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Foxhound
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
Beiträge: 3072
Wohnort: Zwenkau

BeitragVerfasst am: Do Apr 04, 2013 16:32:40 
Titel:
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Tja, die Schweizer werden schon wissen, weshalb es ihnen auch ohne EU gut geht ...
_________________
"Es ist okay, eine Benzinschleuder zu fahren, wenn du damit Puppen aufreißt!" - Al Bundy

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Lord Helmchen
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1825
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Do Apr 04, 2013 16:39:05 
Titel:
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Zahngold aus Adolfs Zeiten
Bankgeheimniss
Nummernkonten usw.

Ansonsten hat die Schweiz NICHTS!
_________________
"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
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Zuckerbäcker
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Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 1834

BeitragVerfasst am: Do Apr 04, 2013 20:33:11 
Titel:
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Vor allem haben sie keine Schuldenunion, keinen ESM-Vertrag, kein Brüssel, kein Strasbourg, keinen Lissabon-Vertrag, keine Konvergenzkriterien, keine unbegrenzte Bankenhaftung der Einleger, kein INDECT, ...

Dieses NICHTS würde sich wohl so mancher wieder wünschen. Ich möchte nicht wissen wie die Abstimmung '94 ausgegangen wäre, wenn die Leute mit dem heutigen Wissen und den bisherigen Erfahrungen abstimmen hätten können.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Apr 04, 2013 21:08:13 
Titel: Man muss sich kritisch
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mit den Designflaws der EU auseinandersetzen...deswegen poste ich in diesem Thread...

Und man sollte qualifizierte Kritik an der EU aber nicht den ( im Falle Österreich's) rechtsradikalen Proleten um Strache & Co überlassen..

Die EU an sich ist aber ein sehr gutes Projekt...

Und es lohnt sich, daran zu arbeiten, dass Verbesserungen vorgenommen werden...
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Frank
Gast





BeitragVerfasst am: Mi Apr 10, 2013 16:42:31 
Titel:
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In der heutigen (10 04) Presse on-line ein artikel wie sich Soros in die Europaeische finanz einmischt.
Hat niemand den mut dagegen auszuspraechen?
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Frank
Gast





BeitragVerfasst am: Fr Apr 12, 2013 18:07:10 
Titel:
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Laut Jane's erhielt Griechenland bereits die ersten N-90.
Wer bezahlt diese?
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Mai 08, 2013 14:37:39 
Titel: naja.....
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wir zahlen Beamte, Bauern, Kammern...etc etc etc...mit "wir" meine ich die kleine Minderheit die noch netto einzahlen kann ins System...und dann das noch...

kann nicht funktionieren....

http://diepresse.com/home/politik/eu/1399608/Europa-verschenkt-pro-Jahr-294-Milliarden-Euro?_vl_backlink=/home/politik/eu/index.do
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mo Mai 20, 2013 20:19:19 
Titel: passt auch...
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http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1403847/Leitartikel_Frankreich-auf-dem-Pannenstreifen
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Mai 29, 2013 11:17:46 
Titel: hat er Recht, der Oettinger...
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http://diepresse.com/home/politik/eu/1412397/EUKommissar_Europa-ist-ein-Sanierungsfall?_vl_backlink=/home/index.do
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Sep 26, 2013 17:49:24 
Titel: ein nicht ungescheites Interview...
Antworten mit Zitat

http://diepresse.com/home/politik/eu/1457033/Europa-ist-auf-der-richtigen-Seite-der-Geschichte?_vl_backlink=/home/politik/eu/index.do
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Sep 27, 2013 21:02:42 
Titel: zum Euro...
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http://www.youtube.com/watch?v=kz1FnBoRwkk
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: So Sep 29, 2013 09:43:29 
Titel: interessanter und sehr lesbarer
Antworten mit Zitat

Beitrag von Timothy Garton Ash..

http://derstandard.at/1379292379534/Die-europaeische-Schildkroete-taumelt-weiter
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Okt 01, 2013 16:33:51 
Titel: dacht mir doch
Antworten mit Zitat

das stell ich jetzt nochmals hier komplett rein, wer weiss wie lang das noch on-line ist auf der NZZ...

ja, dieser Kommentar scheint mir doch sehr wichtig..und gelungen...

Zitat:


Die EU und «Kakanien»

Eine Tragödie von Aufstieg und Untergang
Feuilleton Montag, 16. September, 05:50

Als Europa noch eine Jungfrau war – Zeichnung von Heinrich Bünting, 1581/1582. (Bild: Heinrich Bünting)

Die Habsburgermonarchie überdauerte fünf Jahrhunderte. Sie war stabil und anpassungsfähig, und sie genoss echte Zuneigung bei ihren Bürgern, doch sie verschwand in einer Rauchwolke. Könnte der Europäischen Union – historisch jung und wenig beliebt bei vielen, für die sie da ist – Ähnliches drohen?

Robert Cooper

Natürlich war da mehr als eine Rauchwolke. Die Kugeln aus Gavrilo Princips Revolver töteten am 28. Juni 1914 in Sarajevo Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Frau Sofia. Was die Habsburgermonarchie auslöschte, waren die darauffolgenden vier Jahre Trommelfeuer. Sie brachten Tod und Vernichtung über das alte Europa; in Russland Revolution und Gewaltherrschaft, in Deutschland den von einer gescheiterten Revolution begleiteten Regimewechsel, danach Inflation und Depression und schliesslich Weltkrieg und Völkermord.

