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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Feb 20, 2014 19:45:58 
Titel: in der Süddeutschen
Antworten mit Zitat

steht die Sache ausführlicher beschrieben…

Zitat:


Schmiergeld-Verdacht gegen EADS
Eurofighter-Treffen in der Milchbar



Schwarze Kassen bei EADS? Das Rüstungsunternehmen zahlte acht Millionen Euro an eine obskure Lobbyistenfirma. Die Truppe hat angeblich Spitzenpolitiker in Österreich getroffen, um den "Eurofighter" zu verkaufen.

Von Klaus Ott

Der Tätigkeitsnachweis ("Supporting Activities"), den die Londoner Agentur City Chambers für zwei Jahre vermeintlich harter Arbeit erstellt hat, umfasst gerade einmal sieben Spiegelstriche. Und er steckt voller Schludrigkeiten: Die Unterschrift ist unleserlich, die Namen der genannten Personen stimmen zum Teil nicht, und auch die vertraulichen Treffen in Wien haben wohl größtenteils nicht stattgefunden.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der inzwischen Airbus heißt, hatte die Lobbyisten aus London engagiert, damit sie sich in Österreich dafür stark machen, dass die Luftwaffe der Alpenrepublik den Kampfjet Eurofighter erwirbt. Die Abgesandten von City Chambers behaupten, dass sie dazu einiges geleistet hätten. Sie wollen sich mit österreichischen Militärs getroffen haben, mit Abgeordneten. Und - ja, das auch - mit mehreren Spitzenpolitikern, darunter ein gewisser Dr. W. Lüssel, ein Dr. J. Laider sowie ein Dr. K.H. Lasser. So steht es in dem Bericht der britischen Beratungsgesellschaft, datiert vom 24. Juni 2005 und adressiert an die Chefetage von EADS. Für solche Dienste überwies der Konzern mehr als acht Millionen Euro nach London.

Aber wofür floss das Geld tatsächlich? Und wen wollen die Lobbyisten eigentlich getroffen haben?

Dr. W. Lüssel? Heißt natürlich Dr. Wolfgang Schüssel und war damals Kanzler der Republik Österreich.

Dr. J. Laider? War in Wirklichkeit der mittlerweile verstorbene Dr. Jörg Haider, ehedem der führende Mann der rechten FPÖ und Regierungschef in Kärnten.

Dr. K.H. Lasser? Der korrekte Name lautet Karl-Heinz Grasser, ehedem österreichischer Finanzminister, in diverse Affären verstrickt, kein Doktortitel. Sogar der Dr. ist also falsch in dem Schreiben aus London.

Auf die Post von City Chambers sind Staatsanwälte aus Deutschland und Österreich gestoßen. Die Strafverfolger gehen dem Verdacht nach, EADS habe beim Verkauf von 15 Eurofightern der Marke Typhoon zum Preis von 1,7 Milliarden Euro an die Regierung in Wien kräftig nachgeholfen - mit Schmiergeld, unter Einsatz von Briefkastenfirmen und mit Scheinrechnungen. Mehr als 100 Millionen Euro sollen in dunklen Kanälen versickert sein. Das Geld floss teils über Konten und Firmen in London, teils aber auch über sogenannte Offshore-Gesellschaften. Stationen waren die Isle of Man, die Schweiz und Liechtenstein sowie Zypern. Seit Jahren wird vermutet, dass sich Politiker, Spitzenbeamte und Militärs in Österreich nicht nur aus sachlichen Gründen für den Typhoon und gegen die F-16 aus den USA und die Gripen aus Schweden entschieden hätten, sondern auch finanziell profitiert hätten. Bewiesen ist nichts.

Die Causa Eurofighter hat in Österreich bereits vor Jahren einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss und den Rechnungshof beschäftigt. Viele seltsame Vorgänge sind zutage gefördert worden, doch nichts ist so kurios und dubios wie die nunmehr gefundene Korrespondenz zwischen EADS und dem Beratungsunternehmen City Chambers aus London, das sich längst in Luft aufgelöst hat. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat, im Anschluss an Razzien der Strafverfolger aus München und Wien, eigene Ermittler eingesetzt. Und selbst die haben ziemlich gestaunt, wofür EADS von September 2003 bis September 2009 genau 8.009.490,58 Euro in die Poland Street in der britischen Hauptstadt überwiesen hat, wo die Lobbyistenfirma City Chambers ihren Sitz hatte.

Die vom Konzern mit den Nachforschungen beauftragten Anwälte fragten sich, was das eigentlich für ein Unternehmen ist, an das so viel Geld floss. Unter den Briefen und "Activity Reports" von City Chambers fanden sie auch die Unterschrift des Firmenrepräsentanten M. Der unterzeichnete mal so und mal ganz anders.

