu beherrschen. Die einzige Idee die geblieben ist, ist die europäische Idee, die deshalb durchaus etwas anderes ist, als der amerikanische Traum, der immer noch ein bischen den Geist von "Gods own Country" atmet: dem Gefühl eine Art geschichtlich auserwähltes Volk zu sein.
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Porsche
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 712

BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 16:17:46 
Titel:
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@ Stadtpark-Hartmut Worin unterscheidet sich die USA da von GB (z.B. Irak), BRD (Kosovo) Fr (Kosovo), Rußland (Georgien) oder China (Taiwan).
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Stadtpark-Hartmut
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Anmeldungsdatum: 05.04.2010
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Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 20:07:23 
Titel:
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Porsche hat folgendes geschrieben:
@ Stadtpark-Hartmut Worin unterscheidet sich die USA da von GB (z.B. Irak), BRD (Kosovo) Fr (Kosovo), Rußland (Georgien) oder China (Taiwan).


Ich will mal nicht behaupten, dass China "die europäische Lektion" gelernt habe. China ist in seinem Bereich natürlich immer noch Hegemon, umso mehr es jetzt die zweitgrösste Wirtschaft der Welt hat und die grösste Bevölkerung sowieso, und es sich über tausende Jahre Geschichte immer selbst als das Reich der Mitte verstanden hat, und eine Ein-Parteien-Diktatur in einem Vielvölkerstaat es sich nicht leisten kann und will, dass einzelne Provinzen sich der Zentralregierung entziehen.

Worum es Deutschland bei der vorschnellen Anerkennung der neuen Staaten auf dem Balkan ging, kann ich nicht sagen. Ich vermute dass man im Schwange der deutschen Einheit auch den anderen Ethnien im ehemaligen Ostblock ihr Selbstbestimmungsrecht zuerkennen wollte, ohne dabei die Kriegsgefahr mit Restjugoslawien jedoch richtig einzuschätzen - da sind ohne Zweifel Fehler gemacht worden: man hätte niemals den Staaten einzeln Hoffnung auf einen EU-Beitritt machen sollen. Das hätte man mit allen gleichzeitig verhandeln müssen. Insbesondere im Hinblick auf die Geschichte der Naziverbrechen mit den Kroaten gegen die Serben etc. hätte sich Deutschland da raushalten oder viel vorsichtiger verhalten müssen.
Dennoch glaube ich nicht, dass die Beweggründe Deutschlands wirtschaftlicher Natur waren - ich glaube überhaupt, das Deutschland auf dem gesamten Balkan da relativ planlos gehandelt hat.

Ob Russland "die europäische Lektion" durch den / seit dem Zusammenbruch des Kommunismus gelernt hat, wie ich oben wohl fälschlicherweise angedeutet habe, ist durchaus zu bezweifeln: die glauben immer noch, aus sich selbst heraus alleine eine Grossmacht darzustellen, die ganz in der Definition von Hegemonie immer noch einen eigenen nationalen Einflussbereich um sich herum beansprucht.
Das sei zugestanden. Russland ist eben auch nicht Teil der EU (China natürlich auch nicht).

Was Frankreich und GB angeht: die wissen doch auch, dass die Kolonialzeit vorbei ist, und man mit dem eigenen Militär als Mittel der Hegemonie keinen Blumentopf mehr gewinnen kann - und da unterscheidet sich eben die EU von den USA und von Russland und China meines Erachtens.
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Stadtpark-Hartmut
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Anmeldungsdatum: 05.04.2010
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Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2010 20:30:01 
Titel:
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Eine interessante Frage wäre höchstens, wie sich die EU militärisch Aufstellen würde, wenn sie nicht unter dem Schutz der USA stände...
Im Moment aber halte ich die Hegemonialen Tendezen der EU für eher gering. Natürlich ist es im Interesse der EU z.B. stabilisierend auf Nordafrika einzuwirken: sowohl wegen der Wirtschaftsflüchtlinge, als auch wegen möglicher gemeinsamer Solarenergieprojekte, als auch wegen der Gefahr der Radikalisierung grösserer islamischen Bevölkerungsgruppen, die eine Art natürliches Rekrutierungsreservoir gewaltbereiter islamistischer Extremisten darstellen.