Was stieg aus der Asche? Die Antwort lautet: die Europäische Union und die Nato. Die EU und ihre Ähnlichkeit mit der Habsburgermonarchie sind Thema dieses Essays, doch muss zunächst etwas über die Nato gesagt werden, die der unersetzliche Partner der EU war und ist.

Vorteile für kleine Nationen

Die Nato und die Anwesenheit von amerikanischen Truppen in Europa gaben den europäischen Ländern nach 1945 die Sicherheit, dass die USA sie im Konfliktfall gegen die Sowjetunion verteidigen würden. Fast noch wichtiger ist, dass die Nato die Verteidigung in ein Gemeinschaftsunternehmen verwandelt hat. Sonst hätte jedes einzelne Land seine eigenen Vorkehrungen gegen die sowjetische Bedrohung treffen müssen. Manche hätten sich womöglich genötigt gefühlt, starke Armeen aufzustellen, andere hätten bilaterale Bündnisse gesucht. Man hätte die alten, schiefgegangenen Spiele «Kräftegleichgewicht» und «Rüstungswettlauf» wieder gespielt. Die Nato schuf den Anreiz, als Trittbrettfahrer vom militärischen Potenzial der USA zu profitieren. Das wurde von diesen immer wieder kritisiert. Paradoxerweise ist es aber auch eine Errungenschaft, dass es sich europäische Länder erlauben konnten, ihre Rüstungsausgaben niedrig zu halten: Es zeigt, dass die Nato ein starkes Gefühl kollektiver Sicherheit erzeugt hat. Sicherheitsfragen, die Europa jahrhundertelang teilten, haben es schliesslich geeint. Und daraus entstand die Europäische Union. Indem sie eine kollektive Identität ausserhalb der Sicherheitspolitik und ohne die USA erschuf, hat die EU zur Langlebigkeit der Nato beigetragen – durch den Beweis, dass die amerikanische Präsenz eher Zusammenarbeit ermöglicht denn als Mittel der Herrschaft dient.

Jedenfalls ist es verblüffend, dass sich Europa oder genauer Westeuropa nach dem fatalen Zwischenspiel der dreissiger Jahre und des Zweiten Weltkriegs in einer Konstellation wiederfand, die in vielerlei Hinsicht der Habsburgermonarchie ähnelt. Wie diese ist die EU kein Nationalstaat, sondern eher eine komplexe Mischung aus Staaten, Nationen, zentralisiertem Beamtenapparat und lokaler Autonomie. Beide Gebilde sind eher durch freiwillige Beitritte gewachsen als durch Eroberungen. Die EU wird, wie zuvor die Habsburgermonarchie, durch transnationale Eliten zusammengehalten: Im Fall der Habsburger waren dies das Offizierskorps und die Beamtenschaft; in der EU sind es gleichermassen nationale wie europäische Wirtschaftseliten und Beamte.

Sowohl die Habsburgermonarchie als auch die EU haben eine Heimat geschaffen für die kleinen Nationen Europas. Für diese wäre es schwierig gewesen, allein zu überleben: Im 19. Jahrhundert war es wichtig für sie, nicht vom deutschen Kaiserreich oder vom russischen Zarenreich, die weniger liberal waren, abhängig zu werden. Im 20. Jahrhundert brachte die Zugehörigkeit zu einem grösseren Gebilde sowohl politische als auch wirtschaftliche Sicherheit. Wäre nicht die Katastrophe des Krieges eingetreten, hätte sich die Habsburgermonarchie wohl auf ihre unsystematische Weise weiterentwickelt, indem sie denjenigen mehr Autonomie zugestanden hätte, die sie einforderten, und gleichzeitig den kleineren Staaten Ressourcen zur Verfügung gestellt hätte, die für diese wichtig waren.

Dazu zählten unter anderem Strassen, Eisenbahnlinien, Gesetze, Polizei, um diese durchzusetzen, Gerichte, Parlamente, Bildung und ein zentraler Beamtenapparat, um das alles zu verwalten. Die Habsburgermonarchie schaffte die Leibeigenschaft etwa zwanzig Jahre vor Russland und den USA ab und führte im frühen 20. Jahrhundert das allgemeine Wahlrecht für Männer ein. All dies war sinnvoll und brachte Modernisierung für weite Teile des Reichs, doch die Völker Mitteleuropas hätten solches eines Tages auch von Deutschland und vielleicht sogar von Russland bekommen. Einzigartig im Herrschaftsbereich der Habsburger war, dass sie kleinen Nationalitäten das Überleben, das Bewahren ihrer Kultur, einen gewissen Grad an Autonomie und sogar das Prosperieren ermöglichten. Die Sicherheit, für die sie sorgten, war politisch, doch sie war – wir sprechen vom 19. Jahrhundert – militärisch abgestützt.

Eine weitere bemerkenswerte Ähnlichkeit zur EU ist, dass die Monarchie eine Macht ohne Namen war – oder eher eine Macht mit mehreren Namen, von denen keiner wirklich passte: Habsburger Reich? Österreichisch-Ungarisches Reich? Habsburgermonarchie? Keiner davon drückt ihre Natur aus, da sie wie die Europäische Union kompliziert war und in keine der gebräuchlichen Kategorien passte. Für das Europa von heute wiederum sind «Binnenmarkt» und «Europäische Wirtschaftsgemeinschaft» zu wenig; «Europäische Union» ist zu viel: Die EU ist keine Union im Sinn der Vereinigten Staaten oder des Vereinigten Königreichs. Dieser letzte Name steht also für eine Bestrebung – doch was bringt das Streben, wenn niemand weiss, worauf es abzielt?