Im Zweifel Anklage wegen Untreue

M. soll es wirklich geben. Aber gab es auch die in Rechnung gestellten Termine in Wien? Es sieht so aus, als hätten diese so nicht stattgefunden; zumindest nicht alle. In der österreichischen Hauptstadt wollen die Vertreter aus London einflussreiche Leute kontaktiert haben, vor allem in der "Milchbar" im Nationalrat, wie die Gaststätte im Parlament genannt wird. 120 Treffen in den Jahren 2002 und 2003 sind in den Kalendern fein säuberlich notiert. Meist "vertiefende Gespräche" mit irgendwelchen Militärs vom Brigadier bis zum General, die Allerweltsnamen wie Huber und Kunz tragen, oder Fuchs und Wagner.

Aus der Reihe fällt nur ein Dworschak, der erst General war (am 20. März 2002), dann Vizeoberst (am 24. April 2002), und schließlich Oberleutnant (am 1. November 2002) - ein steiler Abstieg in der Hierarchie also. Am Ende, am 5. Dezember 2003, firmierte dieser Dworschak dann als Doktor - kein Militär mehr, aber dafür nun promoviert.

Auch mit vielen anderen Doktoren wollen die Berater aus London in der "Milchbar" über den Eurofighter geredet haben. Immer wieder tauchen ein Fuchs und ein Wagner auf. Und eben Dr. Luessel alias Kanzler Schüssel. Der soll sich Ende 2003 gleich zwei Mal Zeit genommen haben für die Jungs aus London. Auf die Idee, mal nachzufragen, wer dieser Dr. Luessel beziehungsweise Dr. W. Lüssel denn sei, ist bei EADS wohl niemand gekommen, als das viele Geld in die Poland Street überwiesen wurde. Es hat offenbar auch niemandem im Konzern gewundert, dass nicht einmal die Anteilseigner von City Chambers bekannt waren. Der Kontakt von EADS-Managern zu der Firma aus London beschränkte sich auf ein Treffen mit dem City-Chambers-Repräsentanten M. in Paris, diverse Mails sowie ein paar Telefonate mit einem gewisser W., der ebenfalls einen Doktortitel führte. W. soll derjenige gewesen sein, der in der "Milchbar" agierte.

Die Geldtransfers in die Poland Street können eigentlich nur einen Sinn gehabt haben: Millionenbeträge sollten offenbar aus dem EADS-Konzern ausgeschleust werden und in schwarzen Kassen landen, für sogenannte N.A. (Nützliche Aufwendungen), wie die Bestechung früher in Industriekreisen umschrieben wurde. Vor dem großen Korruptionsfall bei Siemens waren N.A., Scheinrechnungen und Briefkastenfirmen üblich. Die Konzerne gaben sich keine große Mühe, fragwürdige Geschäfte geschickt zu vertuschen, weil die Justiz lieber Kapitalverbrechen wie Mord und Totschlag verfolgte statt Kapitaldelikte wie Korruption. Das könnte den sorglosen Umgang bei EADS mit City Chambers erklären.

EADS sagt, man habe mit den eigenen Ermittlungen einen "erheblichen Beitrag zur Aufklärung geleistet". Die juristische Bewertung sei Sache der Staatsanwälte. Wohin die in die Poland Street transferierten Eurofighter-Millionen letztlich geflossen sind, wird schwer aufzuklären sein, da die Firma nicht mehr existiert und alle Unterlagen wohl verschwunden sind.

Eine Anklage gegen die beschuldigten EADS-Manager bis hin zum früheren Eurofighter-Chef wäre trotzdem möglich. Sind Schmiergeldzahlungen nicht nachweisbar, dann behelfen sich die Staatsanwälte gerne mit der Untreue. Wer Millionenbeträge für obskure Rechnungen zahlt oder zahlen lässt, verstößt gegen seine Pflicht, mit dem Unternehmensvermögen sorgsam umzugehen. Das hat schon viele Manager vor Gericht gebracht.

Auch beim Eurofighter könnte es so kommen, nicht nur wegen City Chambers. Andere Agenturen haben bei EADS ebenfalls fragwürdige Leistungen abgerechnet. Etwa für "Permanentes- zur-Verfügung-Stehen".


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schmiergeld-verdacht-gegen-eads-eurofighter-treffen-in-der-milchbar-1.1893747
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Feb 21, 2014 09:35:31 
Titel: ….
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Zitat:
….Um den Eurofighter-Kauf rückgängig zu machen, müsste nachgewiesen werden, dass EADS selbst Schmiergeld nach Österreich bezahlt oder nachweislich Boten missbraucht hat. Eine Bestechung seitens der Briefkastenfirmen alleine genügt nicht. Die noch berühmtere Firma in diesem Zusammenhang ist die britische Vector, über die 100 Millionen Euro zur Anbahnung von Gegengeschäften geflossen sein sollen. Die Art dieser Gegengeschäfte (Modegeschäfte) sind ähnlich skurril wie die Decknamen.