Nunja, jetzt bin ich gedanklich doch ziemlich abgeschweift, von dem Gedanken, dass Russland auf eigenes Hegemoniales Gebaren verzichten könnte zugunsten eines NATO-Beitritts, über die militärische Rolle europäischer Staaten / der EU und ihrer legitimen Interessen im Sinne einer Art EU-Hegemonie, die an die Stelle nationaler Hegemoniebestrebungen treten könnte.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Sep 15, 2010 21:03:08 
Titel: Die Diskussion,
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wenn man es so nennen kann, was da derzeit in Russland besprochen wird, ist eigentlich primär interessant, was die russische Innenpolitik betrifft.

Für die NATO ist das derzeit weder ein Thema, noch ist es auch nur mittelfristig aktuell..

NATO Mitgliedschaft erfordet ja wie wir wissen ein bissel mehr, z.B. zuallererst eine demokratische Grundverfassung eines Landes, davon kann bei Russland keine Rede sein, und last but not least, auch eine funktionierende militärische Komponente. Auch die ist in Russland nicht zu sehen...der Zustand der russischen Streitkräfte eher desolat, und Russland heute nicht viel mehr als das, was Helmut Schmidt, der ehemalige deutsche Bundeskanzler, über die damalige Sowietunion sagte.."Obervolta mit Atomraketen"..

Aber interessant ist das schon wenn man sich die russische Innenpolitik anschaut..

Vor einer Woche zur selben Zeit als Pres. Medvedev sehr glaubwürdig argumentierte, dass Russland eine grössere Nähe zu Europa brauche, um politisch, technologisch und volkswirtschaftlich Fortschritte machen zu können ( und wenn ich mich recht erinnere sagte er das in einem eher von respekt für Europa getragenen und freunlichemTon..) das ist also auch in dem Zusammenhang mit NATO etc zu sehen..

zur selben Zeit also schwadronierte ein gewisser Herr Putin in Asien so ungefähr von "Russland zusammen mit China gegen den Rest der demokratischen Welt".. ( also so vorgestrig, wie man es mittlerweile von Putin gewohnt ist..), damit befindet sich Putin übrigens nicht mal mehr in Konsens mit seinen eigenen Leuten, da in Russland die Angst wächst zu einem reinen Rohstofflieferanten für China zu regressieren..( was das startegisch für Russland bedeuten würde...naja, das begreift sogar der dümmste Putinlakai im Kreml, dass das keine so gute Idee wär..)

Ja, der nächste Präsidentschaftswahlkampf hat angefangen in Russland, und zu beobachten wie die Claims abgesteckt werden, ist interessant..

Unter diesem Aspekt würd ich die Sache derzeit betrachten..
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JCStennis
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Anmeldungsdatum: 07.02.2009
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BeitragVerfasst am: Di Okt 12, 2010 00:06:45 
Titel:
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no way - es kann nur einen (leader) geben - das wäre wirklich de anfang vom ende, da könnt man china auch gleich dazunehmen
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Die Friedhöfe sind voll mit Unersetzlichen.
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Zuckerbäcker
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Anmeldungsdatum: 05.01.2009
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BeitragVerfasst am: Fr Nov 12, 2010 22:09:03 
Titel:
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Zuckerbäcker hat folgendes geschrieben:
Ansonst ist die Beitrittsfrage eine, aus verschiedensten Gründen fast ausschließlich akademische Fragestellung, die interessanterweise gar nicht sosehr in Russland propagiert wird, wie das der Bericht glauben lässt sondern wesentliche Impule immer wieder von einzelnen Akteuren aus dem Westen kommen.


Meine Aussage wird durch diese etwas drastischer formulierte Pressemeldung verständlicher:

Russland verweigert NATO-Beitritt

Zitat:
Berlin (IRIB) - Der Nato-Generalsekretär bezeichnete einen Beitritt Russlands zu dieser Organisation als ausgeschlossen. Ria Novosti zufolge sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am gestrigen Freitag nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, er habe Noten seitens der amtlichen russischen Funktionsträger über die Weigerung dieses Landes, der Nato beizutreten, erhalten. In diesen Noten heißt es, da Russland die Fähigkeit besitze, seine Angelegenheiten selber zu regeln, werde dieses Land auf keinen Fall der Nato beitreten, so Rasmussen weiter. Also sei es besser, dass die Beziehungen zwischen der Nato und Russland in Form einer strategischen Kooperation verstärkt werden.
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JCStennis
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Anmeldungsdatum: 07.02.2009
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 17, 2010 01:43:58 
Titel:
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Russland verweigert NATO-Beitritt

eher geht ein kamel durch ein nadelöhr ...
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Stadtpark-Hartmut
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Anmeldungsdatum: 05.04.2010
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 17, 2010 04:22:20 
Titel:
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Wenn man die NATO als Legitimierungsverein für die Durchsetzung von US-Interessen betrachtet, wird wohl nur jemand beitreten, dessen eigene Interessen einen hohen Grad an Übereinstimmung haben mit jenen der USA. Und was im Interesse der USA ist, ist durchaus debatierbar - ebenso wie die Frage, wer diese fest legt.