Zusammenarbeit souveräner Staaten

Allerdings gibt es zwei wichtige Unterschiede. Erstens ist die EU kein Staat, während die Habsburgermonarchie, bei all ihrer Schrulligkeit, einer war. Das bedeutet, sie war souverän und hatte einen Herrscher, dessen Porträt auf Geldscheinen zu sehen war oder auf Drucksachen, die man noch in armseligen Bauernkaten in den hintersten Ecken des Reiches finden konnte. Und sie besass eine Armee. Und als die Krise eintrat, war die Monarchie zuständig. Ein Beleg dafür, dass die EU trotz Flagge und Hymne kein Staat ist, ist die schnelle Rückkehr der Macht zu ihrer nationalen Quelle während der Euro-Krise. Nichts anderes wäre bei einer militärischen Krise der Fall. Da die Monarchie ein Staat war, waren ihre Bestandteile Nationen mit beschränkter Autonomie. Da die EU kein Staat ist, besteht sie aus Staaten: souverän, gleichberechtigt, und letztlich ihre eigenen Herren.

Der zweite wichtige Unterschied ist, dass zwar sowohl die EU als auch die Habsburgermonarchie den Kleinen das Überleben ermöglichen, indem sie ihnen Grössenvorteile verschaffen, dies aber in unterschiedlichen Bereichen. Während der fünf Jahrhunderte des Bestehens der Habsburgermonarchie war deren zentraler Beitrag die Sicherheit, die sie gegen Bedrohungen von aussen bot, beginnend beim Osmanischen Reich und dann übergehend auf Nationalstaaten, gegenüber deren destruktiver Dynamik sie weniger erfolgreich war. Dank der Existenz der Nato und dem Ende des Kalten Krieges ist Sicherheit in Europa kein zentrales Thema mehr.

Der sichtbarste «Grössenvorteil» der EU ist stattdessen der Wohlstand, den sie durch ein Europa ohne Grenzen ermöglicht hat; der unsichtbare – und vielleicht noch wichtigere – Vorteil war und ist die Stabilität guter Beziehungen. Diese entstehen durch die gemeinsame Ausarbeitung der Gesetze, die Europa regieren. Die Zusammenarbeit mag in der Praxis ermüdend und zeitraubend sein, doch sie schafft Beziehungen zu den diversen Nachbarn, wie sie kein einzelnes Land jemals zuvor hatte. Die EU war bei der Herstellung eines politischen Ambiente, in dem kleine Staaten bequem leben können, so erfolgreich, dass die Versuchung Flanderns, Schottlands, Kataloniens und anderer, in den Luxus eines eigenen Staates zu kommen, in Zukunft Schule machen dürfte.

Solches stellt keine Überraschung dar, denn kleine Staaten schlagen sich in vielen Belangen besser als grosse. Sie sind heimeliger, bindungsstärker und näher an den Bedürfnissen der Bürger. Nur zwei Dinge machen grosse Staaten wünschenswert: Sicherheit durch eine grosse Armee und Wohlstand durch einen grossen Markt. Die Habsburgermonarchie garantierte Sicherheit, während sie verschiedenen Nationalitäten ein Aufblühen erlaubte; die EU schuf Wohlstand und ermöglicht kleinen Staaten Prosperität und Mitsprache bei der Festlegung der gemeinsamen Regeln.

Die Habsburgermonarchie sah sich zuerst durch den Zusammenbruch des Osmanischen Reichs bedroht, der sie räumlich zu nahe an Russland brachte. Mit der Folge, dass sie in eine zu starke politische Abhängigkeit von Deutschland geriet. Lange vor dem Ersten Weltkrieg hatte sie begonnen, ihren multinationalen Charakter zu verlieren (erkennbar an der Festlegung des Deutschen als Amtssprache des Reiches). Dann wurde sie durch den Krieg selbst zerstört sowie durch ihre offensichtliche Unfähigkeit, physischen Schutz für ihre Bevölkerung und politischen Schutz für ihre Nationen zu gewährleisten. Diesen wurde dann von den Siegermächten die Selbstbestimmung zuerkannt. Was sich als vergiftetes Geschenk herausstellte, da die kleinen Länder hilflos gegenüber mächtigen Nachbarn und ohne Schutz vor der eigenen schwach ausgeprägten politischen Kultur zurückgelassen wurden. Dass sie ihre Freiheit 1989 wiedererlangt und die Demokratie im Rahmen der Europäischen Union wiederhergestellt haben, ist ihr Verdienst, auch dasjenige von EU und Nato.

Ein Wimmern und kein Knall

Im Gegensatz zur Zeit nach 1900 ist das geopolitische Umfeld Europas heute harmlos. Der Nahe Osten und der Mittelmeerraum sind Unruheherde, aber nicht schlimmer als gewöhnlich; der Kalte Krieg ist zu Ende und Russland vor allem damit beschäftigt, Geld zu verdienen – eine friedliche Beschäftigung; sogar die Balkanstaaten machen zögerliche Fortschritte. Niemand denkt an Krieg.