Die Frage, welche Österreich-Kompetenz diese britischen "Buden" gehabt haben sollen, kann EADS heute noch nicht beantworten. Künftig dürfen nur noch Vermittler für EADS arbeiten, die in den Ländern selbst tätig und deren Eigentümer bekannt sind.

Die Prüfung des Deals durch Clifford Chance ist ein Indiz, dass sich EADS von alten Praktiken distanziert und Untreue in den eigenen Reihen (in der Vergangenheit) nicht ausschließt…..


http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/610070_Wenn-M-bei-L-lobbyiert.html
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Fr Feb 21, 2014 22:20:17 
Titel:
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ich glaube, die meisten Österreicher können das Thema schon gar nicht mehr hören.
Und eine Rückabwicklung fällt in die Kategorie "Märchen", das klappt nie.

"Wir" Österreicher waren so dumm, haben uns als eines der ganz wenigen Kundenländer weltweit diesen Schrott andrehen lassen.
Blödheit gehört bestraft.
Jetzt müssen wir Jahrzehnte mit dem Schrott leben, selbst schuld.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Sa Feb 22, 2014 11:30:10 
Titel: naja….
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das ist aber jetzt schon eine "emotionale Verkürzung" der Problematik..

Das Auswahlverfahren ist hier auf airpower schon hinlänglich behandelt worden..

Wenn EADS damals irgendeiner "demi monde" "Firma" einen Samsonite mit 8 Mio EUR als "crocodile fund" in die Hand gedrückt hat, dann war das sehr unklug und kann wohl sein, dass hier EADS selbst zum Opfer geworden ist und die Gang die die 8 Mio da bekommen hat damit "stiften" gegangen ist…möglich ist hier Alles...

Mein Mitleid mit EADS hielte sich aber in Grenzen, weil sowas sollte eigentlich nicht möglich sein bei so einem Konzern…


Aber es deutet eben Einiges darauf hin, dass sich Airbus von solchen Praktiken nun verabschieden will..

Von der österreichischen Justiz ist da nicht viel zu erwarten was Aufklärung betrifft, aber die Verfahren sind ja auch in Deutschland anhängig…und in München arbeitet man da recht zügig und kompetent von Justizseite her, also ist mit Aufklärung zu rechnen...
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Sa Feb 22, 2014 13:41:13 
Titel: Re: naja….
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Viper hat folgendes geschrieben:
das ist aber jetzt schon eine "emotionale Verkürzung" der Problematik..


ich würde das nicht emotional nennen
Es sind die Fakten.

Der EF ist aus gutem Grund am weltweiten Markt ein Ladenhüter.
Fakt ist ebenso, wir haben uns die Krücken andrehen lassen und müssen jetzt damit leben.
Da gibts keinen Weg zurück, egal wie lang man nachforscht.
So blöd waren die damals handelnden Personen nicht.

Unser Glück ist nur, dass wir die Dinger nur ein paar Mal im Jahr brauchen um eine Linienmaschine mit Transponderdefekt zu eskortieren.
Für diese "Foto-klick-klick"-Aufgabe ist der EF völlig ausreichend.

Ach ja, und natürlich die peinliche Show alle zwei Jahre in Zeltweg, wo ... oh Wunder .... zwei Abfangjäger eine alte, devot kreisende Hercules zur Landung "zwingen".
Ok, fürs Publikum eine belustigende Pausenshow zwischen den echten Highlights der Airpower, aber das war´s dann auch schon.

Fürs BH ein Mühlstein um den Hals, der es trotz herausragender Leistungen (Hochwasser usw...) in der Öffentlichkeit lächerlich dastehen lässt.

Allein zuletzt die Aussage im Hypo-Debakel "die Hypo übertrifft sogar den Eurofighter" sagt ja alles aus, in welches Eck diese Schrottmühlen das Bundesheer und unsere ehrlichen Soldaten stellen.
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7L*WP
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Anmeldungsdatum: 10.10.2007
Beiträge: 487

BeitragVerfasst am: Sa Feb 22, 2014 15:49:50 
Titel: Re: naja….
Antworten mit Zitat

Winston hat folgendes geschrieben:
Ach ja, und natürlich die peinliche Show alle zwei Jahre in Zeltweg, wo ... oh Wunder .... zwei Abfangjäger eine alte, devot kreisende Hercules zur Landung "zwingen".
Ok, fürs Publikum eine belustigende Pausenshow zwischen den echten Highlights der Airpower, aber das war´s dann auch schon.