Ganz zu schweigen von einer ehrlichen Debatte darüber, was man für die Interessen des eigenen Landes hält...
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Foxhound
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 3072
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 17, 2010 12:58:31 
Titel:
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Schon weil man China im Hinterhof hat, würde ich mir in Moskau ernsthaft Gedanken über einen NATO-Beitritt machen. Es mehren sich nämlich auch dezente Stimmen, das man sich insgeheim in den #### beißt, weil man die Chinesen jahrelang hochgerüstet hat. Inzwischen produzieren die nämlich die Kopien und entwickeln sie auch noch selbst weiter.

Vielleicht kommt's nämlich doch mal soweit, das China nach den sibirischen Öl-Feldern giert. Dann fliegen dem OSK Wostok nämlich die J-10 und J-11 um die Ohren ehe man in Khabarowsk realisiert, das die Chinesen grad einmarschieren. Und dann ruft man vielleicht doch im Westen um Hilfe, weil die paar russischen Brigaden von einem Haufen PLA-Divisionen überrannt werden. Ich würd in Sibirien vorsichtshalber schonmal Essstäbchen-Kurse anbieten ...
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 17, 2010 15:21:29 
Titel:
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Foxhound hat folgendes geschrieben:
Vielleicht kommt's nämlich doch mal soweit, das China nach den sibirischen Öl-Feldern giert. Dann fliegen dem OSK Wostok nämlich die J-10 und J-11 um die Ohren ehe man in Khabarowsk realisiert, das die Chinesen grad einmarschieren. Und dann ruft man vielleicht doch im Westen um Hilfe, weil die paar russischen Brigaden von einem Haufen PLA-Divisionen überrannt werden. Ich würd in Sibirien vorsichtshalber schonmal Essstäbchen-Kurse anbieten ...


Halte ich persönlich für ausgeschlossen!
Sibirien ist Russlands Rohdiamant und größte Hoffnung für die Zukunft...
Der Versuch, sich diesen Rohdiamanten einzuverleiben würde erstens in einem imens großen militärischen Konflikt ausufern (da ist Desert Storm ein laues Lüftchen gegen die Operationen die in diesem Szenario an der Tagesordnung wären!) und würde Russland ziemlich stark an den Rand drängen (perspektivisch!).

Und ich glaube keiner von uns will das genau in Erfahrung bringen was am Ende des Tages raus kommt, wenn eine Atommacht es auf die Kronjuwelen einer anderen Atommacht abgesehen hat!

Offene militärische Konflikte zwischen Großmächten (USA, RUS, CHN,...) halte ich für äußerst unwahrscheinlich aufgrund der drohenden Konsequenzen.
Kleinere Konflikte und Stellvertreterkriege werden wieder mehr in den Vordergrund rücken.
Sicherheitspolitisch nähern wir uns aufgrund des Aufstieges Chinas imho wieder einem ähnlichen Szenario wie zu Zeiten des Kalten Krieges - nur mit dem Unterschied dass dieser "2. Kalte Krieg" aus mehr als 2 Seiten besteht und rein sicherheitspolitisch geführt wird, da alle Seiten wirtschaftlich bereits viel zu sehr untereinander verknüpft sind um eine ähnliche "totale Trennung" wie zu WaPa Zeiten zu ermöglichen.
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Blackjack
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Anmeldungsdatum: 20.08.2010
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: Mi Nov 17, 2010 15:56:31 
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Besagt denn die russiscche Militärdoktrin nicht, dass man (unter Umständen) auf einen nicht-atomaren Angriff sofort mit seinen Atomwaffen antwortet?
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 343

BeitragVerfasst am: Mi Nov 17, 2010 16:07:13 
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Was sie in diesem Fall WIRKLICH vorgesehen haben, wird unsereins kaum mit Sicherheit sagen können.