Doch könnte die Gefahr, der sich die EU gegenübersieht, auf ihre Weise so tödlich sein wie diejenige, mit der sich die Habsburgermonarchie vor hundert Jahren konfrontiert fand. Wir leben nicht mehr Anfang des 20. Jahrhunderts, als Armeen und Flottillen unkontrolliert anschwollen und nur wenige die Folgen der neuen Militärtechnologie verstanden. Wir leben heute in einer Welt unkontrollierter globaler Finanzmärkte, deren Mechanismen wenige begreifen. Und die Krise betrifft das Herz der EU: Wenn die EU aufhört, Wohlstand zu schaffen und gar zu Verarmung führt, wird auch sie zusammenbrechen. Da sie im Gegensatz zur Habsburgermonarchie kein Staat, sondern eine Gemeinschaft von Staaten ist, wird ihr Zusammenbruch nicht im Zentrum beginnen, sondern an den Rändern. Wenn sie jemals stirbt, wird sie dies mit einem Wimmern tun, nicht mit einem Knall. Dieser Fisch beginnt am Schwanz zu stinken, nicht am Kopf. Der Zusammenbruch wird nicht in Brüssel beginnen, sondern auf den Strassen von Athen, Rom oder Madrid. Vielleicht sehen wir gerade die ersten Anzeichen. Und wenn der Zusammenbruch kommt, wird er auch die offenen Grenzen mit sich reissen, den Binnenmarkt, das partnerschaftliche Verhalten, die Zusammenarbeit in vielen Bereichen und in seinem Zentrum die guten politischen Beziehungen, die fünfundfünfzig Jahre lang für Frieden und Gemeinschaftssinn gesorgt haben.

Am Anfang seines Buches «The Struggle for the Mastery of Europe» aus dem Jahr 1954, das das Versagen der Diplomatie beschreibt, das zum Ersten Weltkrieg führte, schrieb A. J. P. Taylor: «Im Naturzustand, den Hobbes sich vorstellte, war Gewalt das einzige Gesetz, und das Leben war ‹ekelhaft tierisch und kurz›. Obwohl einzelne Menschen niemals in diesem Naturzustand lebten, taten es die Grossmächte Europas seit jeher.» Seltsamerweise hat Taylor Hobbes' zwei erste Adjektive weggelassen. Im Original heisst es «und das menschliche Leben ist einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz». Hobbes schreibt über menschliches Leben ausserhalb der Gesellschaft. Doch Taylors Analogie zu Staaten wird sogar noch wirkungsvoller, wenn wir die beiden Adjektive einschliessen: Es ist die einzelgängerische Natur von Staaten, die sie arm und gefährlich gemacht hat. Staaten leben wie Menschen besser in Gemeinschaften. Unsere grösste Errungenschaft ist, dass die Europäischen Grossmächte nicht länger nach den Hobbesschen Regeln leben. Wenn Europa diese Errungenschaft verliert, wird es von neuem alles verlieren, das mit der Habsburgermonarchie verloren ging.

Die Einsätze im Euro-Spiel sind hoch: Die Währungsunion war dazu gedacht, Wohlstand zu schaffen (und gleichzeitig Deutschland enger einzubinden!). Wenn das Ergebnis wirtschaftliche Not und politische Instabilität ist, dann wird die EU das Schicksal der Habsburgermonarchie teilen. Unvermeidlich ist das nicht. Im Krieg gibt es Sieger, aber es gewinnt keiner, wenn die Finanzmärkte kollabieren (nein, nicht einmal George Soros). Wenn wir scheitern, dann wird dies durch Dysfunktionen unserer Volkswirtschaften geschehen, durch Fehlurteile unserer Politik oder durch kollektive Dummheit. Es braucht kein Wunder, die Sache hinzukriegen. Es erfordert nur offene Debatten, offene Geister und die Bereitschaft, zuzuhören und zu lernen. Intellektuelle Redlichkeit und Einvernehmen sind alles, was wir brauchen, und ausserdem ein gewisses Verständnis von den Dingen, von denen die Gefahr besteht, dass wir sie verlieren.

Sir Robert Cooper ist ein ehemaliger britischer Diplomat. Er arbeitete für den Hohen Vertreter der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik. Seit seiner Pensionierung ist er Sonderberater des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Der Text entstammt der Septembernummer des Magazins des Wiener Instituts für die Wissenschaft vom Menschen (www.iwm.at). – Aus dem Englischen von Georg Renöckl.


http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/eine-tragoedie-von-aufstieg-und-untergang-1.18150760

vielleicht wären noch zwei interessante Sachen zu erwähnen...

Der Beitrag kommt aus einem feinen Think Tank..der wo?, JA in Wien beheimatet ist..

http://www.iwm.at/the-institute/

Veröffentlicht für eine breitere Leserschaft wird er aber ausgerechnet im hervorragenden Feuilleton der "Neuen Zürcher"...was sagt uns das ?
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Okt 15, 2013 16:38:02 
Titel: cool stuff......
Antworten mit Zitat

es lohnt sich immer wieder mal die "Salzburger Nachrichten" zur Hand zu nehmen.....wenn man allerdings einen Artikel, den man in Hardcopy gelesen hatte, verlinken will, sucht man sich online, naja...also so eine grottenschlechte unstrukturierte web-site wie sie die SN haben, muss einem mal einfallen..."Stierwascher Logic"......

der Content ist ja gut....


also....