Das peinlichste am Landezwang einer Herkules bei einer Airshow sind wohl deine dauernden Kommentare dazu!!
Genau diese Pausenshow war letztes Jahr bei der Leuchars Airshow in Schottland für viele eines der Highlights, wenn nicht sogar das Highlight der Airshow!
Aber manche müssen einfach alles was aus Österreich kommt schlecht reden, ob jetzt aus Unwissenheit oder Dummheit oder auch nur weil sie im Auftrag irgendwelcher Parteien oder Organisationen schreiben!
Aber auf der anderen Seite muss man ja richtig froh sein, dass hier auf "Vipers Spielwiese" überhaupt noch jemand etwas schreibt, wenn auch so mancher Blödsinn dabei ist!!
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Sa Feb 22, 2014 16:23:25 
Titel: Re: naja….
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7L*WP hat folgendes geschrieben:

Genau diese Pausenshow war letztes Jahr bei der Leuchars Airshow in Schottland für viele eines der Highlights, wenn nicht sogar das Highlight der Airshow!


sei mir nicht böse, aber wenn diese Show das Highlight war, bedauere ich die Schotten.
Was war da sonst noch am Start - eine Papierfliegermeisterschaft?

Geh bei der Airpower 15 durch die Massen falls diese "Hercules-Show" wieder gezeigt wird.
Viele nützen diese "Pause" um Verpflegung zu holen, andere findens einfach nur irrekomisch und applaudieren höhnisch, wenn die Hercules zur Landung "gezwungen" wurde.

Nicht falsch verstehen, mir tut das weh wenn das BH unfreiwillig so bloßgestellt wird.
Ich kann mich noch an die Draken-Zeit erinnern, die haben wenigstens 105er "bezwungen".
Das war wenigstens fürs Publikum eine gute Show, Jet vs Jet.

Aber daß ein sauteures Überschallflugzeug eine Hercules "einfängt" .... das würde ein Flugschüler in der betagten PC-7 auch "schaffen".

Aber egal, geht ohnhin am Thema EF vorbei.
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w4RLOCK
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Anmeldungsdatum: 09.09.2005
Beiträge: 316
Wohnort: Deutschland/westfalen

BeitragVerfasst am: Sa Feb 22, 2014 17:08:20 
Titel:
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Zitat:


Der EF ist aus gutem Grund am weltweiten Markt ein Ladenhüter.


der da wäre?
letztendlich haben doch alle fighter am markt das gleiche problem. viele würden sich gerne eine rafale oder einen ef auf den hof stellen, aber nur die wenigsten haben auch das geld dazu. und die die den nötigen salär aufbringen können stecken oftmals selbst, zumindest anteilig, in irgendwelchen programmen mit drin. welche maschine wäre denn nach deiner definition kein ladenhüter?
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Sa Feb 22, 2014 23:47:13 
Titel:
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w4RLOCK hat folgendes geschrieben:
und die die den nötigen salär aufbringen können stecken oftmals selbstt, zumindest anteilig, in irgendwelchen programmen mit drin.

gutes Beispiel, dass der EF ein Ladenhüter ist.
Oman, Saudis und Ösis ... das war´s dann schon weltweit.
Der Rest sind die MUSS-Käufe der Herstellerländer.
Man kann den Flop nicht schönreden.

Auch in diesem Segment gibt es einige Typen anderer Hersteller, die eine -zig fache Zahl weltweit verkauften.

Aber um beim Thema zu bleiben, das BH muss jetzt mit diesem von Politikern beschafften Mühlstein leben. Noch jahrzehntelang so wie es aussieht.
Klug hätte gute Ideen, ist aber rein schon vom Budgetrahmen dank EF in vielen Bereichen handlungsunfähig.
Für die Truppe nicht unbedingt motivationsfördernd.
Schade, dass es so kommen musste wegen einer Handvoll Politiker und ihren "Freunden".
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: So Feb 23, 2014 10:47:49 
Titel: sorry...
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Winston hat geschrieben:

Zitat:
...Klug hätte gute Ideen, ist aber rein schon vom Budgetrahmen dank EF in vielen Bereichen handlungsunfähig. ...


Ich kenn dem Klug seine Ideen nicht, aber das gehört in einen anderen Thread…

z.B.: Verteidigungsetat generell

Dafür kann der EF aber nix…

Jedes Flugzeug kostet ein Geld…

Die Daraboslösung besonders viel pro Flugzeug…

Und wenn die Republik über Nacht, nicht über die nächsten 30 Jahre, den Priviligienstadel im öffentlichen Bereich abstellen würde, hätten wir ca. 12 Mrd Euro im Budget mehr frei verfügbar..