Dass sich Russland aber im Falle einer totalen Niederlage auf konventioneller Ebene kommentarlos seine Kronjuwelen entreißen lässt, ist aber definitiv nur sehr sehr schwer vorstellbar.
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Zuckerbäcker
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Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 1834

BeitragVerfasst am: Fr Nov 19, 2010 13:14:21 
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Was in dieser was-wäre-wenn Diskussion nicht hervorgekommen ist sind zwei wesentliche Umstände:

1.) Die derzeitige und schon länger etablierte Patnerschaft der beiden Staaten

2.) Der wesentliche Umstand, dass die chinesische Militärführung zur konkreten Annahme kommen müsste, dass a) die Inbesitznahme Sibiriens zu akzeptablen Verluste möglich b) Die Gewinnung der Bodenschätze und deren Abtransport weitgehend ungestört möglich und c) die industrielle Weiterverarbeitung der sohin erbeuteten Rohstoffe möglich ist.

zu a) hier kann China mit viel Infanterie punkten. Von der Kampftechnik am Boden würden sie mit zahlenmäßigem Rückstand auftreten; In der Luft ist für China vergleichsweise ein Defizit an geeigneten Flugzeugen zu bemerken - zudem würde man gegen eine sehr effektive Flugabwehr antreten müssen.

zu b) solange man "nur" die Front nach Sibirien hineingeschoben hätte, heisst das noch lange nicht, dass man dort ungestört abbauen und abtransportieren kann. Mit Gegen- und Störangriffen ist solange zu rechnen, als Russlands Verteidigung weiter funktioniert - und die wird mit rein infateristischen Mitteln nicht unterzukriegen sein.

zu c) Eine Zerstörung der Verkehrs- und Produktionsinfrastruktur Chinas mithilfe von Fernflieger- und Raketenstreitkräften, würde die Erreichung dieses Kriegszieles sinnlos werden lassen.


3.) Damit ist es einsichtig, dass es wesentlich weniger kostet die Rohstoffe zu kaufen und geliefert zu bekommen. Das kann sich China leisten und macht keine weiteren Umstände.


Blackjack hat folgendes geschrieben:
Besagt denn die russiscche Militärdoktrin nicht, dass man (unter Umständen) auf einen nicht-atomaren Angriff sofort mit seinen Atomwaffen antwortet?


Man nimmt sich das Recht des Erstschlages, aber als automatisch gegeben kann man das deswegen nicht annehmen. Tatsächlich kommt die Geographie der russischen Überlegung des Überstehens eines Atomkrieges entgegen und diverse Anstrengungen (z.B. Jamantau) lassen schließen, dass hier dem "Plan B" mehr Bedeutung zukommen dürfte, als das in manch anderen Ländern der Fall zu sein scheint was wieder dazu führt, dass die Entscheidung zum nuklearen Angriff möglicherweise etwas leichter fällt.

Dass als graue Theorie zur eher abstrakten Annahme dieses Sibirienkonfliktes.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 343

BeitragVerfasst am: So Nov 21, 2010 12:59:15 
Titel:
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Du hast vollkommen recht, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern mittlerweile viel zu gut sind, um ein solches Szenario überhaupt überlegenswert zu machen.

Allerdings finde ich es interessant, dass du im Falle eine Konfliktes die Lufthoheit auf russischer Seite siehst.
Die chinesische Rüstungsindustrie ist zwar nicht auf dem selben Stand wie die wesliche oder auch die russische, jedoch wesentlich besser als ihr Ruf.
Und im Gegesatz zu den Russen führen die chinesen ihre Neu- und Weiterentwicklungen auch im großen Maße ihn ihren eigenen Streitkräften ein - bei den Russen fliegt dagegen noch überwiegend unmodifiziertes Material aus den 70ern rum.
Bei der PLAAF fliegen dagegen 100te moderne J-11B/BS und J-10B rum.
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: So Nov 21, 2010 16:25:06 
Titel:
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Ich glaube auch dass Russland China

1. Stückzahlmäßig weit unterlegen ist und

2. technisch mittlerweile auch.

Denn von modernisierten oder neuen Systemen existieren aktuell nur wenige Maschinen. Abgesehen davon wird in Russland gerade massiv umstrukturiert. Danach sieht die Sache vielleicht anders aus.
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