Zitat:


CHRONIK
„Der Shutdown ist eine große Kinderei“

15.10.2013
Provokant. Der drohende US-Bankrott werde in letzter Minute verhindert, glaubt der in die USA ausgewanderte griechische Ökonom John Charalambakis. Eine einzige Platinmünze könnte die Rettung bedeuten.

Helmut Kretzl

Der Grieche John Charalambakis ist Chefökonom des US-Vermögensverwalters BlackSummit und ein großer Euroskeptiker.

Die USA scheinen sich schnurstracks in die Zahlungsunfähigkeit zu manövrieren. Wird es dazu kommen?

Charalambakis: Das Ganze ist eine große Kinderei, Erwachsene benehmen sich nicht so. Ich gehe davon aus, dass die Sache noch in letzter Minute gelöst wird.

Es sieht aber nicht so aus.

Charalambakis: Laut Verfassung könnte der Präsident im Ernstfall einseitig das Schuldenlimit erhöhen. Im 14. Verfassungszusatz heißt es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der USA dürfe nicht infrage gestellt werden. Obama könnte sich noch immer darauf berufen – auch wenn er sagt, er will das nicht tun.

Gibt es eine andere Lösung?

Charalambakis: Obama könnte auch auch eine Platinmünze prägen lassen und ihren Wert mit einer Billion Dollar festsetzen. Damit würde das Schuldenlimit um diesen Wert steigen.

Könnte auch die US-Notenbank Fed aktiv werden?

Charalambakis: Ich halte es für möglich, dass die neue Fed-Chefin Janet Yellen neue Wege geht. Anstatt wie bisher den Gewinn der Notenbank an das Finanzministerium abzuliefern, könnte sie in zwei, drei Jahren die Vermögenswerte der Fed einbringen, also die Staatsanleihen. Weil die Regierung selbst diese Bonds ausgegeben hat, würden damit gleichsam über Nacht alle Schulden der USA ausgelöscht.

Glauben Sie, dass sich sonst noch etwas mit Frau Yellen an der Fed-Politik ändern wird?

Charalambakis: Sie wird die überschwängliche Geldpolitik von Ben Bernanke fortsetzen und sich auf Jobs und Wachstum konzentrieren. Sie wird die Europäische Zentralbank dabei unterstützen, den Euro zu retten. In Wahrheit hat die Fed den Euro gerettet.

Wie das?

Charalambakis: Mehr als 50 Prozent des Geldes, das die Fed seit 2009 gedruckt hat, ist zur Stützung des Euro an die EZB gegangen. Andernfalls wäre der Euro schon zusammengebrochen. Für mich ist er die am wenigsten funktionstüchtige Währung der Welt.

Warum?

Charalambakis: Vom Konzept und der Ausführung her. Wenn eine Notenbank eine Währung ausgibt, braucht es auch gemeinsame Anleihen. Das gibt es in der EU nicht. Gemeinsame Schuldpapiere sind Voraussetzung für eine gemeinsame Währung. Die USA haben beides 1913 im Notenbankgesetz festgeschrieben. Mit der Gründung der Notenbank wurde auch die bundesweite Einkommenssteuer beschlossen.

Könnte mehr Integration ein Ausweg aus dem Dilemma sein?


Charalambakis: Vielleicht. Es wird aber nicht leicht, weil Europa sehr verschiedene Wurzeln hat.

War Griechenland Auslöser oder Opfer der Eurokrise?

Charalambakis: Griechenland ist Opfer der Umstände. Die dortige Klientelpolitik schuf keinen Wohlstand, dafür kam es zu Korruption. Das Agrarland Griechenland musste sogar Tomaten importieren, gute Fabriken mussten schließen, weil sie nicht wettbewerbsfähig waren. Man hat Schulden angehäuft, weil man glaubte, das Geld wachse auf Bäumen. Aber Griechenland sollte von den wahren Problem ablenken. Am Höhepunkt der Finanzkrise standen große Banken der Eurozone vor dem Bankrott, die Deutsche Bank, ABN Amro und UniCredit und andere mussten gerettet werden, das steht in der Fed-Bilanz.

In Ihrem Vortrag beim Wiener Hayek-Institut bezweifeln Sie die Notwendigkeit von Notenbanken.

Charalambakis: Wollen wir, dass uns die Regierung vorschreibt, wie viel wir für Sprit zahlen sollen oder für ein Essen im Restaurant? Warum sollte eine Behörde die Zinsen als Preis für Geld festlegen? Notenbanken haben zur Blasenbildung beigetragen, weil sie zu viel Geld gedruckt haben. Ich glaube, man müsste zumindest teilweise wieder zurückkehren zu einem Gold-Anker, wie es ihn bis 1971 gegeben hat. Ohne Anker kann das Schiff Wirtschaft nicht schwimmen.


http://search.salzburg.com/news/artikel.html?uri=http%3A%2F%2Fsearch.salzburg.com%2Fnews%2Fresource%2Fsn%2Fnews%2Fsn1515_15.10.2013_41-49251348

http://www.hayek-institut.at/index.php
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Okt 16, 2013 17:56:53 
Titel: Österreicher und Griechen
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als einzige in Europa gegen Sparpolitik...