Da könnte man sofort den Verteidigungsetat mit zusätzlichen 2 Mrd im Jahr verdoppeln…UND ein gescheite Steuerreform ( sprich Senkung) ginge sich auch noch aus..
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: So Feb 23, 2014 12:14:16 
Titel: Re: sorry...
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Viper hat folgendes geschrieben:

Und wenn die Republik über Nacht, nicht über die nächsten 30 Jahre, den Priviligienstadel im öffentlichen Bereich abstellen würde, hätten wir ca. 12 Mrd Euro im Budget mehr frei verfügbar..

Da könnte man sofort den Verteidigungsetat mit zusätzlichen 2 Mrd im Jahr verdoppeln…


beides richtig. Schafft man aber sicher nicht. Verteidigungsetat erhöhen schafft man in der westlichen Welt derzeit nirgends, schon gar nicht in Ö.
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w4RLOCK
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Anmeldungsdatum: 09.09.2005
Beiträge: 316
Wohnort: Deutschland/westfalen

BeitragVerfasst am: So Feb 23, 2014 19:19:20 
Titel:
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Zitat:
gutes Beispiel, dass der EF ein Ladenhüter ist.
Oman, Saudis und Ösis ... das war´s dann schon weltweit.
Der Rest sind die MUSS-Käufe der Herstellerländer.
Man kann den Flop nicht schönreden.

Auch in diesem Segment gibt es einige Typen anderer Hersteller, die
eine -zig fache Zahl weltweit verkauften.


es gibt in diesem segment ziemlich genau zwei hersteller (saab lassen wir mal außen vor), und beiden war bisher kein außerordentlicher erfolg im export beschieden. dassault's indien-deal steht ja allem anschein nach auch mehr als auf der kippe.
und du glaubst die gründe hierfür sind technischer natur?
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 26, 2014 19:14:34 
Titel: "Haider Betreuung"
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http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1567925/EurofighterLobbying_Geld-fur-HaiderBetreuung?_vl_backlink=/home/index.do
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Frank
Gast





BeitragVerfasst am: Do Feb 27, 2014 05:31:37 
Titel:
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Die (mutige) entscheidung von Schwarz-Blau das BH naeher zur EU zu bringen stoest dem rot-gruene gesockse schlecht auf.
Bei der S-70 anschaffung war der pilz laut das man 'Europaeisch denken' sollte und den Cougar kaufen.
Bei den jets darf es aber so nicht sein.
Dumm, duemmer, Oesterreicher!
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Do Feb 27, 2014 20:46:57 
Titel:
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Frank hat folgendes geschrieben:

Bei der S-70 anschaffung war der pilz laut das man 'Europaeisch denken' sollte und den Cougar kaufen.
Bei den jets darf es aber so nicht sein.


Ja, Schweden liegt ja nicht in Europa und ist auch kein EU-Mitglied.
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edi
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Anmeldungsdatum: 08.12.2005
Beiträge: 335

BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2014 09:50:53 
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ja puncto ladenhüter kann man nur sagen, der rafale ist wohl bislang der größte ladenhüter auf dem markt. bin neugierig ob und wann überhaupt ein verkauf mit diesem ladenhüter zustande kommt.

bzgl abfangübung ef-hercules kann man sagen, nicht jeder aj würde in bodennähe und bei derartig geringer geschwindigkeit fähig sein, ein solches flugzeug abzufangen und zu begleiten! der ef ist in dieser hinsicht fast einzigartig. dabei ist ein abfang einer s-105 für einen aj ein kinderspiel!!
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Winston
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Anmeldungsdatum: 27.08.2012
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: Di März 04, 2014 07:13:30 
Titel:
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edi hat folgendes geschrieben:
bzgl abfangübung ef-hercules kann man sagen, nicht jeder aj würde in bodennähe und bei derartig geringer geschwindigkeit fähig sein, ein solches flugzeug abzufangen und zu begleiten!


den Job erledigt dir jeder Flugschüler in einer verstaubten PC-7.
Daher darf man sich nicht wundern, wenn vom Großteil der Besucher höhnischer "Applaus" kommt.
Die meisten Zuschauer haben mit milit. Luftfahrt nix am Hut, sie kommen um ein bissl "Action" zu sehen.
Nicht nur in Ö, ist weltweit so.
Und da hätte eine gute Organisation leichtes Spiel, dies zu bieten.

Aber ein Jet (egal welcher) gegen einen altersschwachen Transporter ist eben wirklich nur lächerlich.
Tauschts die Herc gegen 1-2 105er. Wirkt realistischer und das Volk ist glücklich.
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squale
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Anmeldungsdatum: 14.11.2011
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: Di März 04, 2014 11:29:02 
Titel:
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edi hat folgendes geschrieben:
ja puncto ladenhüter kann man nur sagen, der rafale ist wohl bislang der größte ladenhüter auf dem markt. bin neugierig ob und wann überhaupt ein verkauf mit diesem ladenhüter zustande kommt.