Interessant, kann es daran liegen, dass sowohl bei uns sowie auch in Griechenland die "Klientelpolitik" der politischen Parteien im europäischen Vergleich besonders ausgeprägt ist? Und damit massivste Korruption in der Politik und natürlich sind auch die Wähler korrumpiert....und wie gesagt, was den Gesamtschuldenstand der Republik Österreich betrifft, da werden wir gar nicht so weit, wenn überhaupt, von Griechenland entfernt sein....



http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1460523/Eurokrise_Oesterreicher-und-Griechen-gegen-Sparpolitik?_vl_backlink=/home/index.do
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Okt 17, 2013 21:09:32 
Titel: Analyse der Europroblematik
Antworten mit Zitat

aus qualifizierter deutscher Sicht..

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-in-lebensgefahr-12615195.html
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: So Okt 20, 2013 15:09:25 
Titel: ein interessanter...
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und hoch überfälliger Beitrag zur Rolle der USA beim Finanzcrash 2008..

..aus der "Die Presse"...lang haben's braucht...aber better now than never...

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1466543/USA_Der-lange-Arm-des-ExFinanzministers-Bob-Rubin?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do

Clinton & Obama.....die Wreckbrothers der internationalen Wirtschaft...

ja, es war Pres. Clinton der in den 90'ern den Kern für den Zusammenbruch legte...

ein Teil wird im Artikel oben beschrieben..

dann zwang er im Rahmen eines gewagten "linken" Sozialexperiments, die beiden staatlich unterlegten Immofinanzierer ( Fannie Mae & Freddie Mac) "point blank" unbesichert Häuselbauerkredite an sehr sozial schwache Schichten der Bevölkerung auszugeben, obwohl man wusste, dass die nie korrekt bedient werden könnten..

das, die Deregulierung der Banken in den USA unter Clinton und die lockere Geldpolitik der FED haben den Wahnsinn verursacht..

Die Republikaner unter George W. Bush wollten den Spuk anfang der 2000'er Jahre entschärfen, sind aber im Repräsentantenhaus nicht gegen die Übermacht der Dems angekommen...

also, es zeigt sich, überall wo linke Wirtschaftspolitik betrieben wird, endet es in Chaos und Desaster..

das jetzt unabhängig von den Designfehlern des Euros...

wenn aber ein "konservatives" Wirtschaftsblatt wie die "Die Presse" in etwa, naja...gute 16 Jahre braucht um den Umstand zu überzuckern, dann kann man sich vorstellen, wie unterentwickelt das Verständnis von Wirtschaft im Allgemeinen in Österreich ist...

und unter Obama, sind die selben Wahnsinnigen wieder an den Schaltstellen..es heisst also für die ganze Welt sich warm anzuziehen..

der Pres. Obama hat gerade letztes Jahr die US Steuerzahler wieder "unlimited" in Haftung genommen bei Fannie Mae und Freddie Mac..

so wie UHBP Fischer, der glaub auch, dass irgendwo auf der Welt auf ewig ein grosser Bankomat steht, der auf ewig Geld ausspuckt..

der nächste Crash kommt bestimmt..

war eine ziemlich skrupellose Sache...man "beschaff" Geld um wiedergewählt zu werden, wie man man das? Man greift in Märkte ein, verfälscht diese, durch die Fannie Mae und Freddie Mac Sache, man dereguliert Banken, sodass auch jeder Sparverein den Wahnsinn kaufen kann, dann exportiert man die Sache in die ganze Welt, in Europa fangen den Dreck natürlich primär die Banken auf, die auch um politische Begehrlichkeiten zu erfüllen unter politischem, sprich inkompetenten Management stehen, die Hypos etc etc...naja und so nahm das Ganze seinen Lauf...und wird wieder seinen Lauf nehmen..

wie gesagt angezettelt vom Idol der Linken hier in Europa, dem Clinton, und jetzt macht wieder ein Idol der Linken bei uns, der Obama die gleicht Sache...

Und die normalen Bürger der Welt, werden die Zeche zu bezahlen haben...

aber es regt sich kaum Widerstand...

scheint wirklich, dass die Welt schon ziemlich verblödet ist..

ist ja nicht gerade "Rocket Science" diese Zusammenhänge zu verstehen...

hängt vielleicht wirklich mit Leseschwäche und massiven ( offenbar gewollten und geförderten) Bildungsdefiziten zusammen...

aber haben wir ja hier auch schon öfter behandelt die ganzen Sachen..

aber zumindest erscheint das Ganze jetzt mal zum ersten Mal in der Form auch bei uns in einer Zeitung..
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 21, 2013 10:36:56 
Titel: das hier sind nur
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"Nebengeräusche"...nebbich..

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1466723/Die-spaete-Rechnung-fuer-die-Krise?_vl_backlink=/home/index.do

wenn man mit seriösen Beobachtern aus den Bankenszene plaudert, sagen die einem, dass genau derselbe Wahnsinn, der da in den 90'ern losgetreten wird, bereits schon wieder läuft..

ist ja auch logisch...irgendwo muss ja das ganze frischgedruckte Geld hin...gut ein Teil geht in die Stützung des EURO, sozusagen auf die Intensivstation als O2..

und der Rest...naja, in völlig undurchschaubare Finanzprodukte..

Die normalen Zinsen, die korrekterweise in der Realwirtschaft zu machen wären, damit gibt sich ja kein Mensch zufrieden..

Und, sollte irgendwer meinen, es gäb bei uns nicht mehr dieselben durchgeknallten Käufer für dieverse Papiere..denkste...läuft auch genau die gleiche Show wieder ab...

Der Andosch hat Recht, wenn er meint, in Österreich z.B. könnte UND sollte man über Nacht die ganzen Hypos ersatzlos schliessen...stellen nur im Auftrag diverser Landeshauptleute Unfug an...nach wie vor..
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 23, 2013 21:49:58 
Titel: und wenn man nicht aufpasst,
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und sich Europa das was Robert Cooper einfordert, nämlich Redlichkeit und Weisheit, nicht zu Herzen nimmt, dann ist natürlich leider Alles möglich...

auch das...

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/1468189/Das-boese-Erwachen-aus-dem-Traum-von-der-besseren-Zukunft?_vl_backlink=/home/index.do
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Viper
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 26, 2013 18:52:47 
Titel: die Frage
Antworten mit Zitat

bei einem der folgenden Beiträge stellt sich natürlich...

wieviele Leser in Österreich sind intellektuell im Stande der Diskussion noch zu folgen...?



http://www.nzz.ch/finanzen/strukturierte_produkte/uebersicht/es-wird-nicht-sehr-angenehm-fuer-ihre-kinder-1.18172826

http://www.misesde.org/?p=6335
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redshadow
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BeitragVerfasst am: Di Okt 29, 2013 00:59:55 
Titel: Kleine Korrektur zum Finanzcrash
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Es stimmt, Rubin und Summers sind für die Abschaffung des Glass-Steagall Act verantwortlich.
Das war 1999.
Daß die Republikaner unglücklich darüber gewesen sind, ist mir nicht aufgefallen.
Zitat:
Die Republikaner unter George W. Bush wollten den Spuk anfang der 2000'er Jahre entschärfen, sind aber im Repräsentantenhaus nicht gegen die Übermacht der Dems angekommen...


Ein republikanischer Präsident Bush 2000 - 2008, eine republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus von 1995 - 2006 und eine Mehrheit im Senat von 2002 - 2006!
Nix mit entschärfen, die wollten gar nicht, lief ja alles gut.

Freddie Mac kauft Hypothekenkredite von Banken, Fannie Mae auch.
Die wurden von diesen Banken besch..., warum wohl müssen die Bank of America und J.P.Morgan hohe Strafzahlungen leisten?!

Das Problem ist eher, daß Investmentbanker zu Finanzministern gemacht werden, dazu gehört auch Poulson. Die haben einfach andere Prioritäten.
Frühere Finanzminister waren reine Politiker oder ehemalige CEOs von Industriebetrieben. Auch nicht das Gelbe vom Ei, aber wenigstens mit einem Blick von Außen.

Und jetzt: Immobilienwahnsinn reloaded, da muss ich Dir rechtgeben.
Linke oder rechte Politik? Nein, die Politik der Banken! Ein oder zwei Poliker sollen ja vorher bei Goldman Sachs gearbeitet haben.
Ist natürlich reine Spekulation, daß dies ihre Politik irgendwie beeinflussen könnte.
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Viper
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BeitragVerfasst am: Di Okt 29, 2013 09:48:21 
Titel: stimmt,
Antworten mit Zitat

das hab ich falsch ausgedrückt..

McCain und Bush wollten bereits, McCain im Senat und Bush als Pres 2002 den Spuk um Fennie Mae und Freedie Mac entschärfen, und da war es so dass zu dem Zeitpunkt der Senat wieder bei den Dems war..

und sind damals nicht durchgekommen damit

denen war klar dass die Freedie Mae und Fannie Mac Sache einmal hochgehen wird, und in Endeffekt waren die beiden Immofinanzierer der Kern des Finanzcrashs 2008..

und es stimmt auch eines, vor der Bankenderegulierung in den USA in den 90'ern hatten die USA eben aus Erfahrung ganz strenge Regeln im Bankgeschäft, heisst welcher Typ von Bank was machen darf und was nicht..

sowas haben wir bei uns z.B. nie gehabt..

und wie dann alle zu gamblen angefangen haben, haben bei uns, eben primär die Banken die nicht porfessionell gemanagaed waren, sondern deren Vorstände und Aufsichtsräte politisch besetzt waren da mitgemacht..

und weiss nicht, vielleicht hab ich was versäumt, aber das geht jetzt wieder fröhlich weiter der Wahnsinn, so sagen zumindes seriöse Insider aus dem Bankenbereich..
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Viper
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BeitragVerfasst am: Do Okt 31, 2013 09:34:13 
Titel: interessant in dem Zusammenhang
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ein aktueller Kommentar zum Thema IMMO Finanzierer in den USA...

da scheint sich dasselbe Spiel anzubahnen wie damals in den 90'ern, und das zusammen mit der endlosen Gelddruckerei der US FED erzeugt die nächste Immoblase...und wenn die platzt, dann schepperts wieder weltweit...

nicht gut...

Zitat:


Fannie Mae Revivalist

The Obama Administration tries again to turn on Fan's easy money spigots.


Oct. 30, 2013 7:20 p.m. ET

The Obama Administration has tried for years to oust career employee Edward DeMarco from the helm of the Federal Housing Finance Agency (FHFA), the chief regulator for Fannie Mae FNMA -8.68% and Freddie Mac. FMCC -9.40% The idea is to get a loyalist in charge who is more willing to take political orders. The latest White House nominee is coming up for a Senate vote as early as Thursday, and Republicans have good reasons to block him.