Immerhin ein Ladenhüter, der sich in allen technischen Auswertungen bei Luftwaffen gegen den EF durchgesetzt hat (laut Aussagen der indischen Luftwaffe auch dort).
Da fragt man sich, was letztendlich oft den Ausschlag gibt. Nicht immer die Qualität.

Der EF hat sich nur dort im Export durchgesetzt, wo es entweder keinen Konkurrenten gab (Oman, Saudi-Arabien - dort auch noch mit Korruption) oder in Österreich! Bei den meisten Ausschreibungsverfahren kam er nicht in die Endrunde.

Er hat gerade auch in Südkorea zum dritten Mal hintereinander das Nachsehen gehabt und wurde kurz vor Weihnachten in den VAE eliminiert, wo die Rafale noch im Rennen ist.

Dassault ist auch noch in Indien als einziger Anbieter im Gespräch. Da der Vertrag aber äußerst komplex ist (ToT, Lizenzproduktion, Extras für die IAF etc.) und die Inder derzeit budgetär etwas kürzer treten müssen, dauert das aber und wurde in die nächste Budgetperiode verlegt. Dafür war zuletzt nicht mehr von 126, sondern gleich von 189 Flugzeugen die Rede.
Der Deal wird wahrscheinich zustande kommen.

Übrigens hat es mehr als 10 Jahre gedauert, bis die Niederländer die F-35 Bestellung zu Papier gebracht haben.

Meiner Meinung nach hat die Rafale in der Zukunft besser Karten als der EF, wenn weiterhin regelmäßig Upgrades gemacht werden (wie kürzlich wieder beschlossen) und vor allem wenn Indien konkret wird.
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edi
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Anmeldungsdatum: 08.12.2005
Beiträge: 335

BeitragVerfasst am: Fr März 07, 2014 12:28:19 
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es ist schlussendlich egal, ob die frz politik oder der hohe preis des flugzeuges den rafale zum ladenhüter macht. früher hat sich die mirage-familie hervorragend verkauft. zählen tut nur eines - die verkaufszahlen. dassault kann nur profitieren, wenn auch entsprechende verkäufe gemacht werden. es wird der indien-deal das zünglein an der waage sein, ob vom rafale überhaupt noch ein verkauf ins ausland zustande kommt.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr März 07, 2014 15:39:38 
Titel: eigentlich sollt man zum Thema zurückkehren...
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http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1571223/Eurofighter_EADS-zahlte-Lobbyisten-fast-17-Millionen-Euro?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

Mich interesiert jetzt eigentlich nur, was die Republik Österreich für einen Preisaufschlag pro Eurofighter gehabt hat…

1) Gegengeschäfte…

Wiss ma alle, die 200 % indriect offsets waren ein blöder Schmäh..

Nicht unbedingt, weil der Schüssel da von Anfang an sinistre Ideen gehabt hätte, obwohl mittlerweile bin ich mir bei ihm gar nicht mehr so sicher, sondern einfach deswegen weil er zu faul und zu unfähig war den Österreichern zu erklären, warum wir neue Flieger überhaupt brauchen…

So, und dann ist ihm der 200% Offset Schmäh eingefallen…

(Zur Erinnerung 200% Offset waren für die österreichische Wirtschaft in den Jahren gar nicht so leicht, wenn überhaupt möglich, weil gerade die guten Exportfirmen für Österreich's Verhältnisse an der Kapazitätsgrenze waren…die Wirtschaft hat ja nicht schlecht geschnurrt damals..)

So, EADS hat das auch gewusst, haben sich dacht, gut, wenn wir im Rennen bleiben wollen müssen wir gute Miene zum bösen Spiel machen, haben sich dacht, gut bei ca. 4 MRD Offsets, ca 3 % Vermittlungsgebühr pro Geschäft, sind also 120 Mio EUR…schlagen wir auf die Flieger drauf..

2) Der Haider hat schon sehr früh seinen Anspruch auf Schmattes angemeldet, ansonsten er den Deal killen würde…naja etc etc etc

EADS wird sich gedacht haben, mit dem Blödsinn wollen wir direkt natürlich auch aus vertraglichen Gründen nix zu tun haben….das source ma aus…

Also

sagen wir mal die 120 Mio für die "Gegengeschäfte" haben's an eine halbseidene Agentur ausgesourced…zum Verteilen von den politischen Nebengeräuschen haben's auch noch ein paar Leut engangiert.,..

also sagen wir 120 Mio EUR + eventuell 40 - 50 Mio Eur für die politischen Nebengeräusche…

nehmen wir jetzt 160 Mio Eur…damals waren's noch 24 EFs….

haben's pro EF noch 6 - 7 Mio Eur daraufgesetzt…

nachher waren's nur mehr 18….and den 160 Mio wird sich nix geändert haben, die habens ja schon ursprünglich verplant… also bei 18 ca . 8-9 Mio EUR…