President Obama wants North Carolina Congressman Mel Watt to run the FHFA, an obscure institution with enormous discretionary power. Since 2008 the agency has acted as the conservator for Fannie and Freddie and overseen the 12 Federal Home Loan Banks. FHFA oversees 48% of all outstanding U.S. mortgages and 77% of those issued last year—all taxpayer guaranteed—and Fan and Fred have $5 trillion in mortgage business.

Mr. DeMarco has interpreted the FHFA mandate to "preserve and conserve" the agency's assets to include protecting taxpayers. He has tightened underwriting standards, doubled guarantee fees, shrunk Fan and Fred's mortgage portfolios and prohibited the mortgage giants from entering new businesses.

He has also championed the return of a private mortgage insurance market and—most important—refused Obama Administration calls for mass writedowns on loan principal. Democrats favor the writedowns as a political sop to some homeowners, but Mr. DeMarco rightly says this would be unfair to borrowers who pay their bills on time as well as to taxpayers who would underwrite the losses.

Meanwhile, Fannie and Freddie are minting money again because of their market oligopoly, and the political impetus to reform is diminishing. Last year Congress used the agencies to pay for an extension of a payroll tax cut, and the Administration has seized Fan and Fred's profits.

Wall Street hedge funds betting on a revival of Fan and Fred have also re-emerged as champions of the toxic titans. They want to recreate the Wall Street-Washington nexus that made the giants so politically untouchable before the panic.

As for Mr. Watt, he's spent 20 years in the House encouraging the practices that got Fannie and Freddie into trouble. As a senior member of the Financial Services Committee, he followed Barney Frank in supporting Fan and Fred's affordable housing goals and lax underwriting, as well as taking campaign contributions from the toxic twins.

Mr. Watt is also notably coy about how he'd manage Fan and Fred while Congress figures out what to do with them. In an interview with this newspaper in May, Mr. Watt said he "didn't know" what the biggest differences would be between his approach and Mr. DeMarco's, what the mission of FHFA was, nor what are the biggest challenges facing the agency.

This isn't surprising because Mr. Watt is a civil-rights lawyer who lacks the minimum experience required by the FHFA conservator statute. The Housing and Economic Recovery Act of 2008 says the conservator shall "have a demonstrated understanding of financial management or oversight, and have a demonstrated understanding of capital markets, including the mortgage securities markets and housing finance." The word "demonstrated" does not suggest on-the-job training.

On June 24, 2010, Mr. Watt asked at a Congressional conference committee: "Can somebody explain to me what's in Tier 1 capital?" and "I just don't have enough knowledge in this area to understand." In December 2011 he said that, despite his Financial Services slot, "I didn't know a damn thing about derivatives. I am still not sure I do."

One reason Fan and Fred went belly up is that they didn't hire experts in finance. They deliberately hired CEOs who were experts in politics to protect their government guarantee. That's Mr. Watt. As recently as last December, he joined other Members of Congress in writing to House leaders urging that budget talks include "assistance to homeowners who are currently underwater on their mortgages," including the Fan and Fred principal writedowns that Mr. DeMarco has resisted. Mr. Watt now says he'd have different obligations at FHFA, but he has refused to rule out writedowns.

As FHFA director he'd also have the power to steer Fan and Fred profits to a new affordable housing "trust fund" created in 2008. Mr. DeMarco has never done so, preferring to repay taxpayers first. But Mr. Watt has pointedly refused to commit himself on the trust fund, which Mr. Frank designed to channel cash to left-wing groups like Acorn and its cousins.

Congress may finally try to pass housing-finance reform in the coming months, including Fan and Fred. If Republicans confirm Mr. Watt, they'll reduce the negotiating incentive for Democrats who will figure they can accomplish their political goals through Mr. Watt. The least GOP Senators should do is keep Mr. DeMarco on the job until a reform is passed. It's bad enough putting an amateur in charge of a $5 trillion business, but it's worse when that amateur's main expertise is politics.


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BeitragVerfasst am: Sa Nov 02, 2013 22:10:29 
Titel: und soll niemand
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sagen, dass das nicht brandgefährlich ist wenn Länder durch Korruption und politisches Unvermögen wirtschaftlich ins Straucheln geraten, so wie Griechenland..

dan haben gerade ein paar Linksextreme ein paar Rechtsextreme umgenietet...

so fangen Bürgerkriege an...



http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/584614_Zwoelf-Kugeln-gegen-die-Demokratie.html

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1471337/Krise_Die-griechische-Zeitbombe?_vl_backlink=/home/index.do
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BeitragVerfasst am: So Nov 03, 2013 21:59:41 
Titel: tja...
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Zitat:
...Es ist bemerkenswert, dass ausgerechnet der IWF einen Vorschlag zur Enteignung von Sparern macht. Aufgabe des Fonds ist es, für die Stabilität des Finanzsystems zu sorgen. Angesichts der Proteste ist der IWF nun um Beruhigung bemüht. Ein Sprecher des Fonds meinte, dass es sich um einen „analytischen Bericht“ handeln würde....


http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1471728/IWF-will-alle-Sparer-enteignen?_vl_backlink=/home/index.do
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