Dann hat der Darabos auf 15 teilweise gebrauchte und weniger leistungsfähige reduziert…..

naja….dann sind von den 15 die wir haben, wert und leistungs berichtigt jeder von denen zu um 10 - 13 Mio Eur überhöhten Preisen den Österreichern angedreht worden…und da reden wir noch gar nicht davon, dass man von Regierungsseite gar nicht hart verhandelt hat…( absichtlich, sonst wär sich der Schmattes in alle Richtungen ja nicht ausgegangen..)

so ungefähr wird es gewesen sein…

unsere Politik war immer und ist immer einfach zu blöd wichtige Anschaffungen für den Staat unfallfrei und ohne Korruption zu bewerkstelligen…

Das ist die Lehre aus der G'schicht…

Dass sie damit der Landesverteidigung einen Bärendienst erwiesen haben ist auch klar…

Aber das ist denen wurscht…

Der Schüssel ist danach in einen Kanzlerfrühpension gegangen, hat sich noch in ein paar Aufsichtsräte hineingelabbert….und lacht über die Staatsbürger….

Und alle anderen liegen auch noch dem Steuerzahler auf der Taschen und lachen bei jeder Gelegenheit dumm aus Primitivzeitungen oder dem ORF…

Der Haider hat sich im Suff aus dem Spiel genommen und uns mit der Hypo nochmals zig Mrd Schulden umgehängt…

Aufklärung wird's keine geben, weil wenn man das aufklärt müsste man noch sehr vieles andere auch aufklären…dazu gibt es zuwenig Staatsanwälte….und die Häfn sind auch nicht gross genug...


Das ist das Resümee aus der G'schicht…

viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen…

SAAB war in der unerquicklichen Lage, dass sie in Erinnerung an den Drakendeal wahrscheinlch für offsets ziemlich genau den gleichen Betrag eingerechnet haben werden, und dann aber wahrscheinlich noch zu den schwarz-blauen Schmatteswünschen, halt, damit die SPÖ auch happy ist in etwa noch den gleich Betrag zusätzlich einpreisen mussten…

EADS scheint mit der RAPID (SPÖ) Förderung zumindest da relativ "billig" davongekommen zu sein...

das mag den geringen oder fast nicht existenten Preisunterschied zwischen EF und Gripen erzeugt haben…

Listenpreise zahlen unsere Regierungen sowieso…die können ja nicht einmal gescheit verhandeln..und es ist eh "nur" Steuerzahlergeld…


also, wenn man all diese Faktoren berücksichtigt, dann kommt sowas raus…

hat sich bis jetzt was geändert?

Nein, es ist sogar noch schlimmer geworden…

so is es einfach…

P.S.: LM hat ja von Anfang an bei den 200% indirect offsets nicht mitgespielt…eher aus formalrechtlichen Gründen, weil die sich mit WTO Regeln besser auskennen in den USA….

Diese WTO Regeln waren ja auch dem, ach so gescheiten Schüssel, nicht geläufig…heute sind solche Deals mittlerweile auch innerhalb der EU tabu…eben weil man sich bewusst wurde, dass sowas wirtschaftspolitisch, weil es wettbewerbsverzerrend wirkt und dadurch die Preise für Güter für den Konsumenten erhöht, eher kontraproduktiv ist und eben nicht WTO konform...

Die Ironie dabei ist nur, die 200 % indirect offsets Richtung USA wären sogar leichter und korrekter darstellbar gewesen, als wirkliches Neu- und Zusatzgeschäft, als die eh schon auf Hochtouren laufenden Exporte Österreichs in die EU, weil exportmässig Richtung USA deutlich noch mehr "Luft" nach oben war als in die EU…

naja, und bei dem Preis den LM / FMS gemacht hat wär es ja nicht soviel gewesen...
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AereA
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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2014 14:33:34 
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Ja, so ungefähr stelle ich mir das auch vor, so wird das gelaufen sein. Als damals lange der Saab Gripen favorisiert und dann plötzlich der Eurofighter angekündigt wurde, war eigentlich schon klar, dass etwas nicht stimmen konnte.

Wenn das Bundesheer mit den deutlich günstigeren Gripen zufrieden gewesen wäre, warum entscheidet sich dann die Regierung von sich aus plötzlich für die teurere Alternative Eurofighter? Das war ja wie Weihnachten und Ostern zugleich, das konnte nicht mit rechten Dingen zugehn. Leider hat sich diese Vermutung mittlerweile bestätigt und jetzt haben wir gerade einmal 15 schöne, leistungsfähige, aber einigermaßen kastrierte und vor allem sündteuere Eurofighter, statt einer kompletten Staffel der - für die Österreichischen Zwecke - fast ebenso gut geeigneten Gripen. Und diejenigen, die sowieso schon ständig an der Demontage unserer Verteidigungsfähigkeit arbeiten, haben frischen Wind in den Segeln für ihre Argumentation gegen das Bundesheer.
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Lord Helmchen
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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2014 17:51:19 
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Deutlich günstiger??
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AereA
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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2014 19:21:01 
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Ist der Gripen das nicht?

Soweit ich informiert bin, ist der Gripen in der Anschaffung etwas günstiger, als die abgespeckte Eurofighter-Version, die wir letztendlich gekauft haben und deutlich günstiger als ein vollwertiger Eurofighter.

Vor allem aber im Unterhalt sollte der Unterschied groß sein, was mit der Anzahl der Triebwerke zusammenhängt und damit, dass bei der Saab Gripen Entwicklung ja eine wesentliche Anforderung war, dass er auf einfachen Feldflugplätzen einsetzbar sein muss. Ich finde im Moment leider keine genauen Zahlen dazu, aber ich habe schon auf verschiedenen Quellen darüber gelesen.

Hast du gegenteilige Informationen?

Nachtrag:
Jetzt habe ich einen interessanten Bericht zu diesem Thema gefunden:
http://www.doppeladler.com/da/misc/gripen-schweiz/
Der Preisunterschied dürfte also bei der österreichischen Ausschreibung tatsächlich nicht sehr groß gewesen sein. Bei anderen Ländern ist das anscheinend oft anders, nicht zuletzt darum haben sich ja schon einige Länder gegen den Eurofighter und für den Gripen entschieden.
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Lord Helmchen
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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2014 19:42:34 
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Was letztendlich gekauft wurde (wie du es nennst abgespeckt, frag den Darabos) hat mit dem ursprünglichen Deal nix zu tun.

Was warens 3%(?) billiger im Vergleich zu Tranche 2 EF.... das ist Wucher.......
Schon oft gesagt/geschrieben SAAB war zu teuer.....wurde durchs ÖBH (inoffiziell) auch kolportiert "Ihr seits zu teuer!". Darüber nachjassen ist Zeitverschwendung...

Aber kurz:
Das ein Jet mit 2 treibern "zwangsläufig" im unterhalt mehr kostet liegt auf der Hand. Der Sicherheitsvorteil von nem zweistrahligen zu einem einstrahligen ist aber defacto unbezahlbar! Wenn der Treiber vom Gripen den Geist aufgibt, und du nicht unmittelbar in der nähe eines Flugplatzes bist landet das Ding im Dreck und du hängst am Fallschirm. Dieses Problem hat JEDER einstrahlige Jet!
Einfache Feldflugplätze haben wir nicht.......
Genaue Zahlen wirst nicht finden, weil jeder die Zahlen anders zusammenrechnet (der einen nur die reine Flugzeit/Wartung etc , woanders ist auch noch der Gärtner vom Fliergerhosrt dabei)....

Such einfach mal im Archiv hier auf Airpower.at rum, da findest genug.

Xsiberger
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AereA
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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2014 19:55:45 
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Alles klar!

Besten Dank übrigens einmal an die Leute, die hier auf airpower.at die Berichte schreiben! Ich glaube ich habe alle gelesen (ich schreibe zwar erst seit gestern im Forum mit, aber ich lese es schon lange) und da ist wirklich sehr viel interessantes dabei! smile

Ich will auch nicht die Debatte über die Typentscheidung neu aufwärmen. Persönlich hätte ich damals den Gripen favorisiert, aber nur wegen dem günstigeren Unterhalt und weil ich weiß, wie unterfinanziert unser Bundesheer ohnehin schon ständig ist. Andererseits bin ich aber auch ein großer Fan des Eurofighters und wenn bei der Beschaffung nicht durch Korruption und schlechtes Verhandeln so viel schief gelaufen wäre, dann wäre ich mit der Entscheidung für den Eurofighter sehr zufrieden. smile

So wie die Beschaffung tatsächlich von den beteiligten Regierungen (erst von schwarz-blau, dann zu allem Überfluss auch noch vom Darabos) durchgeführt wurde, war es eine Katastrophe - und um es politisch auszudrücken: eine nachhaltige. Zum einen muss das Bundesheer bis heute immer noch fürchten, dass ihm die Eurofighter womöglich wieder genommen werden (manche fordern das ja noch immer), zum anderen wird jede zukünftige Beschaffung noch schwieriger umsetzbar - was bei den österreichischen Verhältnissen auch so schon immer schwer genug war. Spätestens wenn die Saab 105 wirklich einmal nicht mehr am Leben erhalten werden können, haben wir ein großes neues Problem.

Die politischen Spielchen und Verbrechen, die mutmaßlich begangen wurden, werden wir noch lange ausbaden müssen.
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